Schlagwort: Bildung

  • NRW macht großen Schritt zu einem inklusiven Schulsystem

    NRW macht großen Schritt zu einem inklusiven Schulsystem

    Der Inklusionsprozess muss sorgsam, stringent und nachhaltig erfolgen. Kein Kind darf zurückgelassen werden. Deshalb wird der Umstrukturierungsprozess schrittweise vollzogen. Im Mittelpunkt stehen die Schülerinnen und Schüler mit ihrem unterschiedlichen individuellen Bedarf an schulischer Förderung. Notwendig ist, dass die Schulen eine Kultur des Behaltens und der Unterstützung aufbauen

    – Renate Hendricks, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion

    „Überall in Nordrhein-Westfalen haben sich Schulen auf den Weg gemacht. Sie zeigen, dass der Weg zur Inklusion richtig ist und Erfolg verspricht. Von den Vorreiterschulen, die schon lange Erfahrung im gemeinsamen Unterricht haben, können die Schulen, die jetzt starten, lernen. Sie können auf die Unterstützung durch das Land zählen“, bekräftigt Sigrid Beer, parlamentarische Geschäftsführerin und bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag.

    Im Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen wird den Betroffenen ab 2013 ein grundsätzlicher Rechtsanspruch auf eine inklusive Beschulung eingeräumt. Die Schulträger und die Schulen erhalten vom Land die notwendigen Ressourcen und Unterstützungssysteme, um gemeinsam mit den Lehrern, Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern einen Weg zum notwendigen Umbau zu einem inklusiven Schulsystem zu gehen. Dabei begleiten Kooperations- und Brückenlösungen wie auch Vorreiterschulen die Umbauphase. Außerdem werden Fort- und Weiterbildungsangebote die Pädagogen an den Schulen unterstützen. Hierzu sind schon in den letzten Haushalten entsprechende Ressourcen ausgebaut worden.

    Situation in Remscheid

    Sven Wolf MdL
    Sven Wolf MdL

    Remscheid ist bei der Integration von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf in den Regelschulbetrieb Spitzenreiter in Nordrhein-Westfalen. Allein im Grundschulbereich besuchen 48 % der Kinder mit spezifischem Förderbedarf eine Regelschule.
    Landesweit sind es bislang im Schnitt lediglich 20%. Dies war für Josef Neumann, der den Besuch angeregt hatte, Anlass genug, um sich unmittelbar vor Ort in Gesprächen mit den Lehrkräften über die Arbeit, die Erfahrungen und Chancen sowie besonderen Herausforderungen zu informieren, die sich aus der Integration von Kindern mit Behinderungen in den regulären Schul- und Lehrbetrieb ergeben.
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  • Stolz auf Pionierarbeit an Remscheider Schulen

    Stolz auf Pionierarbeit an Remscheider Schulen

    Der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf zeigte sich nach dem Besuch der beiden Grundschulen ebenfalls sichtlich angetan. „Wir haben einen guten Einblick in die Arbeit von integrativen Schulen bekommen. Ich bin fast schon ein wenig stolz darauf, dass in Remscheid in diesem Bereich Pionierarbeit geleistet wurde.“ Wolf. Im Rahmen ihrer Gespräche wurden die beiden Abgeordneten aber auch über Probleme informiert, beispielsweise über bestehende Mängel in der Ausbildung des Personals. „Wir nehmen die gewonnen Eindrücke und Informationen mit nach Düsseldorf und werden sie in unsere Arbeit einfließen lassen!“ versprach Wolf.

    Zunächst besuchte die Gruppe, bestehend aus den beiden Landtagsabgeordneten Sven Wolf und Josef Neumann und begleitet von Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz, die Grundschule Eisernstein in Lüttringhausen, die bereits seit 1994 integrative Klassen anbietet, in denen behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam lernen, spielen und erleben. Nachdem man sich den Unterricht verschiedener Jahrgangsstufen angeschaut hatte, wurden Standpunkte, Hoffnungen und Pläne mit dem Rektor der Grundschule, Herrn Mühling und seinen Mitarbeitern ausgetauscht. Herr Mühling betonte dabei den Vorteil von Standortschulen, an denen Sonderpädagogen und Regelschullehrer gemeinsam als ständige Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen. „Besonders in Lüttringhausen gibt es mit den integrativen Kindertagesstätten schon im Elementarbereich ein offenes Klima für das Thema gemeinsamer Unterricht. Von der Arbeit einer solchen Einrichtung habe ich mir bei einem Besuch in der Kita Fuchsweg bereits ein gutes Bild machen können!“ so Wolf.

