Kategorie: Aktuelles aus Remscheid

Bei der letzten Landtagswahl wurde ich für den Wahlkreis Remscheid direkt ins Parlament gewählt. Hier sammle ich Berichte und Nachrichten aus meiner Heimatstadt.

  • Das Sondervermögen fair verteilen: SPD-Konzept sieht 93 Millionen Euro für Remscheid vor

    Das Sondervermögen fair verteilen: SPD-Konzept sieht 93 Millionen Euro für Remscheid vor

    Aus dem Bundes-Sondervermögen für Infrastrukturinvestitionen von Ländern und Kommunen in Höhe von 100 Mrd. Euro wird Nordrhein-Westfalen über den Länderanteil rund 21 Milliarden Euro erhalten. Die SPD hat ein Konzept erarbeitet, wie diese Mittel verteilt werden sollen. Die SPD-Landtagsfraktion wird in der kommenden Plenarwoche (17.-19. September 2025) den entsprechenden Antrag dazu („Kommunen in Nordrhein-Westfalen fair beteiligen – Kommunalquote aus dem Bundes-Sondervermögen festlegen!“) zur direkten Abstimmung stellen. So sollen mindestens 80 Prozent der Mittel, also rund 16,8 Milliarden Euro, an die Städte und Gemeinden gehen.

    Anfang des Jahres konnte sich die SPD in Berlin mit der Idee durchsetzen, ein Sondervermögen für Infrastruktur in Höhe von insgesamt 500 Milliarden Euro zu schaffen, davon allein 100 Mrd. Euro für Infrastrukturinvestitionen von Ländern und Kommunen. Nun muss geklärt werden, wie die Mittel weiter verteilt werden: Wieviel Geld bekommen die Kommunen, welcher Anteil bleibt beim Land? Wir brauchen jetzt Klarheit, Verlässlichkeit und Tempo, damit wir in Remscheid umgehend und langfristig mit diesen Fördersummen planen können.

    Wir wollen, dass das Sondervermögen schnell investiert wird und nicht mehr bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten, wann endlich die Schulen saniert und Straßen repariert werden können. Andere Bundesländer wie Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen haben den Zeitdruck erkannt und dies bereits getan.

    Die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen schultern jedes Jahr rund 80 Prozent der öffentlichen Investitionen. Daher fordern wir, dass den Städten, Gemeinden und Kreisen auch 80 Prozent des NRW-Anteils am Bundes-Sondervermögen weitergeleitet werden.

    Wir haben in unserem Konzept auch die Frage beantwortet, welche Stadt beziehungsweise welche Gemeinde eigentlich konkret wie viel Geld bekommen soll: Wir haben in Nordrhein-Westfalen mit dem Gemeindefinanzierungsgesetz bereits ein etabliertes, transparentes und kommunal akzeptiertes Verteilungsinstrument. Es bietet einen anerkannten Schlüssel, um Mittel zügig an die Städte, Gemeinden und Kreise weiterzugeben. Auch für die Gelder aus dem Bundes-Sondervermögen ist dieses Verfahren die sachgerechteste und unbürokratischste Lösung, anstatt komplizierte Förderprogramme aufzusetzen. Über diese Verteilung bekommt Remscheid rund 93,6 Millionen Euro.

    Ich fordere auch die Landtagsabgeordneten der anderen demokratischen Parteien aus Remscheid auf, diesem Konzept in der kommenden Woche im Landtag in Düsseldorf zuzustimmen. Die 93,6 Millionen stehen uns zu und wir können sie auch wirklich gut gebrauchen, um zusätzliches Geld in Straßen, Schulen und öffentliche Gebäude zu investieren.  Es darf nicht sein, dass der NRW-Anteil an dem Sondervermögen im Landeshaushalt versickert.

     

  • Neumann und Wolf besuchen den Gesundheitskiosk

    Neumann und Wolf besuchen den Gesundheitskiosk

    Foto: Thomas Wunsch, vorne von li nach re: Mark Kuypers (Geschäftsführung Gesundheitskiosk), Christiane Otto (Regionaldirektion AOK Bergisches Land), Kajaana Thangathas (stv. Leitung Gesundheitskiosk), Josef Neumann MdL

    Hinten von li nach re: Dr. med. Werner Klur (solimed), Dr. med. Stephan Kochen (solimed), Matthias Mohrmann (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg), Sven Wolf MdL