    Direkt im Anschluss ging es weiter zur integrativen Grundschule Hackenberg in Lennep, welche ebenfalls zu den ersten Schulen in Remscheid gehörte die gemeinsamen Unterricht anboten. Die Rektorin der Schule, Frau Keller, nahm sich viel Zeit um den vier Gästen einen Einblick in das Schulleben der Grundschule zu geben. Anschließend kam man auch hier zusammen um über Probleme in der Schulstruktur, aber auch über Erfolge und Chancen des integrativen Bildungssystems zu sprechen.

    Remscheid ist bei der Integration von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf in den Regelschulbetrieb Spitzenreiter in Nordrhein-Westfalen. Allein im Grundschulbereich besuchen 48 % der Kinder mit spezifischem Förderbedarf eine Regelschule. Landesweit sind es bislang im Schnitt lediglich 20%. Dies war für Josef Neumann, der den Besuch angeregt hatte, Anlass genug, um sich unmittelbar vor Ort in Gesprächen mit den Lehrkräften über die Arbeit, die Erfahrungen und Chancen sowie besonderen Herausforderungen zu informieren, die sich aus der Integration von Kindern mit Behinderungen in den regulären Schul- und Lehrbetrieb ergeben.

  • Wohnortnah und bedarfsgerecht: Schulrechtsänderung beschlossen.

    Wohnortnah und bedarfsgerecht: Schulrechtsänderung beschlossen.

    „Wir haben es jetzt schwarz auf weiß: die kommunale Schulbedarfsplanung kann sich viel genauer an den Wünschen der Eltern orientieren. Dazu gibt es Planungssicherheit über einen langen Zeitraum. In Remscheid bedeutet dies: der Weg für eine Gesamtschule schon mit nur 100 Schülern in der Eingangsstufe ist frei. Dazu kann die Schullandschaft bei Wunsch der Eltern um die neue Sekundarschule mit drei Zügen und ohne eigene Oberstufe ergänzt werden. Die Remscheider Schulverwaltung und die Politik vor Ort erhalten nun den Handlungsspielraum für eine verantwortungsvolle Schulentwicklung.“

    „In der heutigen Debatte haben alle Rednerinnen und Redner von CDU, SPD und Bündnis 90 / Die Grünen deutlich gemacht, dass der Elternwille und die Schülerzahlen Maßstab der Schulentwicklung sein sollen. Mit der Verfassungsänderung wird aber keine funktionierende und gewollte Hauptschule abgeschafft“, so Wolf.

  • Schulrechtsänderungsgesetz: Berücksichtigt werden der örtliche Bedarf und der Wille der Eltern

    Schulrechtsänderungsgesetz: Berücksichtigt werden der örtliche Bedarf und der Wille der Eltern

    Die individuelle Förderung als pädagogisches Grundprinzip wird verankert, um der Vielfalt der Schülerinnen und Schülern, ihren Talenten und Begabungen gerecht zu werden.

    Sven Wolf MdL
    Sven Wolf MdL: »Das bedeutet mehr Chancengleichheit. Wir dürfen kein Talent verschenken.«

    „Wir wollen kein Kind zurücklassen. Die soziale Herkunft darf nicht über Lebenschancen entscheiden. Deshalb will eine breite Mehrheit des Landtags, dass unsere Kinder und Jugendlichen mehr gemeinsam lernen und optimal gefördert werden. Wichtig ist, dass der Elternwille im Mittelpunkt steht. In Remscheid werden zu viele Kinder von den Gesamtschulen abgewiesen. Besteht ein Bedarf für eine gymnasiale Oberstufe liegt der Vorrang des Gesetzes auf der Neugründung von Gesamtschulen.“

    In anderen Fällen kann eine Sekundarschule gegründet werden. Dort werden die Kinder in der fünften und sechsten Klasse gemeinsam unterrichtet; danach entscheidet der Schulträger, ob die Jugendlichen gemeinsam, teilweise gemeinsam oder nach Bildungs­gängen getrennt lernen. In der Regel bilden 25 statt 28 Kinder eine Klasse.