    „Die eigene Gesundheit zu erhalten, ist für alle von zentraler Bedeutung. Dafür ist es wichtig, möglichst gesundheitsfördernd zu leben“, so Sven Wolf, Abgeordneter für Remscheid im NRW-Landtag. Josef Neumann, Abgeordneter für Solingen und Wuppertal und Vorsitzender im AGS erläutert: „Dazu braucht es Kompetenzen, die vermittelt und erlernt werden können – durch Information und Beratung. Da geht es um ganz praktische Hilfe: beim Verstehen und Ausfüllen von Dokumenten und auch bei der Suche nach passenden Ärztinnen und Ärzten oder nach Angeboten von Prävention bis Rehabilitation.“

    „Ein gutes Beispiel ist der Gesundheitskiosk in Solingen, der seit 2023 besteht“, stellt Neumann fest. „Hier stehen die ratsuchenden Menschen im Mittelpunkt. Das Angebot ist für sie kostenlos und umfasst auch Workshops zu Stressmanagement, Rauchentwöhnung und gesunder Ernährung. Die Beratung erfolgt in mehreren Sprachen. Getragen wird der Gesundheitskiosk als Gemeinschaftsprojekt von der AOK Rheinland/Hamburg, der Bergischen Krankenkasse, von der Stadt Solingen und dem solimed Unternehmen Gesundheit. Insgesamt haben hier schon mehr als 4000 Beratungen stattgefunden. Und in vielen weiteren Fällen konnten Zuständigkeiten geklärt werden.“

    Sven Wolf nimmt diese Erfahrungen vom Solinger Gesundheitskiosk mit in seine Heimatstadt. Dies seien wichtige Überlegungen, die auch in Remscheid für die zukünftige Gesundheitsversorgung berücksichtigt werden könnten, so Wolf.

    „Jedes Mal, wenn der Gesundheitsatlas erscheint, ärgert es mich, dass wir in Remscheid mehr chronische und schwere Erkrankungen haben als anderswo. Mit Blick auf den Remscheider Sozialindex wird deutlich, dass hier bei uns zu oft Armut mit Krankheit einhergeht. Das ist ungerecht und das können wir so nicht hinnehmen“, erklärt der Abgeordnete. „Wir können hier vor Ort viel tun. Wir haben bereits landesweit mit unserem kommunalen Medizinischen Versorgungszentrum MVZ eine Marke gesetzt. Beim Thema Gesundheitsversorgung heißt es, am Ball zu bleiben, präventive Angebote weiter auszubauen und eine gute Vernetzung der Gesundheitsangebote und sozialer Beratungsangebote vor Ort weiter zu stärken.“

  • Wo können Kinder und Jugendliche politisch mitbestimmen?

    Wo können Kinder und Jugendliche politisch mitbestimmen?

    47 Schülerinnen und Schüler, die an der Albert-Schweitzer-Realschule den Sowi-Kurs und das Fach Politik belegt haben, besuchten am Dienstag, dem 6. Mai, gemeinsam mit ihren beiden Lehrkräften den Landtag in Düsseldorf. Sie hatten sich gut vorbereitet und Fragen zum Lebenslauf und zu aktuellen Themen überlegt, vieles kam aber auch spontan in dem lebhaften Gespräch.

    Die wichtigsten Fragen drehten sich um den Alltag der Jugendlichen in Remscheid und die Schule. „Wo können Kinder und Jugendliche politisch mitbestimmen?“. „Alles, was wir jetzt entscheiden, ob im Landtag oder in Remscheid im Stadtrat – mit den Folgen müsst ihr am längsten leben“, meinte Sven Wolf. „Deshalb finden wir es wichtig, dass Kinder und Jugendliche mitentscheiden können. Bei uns in Remscheid haben wir seit 20 Jahren mit dem Jugendrat eine Super-Einrichtung dafür. Stadtrat und Oberbürgermeister hören darauf, was der Jugendrat vorbringt. Zum Beispiel gibt es bald W-Lan auf der Alleestraße – das war ein Wunsch des Jugendrats. Wir sollten auch bei der Planung von Plätzen, bei der Gestaltung von Schulen und Kitas mehr auf Kinder und Jugendliche hören und sie früh in Planungen einbeziehen.“

    „Finden Sie, Schulen sollten mit Laptos und iPads arbeiten?“, wollten die Schülerinnen und Schüler wissen. „ Auf jeden Fall!“, bekräftigte Sven Wolf. „Gerade im Umgang mit den Medien muss man einiges bedenken. Das Wichtigste ist: Wie kann ich richtige von falschen Informationen im Netz unterscheiden? Wie erkenne ich, ob das stimmt, was da steht? Vor allem, da es nicht wie bei Zeitungen oder Fernsehen Journalistinnen und Journalisten gibt, die das vorher recherchiert haben. Aber für die Benutzung in der Schule sollte es klare Regeln geben. Auch für Handys – Handys ausstellen oder in den Unterricht einbeziehen!“

    „Und wenn Sie eine Sache in Remscheid ändern könnten – was wäre das?“ wollten die Jugendlichen wissen. „Wir haben jetzt gerade mit dem Berufskolleg eine nigelnagelneue Schule bekommen. Davor war das aber zuletzt vor 30 Jahren der Fall – nämlich die Sophie-Scholl-Schule. Alle 30 Jahre finde ich viel zu langsam. Schneller neue Schulen bauen – das finde ich wichtig. Daneben müssen wir ältere Schulen renovieren, um für alle ein möglichst gutes Lernumfeld zu schaffen.“

     

  • Wolf: Vorschlag zur Altschuldenlösung hilft Remscheid sich teilweise zu entschulden – Land und Bund müssen schnell handeln

    Wolf: Vorschlag zur Altschuldenlösung hilft Remscheid sich teilweise zu entschulden – Land und Bund müssen schnell handeln

    Das Land hat angekündigt, die übermäßigen Verbindlichkeiten der Kommunen auf 1.500 Euro pro Einwohner zu begrenzen. Zum 31. Dezember 2023 beliefen sich die Liquiditätskredite Remscheids – sozusagen als eine Art städtischer Dispo – auf 5.155 Euro pro Einwohner. Davon sollen nun nach den Vorschlägen des Bundes und des Landes 5.055 Euro pro Einwohner als übermäßige Verbindlichkeiten betrachtet werden. Wenn davon 1.500 Euro pro Einwohner als städtische Verbindlichkeit verblieben, bedeutet die heutige Ankündigung des Landes eine Übernahme von 3.055 Euro pro Einwohner.

    „Bei knapp 113.000 Einwohnern würde der Remscheider Haushalt um gut 400 Mio. Euro entschuldet“, erläutert Sven Wolf. „Die Altschuldenfrage muss nun nicht nur im Landtag sondern auch im neu gewählten Bundestag schnell angepackt werden, um die Finanzierung des Projektes in vollem Umfang durch Land und Bund gemeinsam abzusichern. Unser Land braucht funktionsfähige Städte und Gemeinden. Das betrifft den Alltag der Menschen ganz konkret. Die Entschuldung der Kommunen und ihre auskömmliche Finanzierung sind dafür zwingend erforderlich.“

  • Schülerinnen und Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule hatten wichtige Fragen an Sven Wolf

    Schülerinnen und Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule hatten wichtige Fragen an Sven Wolf

    Der Landtagsabgeordnete Sven Wolf stand Ihnen in Düsseldorf Rede und Antwort am Rande der Plenarsitzung am letzten Mittwoch, dem 19. Februar 2025.

    Die Alexander-von-Humbold-Realschule war mit einigen Klassen in den Landtag gekommen, um mit den Abgeordneten zu diskutieren. Mit den Jugendlichen und ihrer Lehrerin Mavis Kaya gab es einen spannenden Austausch.

    „Die Preise werden durch viele Faktoren bestimmt und dann vom Verkäufer oder Hersteller festgelegt. Aber nicht durch die Politik, denn weder hier in Düsseldorf noch in Berlin werden im Parlament Preise gemacht. Einfluss haben vielmehr die Einkaufspreise für Rohstoffe, die Energiekosten und Löhne und Gehälter“, erklärte Sven Wolf.
    „Deshalb ist es wichtig, dass gute Arbeit auch einen guten Lohn verdient. Darum setzt sich meine Partei auch für eine Erhöhung des Mindestlohns ein. Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine hat die Bundesregierung durch Zuschüsse die Strom- und Gaspreise bezuschusst, damit sich trotz des Krieges alle eine warme Wohnung leisten konnten.“

    Von der Schuldenbremse halte er wenig, meinte Sven Wolf, es sei eben viel Geld nötig, um wichtige Infrastrukturen wie den Nahverkehr zum Beispiel zu erhalten und zu verbessern, ein schlechtes Beispiel sei eben die Direktverbindung nach Düsseldorf, die falle schon lange aus, weil die Züge marode sind. „Dafür darf ein Staat auch Kredite aufnehmen, denn der Gegenwert sind neue Bahntrassen, moderne Brücken oder schnelles Internet. Das ist wie beim Hausbau, auch dafür nehmen Menschen in unserem Land Kredite auf und zahlen diese später ab“, so Wolf.