    „Damit werden den jungen Menschen möglichst lange alle Bildungsabschlüsse offengehalten.“, erklärte Wolf. „Das bedeutet: mehr Chancengleichheit. Wir dürfen kein Talent verschenken.“

    Dokumente:

    • Drucksache 15/2767 – Gesetz zur Weiterentwicklung der Schulstruktur in NRW
    • Drucksache 15/2768 – Gesetz zur Änderung der Verfassung für das Land NRW

  • Letztes Kita-Jahr wird beitragsfrei

    Letztes Kita-Jahr wird beitragsfrei

    „Seit heute ist es klar: Das letzte Jahr in den Kindertagesstätten wird beitragsfrei! Wir sind 2010 in die Wahlen gegangen mit dem Ziel, die Gebühren für die frühkindliche Bildung abzuschaffen. Heute haben wir einen entscheidenden Schritt getan. Wir wollen endlich dafür sorgen, dass nicht mehr Wohnort und Geldbeutel der Eltern für den Bildungserfolg der Kinder entscheidend sind. Die gesamte Gesellschaft profitiert von diesem Erfolg, deshalb muss sie auch die Kosten übernehmen. Außerdem hat der Landtag ein klares Bekenntnis abgegeben, dass die Kindertagesstätten Bildungsinstitutionen sind – ebenso wie die Schulen. Bei denen käme auch niemand darauf, plötzlich von Eltern mit Einkommen Gebühren zu verlangen.

    Sven Wolf Mdl beim Besuch der Kita Fuchsweg
    Sven Wolf Mdl beim Besuch der Kita Fuchsweg

    Bei der Verabschiedung des Gesetzes haben wir seinerzeit gemeinsam mit Eltern, Erzieherinnen und vielen anderen gesagt: KiBiz ist Mumpitz. Seit heute können wir sagen, dass wir einigen Mumpitz entfernt haben. So wird es zukünftig auf Gemeinde, Kreis- und Landesebene eine gesetzlich verankerte Elternmitbestimmung geben. Dies stärkt den gemeinsamen Erziehungsauftrag. Darüber hinaus haben wir spürbare finanzielle Erhöhungen für die Betreuung der unter Dreijährigen beschlossen: bis zu 2.200 Euro mehr pro Kind. Den Kinderpflegerinnen, die von Schwarz-Gelb nahezu aus dem Berufsfeld gedrängt wurden, geben wir wieder eine Perspektive. Viele weitere Einzelpunkte sollen die Situation der frühkindlichen Bildung verbessern, einige dieser Punkte haben wir auf Anraten der Expertinnen und Experten noch nach einer Anhörung im Landtag eingefügt.

    DIE ECKPUNKTE
    Ab August 2011 ist das letzte Kindergartenjahr in ganz Nordrhein-Westfalen beitragsfrei. Für uns ist klar: Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

    Wir verbessern die Qualität von Betreuung und Bildung in den Kitas. Die Gruppen der unter Dreijährigen werden personell verstärkt. Erzieherinnen und Erzieher werden von bürokratischen Aufgaben entlastet.

    Die Mitwirkungsrechte der Eltern in den Kindertageseinrichtungen werden gestärkt.

    Für Kinder mit Behinderungen gibt es deutliche Verbesserungen.

    Wir bringen 1.000 zusätzliche Berufspraktikantinnen und -praktikanten in die Kitas.

    Der nächste Schritt wird sich insbesondere mit den strukturellen und finanziellen Fragen befassen. Wir konnten das alte KiBiz nicht von heute auf morgen in einen familien- und bildungspolitischen Flitzer verwandeln. Mit der Entscheidung von heute wurde aber eine gute Grundlage geschaffen, mit der wir weiter an Verbesserungen arbeiten werden“.