    Auf die Frage, warum gerade vor Wahlen Anschläge passieren, verwies Wolf auf die hinterlistige Masche von Terroristen – sie wollten Angst und Schrecken verbreiten und das funktioniere besonders vor Wahlen, weil da die Aufmerksamkeit groß sei und viele Medien berichteten.

    „Es ist gut, dass sich bereits Jugendliche viele Gedanken um die Zukunft machen. Denn sie betrifft ja auch, was wir mit unserer Politik erreichen und verbessern können. Toll, wie super vorbereitet sie in das Gespräch heute gekommen sind“, meinte Sven Wolf beeindruckt. „Für mich sind die Gespräche mit den Schulklassen immer ein besonderes Highlight an Plenartagen.“

  • Remscheider Jusos nahmen den Politikalltag in den Fokus

    Remscheider Jusos nahmen den Politikalltag in den Fokus

    Foto: Danielle Behmenburg

    Den Politikalltag in Düsseldorf haben sich einige Remscheider Jusos genauer angesehen – sie besuchten den Landtag und die Plenarsitzung im November. Auf der Tribüne konnten sie die Debatte miterleben zu so unterschiedlichen Themen wie Schwertransporten und Rundfunkbeiträgen.

    Dazu meint Daniel Pilz, Juso-Vorsitzender in Remscheid: „Der Besuch im Landtag und das Verfolgen einer Plenardebatte haben eindrucksvoll verdeutlicht, wie lebendig Demokratie sein kann. Solche Einblicke stärken das Bewusstsein für die Bedeutung politischer Teilhabe und fördern ein tieferes Verständnis demokratischer Entscheidungsprozesse.“

    Auch von der Art und Weise, wie Politikerinnen und Politiker im Parlament miteinander umgehen, konnten sich die Jusos ein Bild machen. Das war auch ein Thema in unserer anschließenden Diskussion. In der Nachbetrachtung verbanden sich Praxiserlebnisse und Wertediskussion. Es ging um die Debattenkultur, um Regeln und Maßnahmen im Parlament und die Grundsätze der Demokratie.

    Jeder darf seine Meinung äußern, muss aber auch damit rechnen, dass dies nicht unwidersprochen bleibt. Wichtig ist, dass die Debatte fair bleibt und wir Hass und Hetze keinen Raum lassen. Bei Äußerungen im Parlament können Abgeordnete wegen des Instruments der Indemnität zwar nicht wegen Beleidung belangt werden, aber vom Landtagspräsidenten zur Ordnung gerufen werden und notfalls mit einem Ordnungsgeld belegt werden.

    Dass Macht wechselt, ist das wichtigste Scharnier einer Demokratie. Die Minderheit muss immer die Chance haben, zur Mehrheit zu werden. Dafür bedarf es auch unabhängiger Medien. Immer wenn die Chance, im Wahlkampf für Mehrheiten zu werben, nicht gleichmäßig verteilt ist, weil Medien nur eingeschränkt berichten, ist auch die Demokratie eingeschränkt.

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  • Landesregierung streicht KOMM-AN-Mittel

    Landesregierung streicht KOMM-AN-Mittel

    Bei der Haushaltsberatung im Land geht es nicht nur um Zahlen. Jede Kürzung im Land hat eine konkrete Geschichte und ein Gesicht vor Ort. Daher habe ich alle Träger gebeten, mir zu berichten, welche Auswirkung die Streichungen der Landesregierung vor Ort konkret haben.

    Das Gespräch mit vielen Haupt- und Ehrenamtlichen der Trägergemeinschaft KOMM-AN hat mich besonders bewegt. Ihre Wut, ihre Enttäuschung ist verständlich. Wir müssen uns jetzt alle gemeinsam stark machen, damit dieser Kahlschlag nicht kommt.

    Alle sind hier in großer Sorge. Beschäftigte und Ehrenamtliche in Organisationen und Vereinen, deren Aufgabe es ist, zu helfen und Menschen zu begleiten. Denn viele Menschen sind auf Unterstützungsangebote angewiesen, um unser Miteinander und unsere Regeln in unserer Stadt zu lernen. Wenn hier Beratungsangebote und Projekte wegfallen, geht vieles zu Bruch, was sich später nicht mehr wieder kitten lässt. Dann ist das Angebot einfach nicht mehr da. Dann sind die Menschen nicht mehr da, die darin kompetent sind.