    Weiterführende Informationen

  • Heike Gebhard: Dem alten KiBiz weint niemand hinterher

    Heike Gebhard: Dem alten KiBiz weint niemand hinterher

    „Die Frage, ob die von der rot-grünen Koalition geplanten Veränderungen eine Verbesserung darstellen, bejahten 15 Sachverständige, elf konnten oder wollten sich noch nicht eindeutig festlegen. Dem alten KiBiz weinte auf der Veranstaltung niemand hinterher“, erklärte Heike Gebhard, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, heute in Düsseldorf.

    Erste Stufe der Revision

    Bildung: Kita„Damit sehen wir unsere bildungspolitischen Ansätze klar bestätigt. Wie mit den Akteuren vereinbart werden wir in der ersten Stufe der Revision den quantitativen und qualitativen Ausbau vorantreiben und in die Gebührenfreiheit einsteigen. Wir sind zwar noch nicht am Ziel, aber schon einen entscheidenden Schritt weiter. Nun geht es mit Elan in die nächste Stufe der KiBiz-Revision, damit Kinderbildung endlich im Mittelpunkt und nicht nur in der Überschrift steht.“

  • Remscheider CDU nicht auf der Höhe der Linie ihrer eigenen Landespartei

    Remscheider CDU nicht auf der Höhe der Linie ihrer eigenen Landespartei

    So habe der Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in der Haushaltsdebatte im Landtag selbst eingeräumt, dass es in dieser Richtung einen Wunsch der Eltern gibt und die CDU ihren Frieden mit der Gesamtschule geschlossen hat. (vgl. Plenardebatte vom 18.05.2011, Plenarprotokoll S. 3222)
    Mit ihrer Argumentation, so Wolf, bewege sich die Remscheider CDU weit ab vom aktuellen Kurs der eigenen Partei in Düsseldorf.

    Links

    Pressemitteilung der Remscheider CDU Fraktion im Wortlaut (Waterbölles)

  • „Das KiBiz ist ein bildungs- und familienpolitischer Totalschaden!“

    „Das KiBiz ist ein bildungs- und familienpolitischer Totalschaden!“

    Als Podiumsteilnehmer konnten Herr Stefan Friedrich von der Diakonie des ev. Kirchenkreises Lennep, Frau Ingrid Rosiejka von der Arbeitsgruppe der Kindertagesstätten in Remscheid sowie der Geschäftsführer der SPD-Ratsfraktion Martin Brink in seiner Eigenschaft als Elternvertreter einer Kindergarteninitiative gewonnen werden.

    Als Referent war der Kinder- und Jugendpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, der Hagener Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg, nach Remscheid gekommen. Jörg stellte direkt zu Beginn seines Vortrags fest, dass das von CDU und FDP in der letzten Wahlperiode verabschiedete Kinderbildungsgesetz (KiBiz) ein bildungs- und familienpolitischer Totalschaden sei. Deshalb haben sich SPD und Grüne nach der Landtagswahl direkt an eine Revision dieses Gesetzes gemacht. Als erste Maßnahmen wird zum 01. August 2011 das letzte Kindergartenjahr beitragsfrei gemacht sowie die Verwendungsnachweise für die Pauschalen abgeschafft.

    Eine Entlastung bei der Bürokratie wurde von den Podiumsteilnehmern befürwortet. Allerdings befürchte Herr Friedrichs, dass es bei einer Abschaffung der Verwendungsnachweise bei den Pauschalen durch das Land die Jugendämter vor Ort eigene Vorgaben erstellen könnten. „Dann hätten wir nicht weniger, sondern mehr Bürokratie!“ so Friedrich.

    Blick in die Stadtbibliothek
    Blick in die Stadtbibliothek

    Einen breiten Raum in der Diskussion zwischen den Podiumsteilnehmern nahm die Frage der Weiterbildung des Kindergartenpersonals ein. Martin Brink betonte, dass das hierfür bereitgestellte Geld nicht ausreichend sei. „Wir als Vorstand laufen bei Anfragen zur Volkshochschule und fragen nach Bildungsschecks und stellen dann fest, dass die Angestellten immer noch Geld zuschießen müssen!“

    Im zweiten Teil der Diskussionsveranstaltung hatten die Zuhörerinnen die Möglichkeit, Fragen an die Podiumsrunde zu stellen. Die Abschaffung des zurzeit diskutierten Sprachtest „Delphin 4“ wurde zwar allgemein begrüßt – die Frage nach dem was dann kommen solle bot dann doch Diskussionsbedarf. Die Frage, ob bei einer Beitragsfreistellung für das letzte Kindergartenjahr die Geschwisterregelung quasi ausgehebelt werde, brannte den Anwesenden ebenfalls auf den Nägeln. „Das ist eine politische Entscheidung, die der Rat der Stadt noch fällen muss!“ so Martin Brink.

    Der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf, Moderator der Veranstaltung, berichtete von seinem Besuch in der Integrativen Kindertagesstätte Fuchsweg im März diesen Jahres und zeigte sich beeindruckt, dass man kaum feststellen konnte, wer von den Kindern ein Handicap hat. Er machte klar, dass das heute Abend nicht der letzte gewesen sei, an dem man mit den Vertretern der Kindertageseinrichtungen über das Kinderbildungsgesetz diskutiert habe. „Wir Abgeordnete sind auf die Erfahrungen aus der Praxis angewiesen, denn nur so können wir für alle Beteiligten das bestmögliche Ergebnis erzielen!“

  • Studiengebühren gekippt!

    Studiengebühren gekippt!

    „Auf die Frage des Schriftführers im Landtag zur Abschaffung der Studiengebühr habe ich heute Nachmittag klar und deutlich mit Ja geantwortet“ berichtet Sven Wolf aus der heutigen Sitzung des Landtags.
    Der Countdown zur Abschaffung der Studiengebühren in NRW hat am Donnerstag Nachmittag um 16.25 Uhr zum Ziel geführt. Im Landtag stimmten in namentlicher Abstimmung 98 von 174 Abgeordneten dafür, den Gesetzentwurf der Landesregierung „Gesetz zur Verbesserung von Chancengleichheit beim Hochschulzugang in Nordrhein-Westfalen“ anzunehmen.


    „Ich kann mich noch gut an die Anfänge meines politischen Engagements erinnern. Gemeinsam mit vielen Mitstudierenden habe ich bereits 1997 gegen das damalige Hochschulrahmengesetz protestiert, das den Ländern die Möglichkeit einräumte, Studiengebühren einzuführen“, so Wolf.
    „Ich bin froh, dass NRW ab dem WS 2011/2012 auch wieder zu den Ländern gehört, in denen der Zugang zur Hochschule frei von Gebühren ist.“
    Mit dieser Entscheidung werden zum Wintersemester 2011/2012 die Studiengebühren in NRW abgeschafft und so die Studierenden in NRW von einer großen Last auf ihrem Bildungsweg befreit. Dieser wichtige Schritt hin zu mehr Chancengleichheit ist auch ein Paradigmenwechsel: Weg von der Privat-vor-Staat-Politik der alten Landesregierung – hin zu wieder mehr landespolitischer Verantwortung für die Hochschullandschaft in NRW. Die Hochschulen werden eine Kompensation von zunächst mindestens 249 Millionen Euro jährlich erhalten.

  • Der Countdown läuft – Studiengebühren werden abgeschafft

    Der Countdown läuft – Studiengebühren werden abgeschafft

    Karl Schultheis, Sprecher für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie
    Karl Schultheis, Sprecher für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie

    erklärte der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karl Schultheis.

    „Die Hochschulen werden auf der Basis des Gebührenaufkommens des Referenzjahres 2009 eine Kompensation von zunächst mindestens 249 Millionen Euro jährlich erhalten. Wir stärken zudem die Mitbestimmung der Studierenden bei der Verwendung der Mittel für die Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre. Mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder der Qualitätsverbesserungskommission soll aus Studierenden bestehen.“

    Schultheis erinnerte daran, dass die Aufnahme eines Studiums ganz entscheidend vom Bildungsstatus der Eltern abhänge. „Von 100 Akademikerkindern studieren 71, von 100 Kindern aus einem Elternhaus ohne akademische Tradition schaffen aber nur 24 den Sprung an eine Hochschule. Ein Grund dafür sind abschreckende Studiengebühren. Diese Hürde schaffen wir nun aus dem Weg.“