    Das betrifft Nachhilfe und Unterrichtskurse, Möglichkeiten der Begegnung wie Frauencafés, Sprachcafés und Spielenachmittage und auch Fortbildung für Ehrenamtliche, also Unterstützung für die Unterstützer. Hier geht es auch um Sachkosten und Mietzuschüsse, ohne die es keine Räume für Angebote und keine Materialien zum Verteilen oder Spielen gibt.

    Die Landesregierung will in NRW-Weit insgesamt 7 Millionen bei den KOMM-AN-Fördermitteln ersatzlos streichen. Wir haben am letzten Dienstag in der SPD-Landtagsfraktion einstimmig unser erstes Änderungspaket zum Haushalt beschlossen: Im Mittelpunkt steht darin die Rücknahme der Kürzungen im Sozialbereich und bei den Familien. Nordrhein-Westfalen war immer das Land des Zusammenhalts und der sozialen Gerechtigkeit und wir wollen, dass das so bleibt.

    Auch der Integrationsrat in Remscheid hat in seiner Resolution Alarm geschlagen und warnt besonders bei Kürzungen bei den Hilfen für geflüchtete junge Menschen.

    Hass und Hetze nehmen zu, daher brauchen wir mehr Zusammenhalt. Jetzt dort zu sparen, wo Vorurteile abgebaut werden, ist absolut falsch. Wir brauchen diese Netzwerke. Zugewanderte und Alteingesessene wachsen in Remscheid gut zusammen, weil es viel Unterstützung gibt. Das Ehrenamt baut hier stabile Brücken zwischen Kulturen und Menschen. Das ist ein Pluspunkt für unser Remscheid als eine Stadt mit Vielfalt, wo viele Nationalitäten im Alltag gemeinsam tüchtig und kreativ unser Stadtleben gestalten. Das soll auch so bleiben.

    Letzte Woche demonstrierten bei uns in Düsseldorf 32.000 Menschen lautstark gemeinsam mit den Wohltätigkeitsverbänden gegen die geplanten Sozialkürzungen. „NRW bleib sozial!“ mahnten sie. Dem können wir uns nur alle anschließen! Da waren viele aus der Trägergemeinschaft KOMM AN NRW dabei.

  • Vorlesetag an der Grundschule Dörpfeld

    Vorlesetag an der Grundschule Dörpfeld

    Als begeisterter Leser ist es mir stets eine Freude, Kindern vorzulesen und mit ihnen gemeinsam in spannende Geschichten einzutauchen. Ich persönlich halte Lesen für unverzichtbar, denn es öffnet Türen zu neuen Welten und regt unsere Fantasie an. Es ist mir also eine umso größere Freude, den Kindern die Welt des Lesens näherbringen zu können. In diesem Jahr in der Grundschule Dörpfeld, in der zweiten Klasse, hatte ich sogar die Ehre eine neue tierische Bekanntschaft zu machen. Nicht nur die Kinder, sondern auch der Klassenhund Torres waren sehr an den abenteuerlichen Geschichten interessiert und Torres sorgte für eine gemütliche und entspannte Stimmung.

    Mitgebracht hatte ich die Bücher „Kosmo Kids“ von Nicolas Gorny und „Als Ela das All eroberte“ von Adina Hermann und Raúl Krauthausen. Die Entscheidung darüber, welches der beiden Bücher vorgelesen werden soll, überließ ich, ganz demokratisch, den Schülern und Schülerinnen selbst. Wobei in einer der zwei Klassen, in denen ich vorgelesen habe, der Vorschlag gemacht wurde doch aus beiden etwas vorzulesen. Das habe ich gerne gemacht.

    Beide Bücher nehmen die Kinder mit auf eine Weltraumreise. Während „Kosmo Kids“ von einer Gruppe Kinder handelt, die gemeinsam in einer futuristischen Welt, fremde Galaxien erforschen und den Leser mit Weltraumforschung und Technik vertraut macht, handelt „Als Ela das All eroberte“, von Ela, die sich trotz ihrer Schwierigkeiten als Rollstuhlfahrerin ihren Traum erfüllt Astronautin zu werden. Es ermutigt Kinder groß zu träumen und an sich selbst zu glauben, was auch für Mädchen sehr inspirierend sein kann, da es ein starkes weibliches Vorbild präsentiert.

    In der Hoffnung, die Schüler und Schülerinnen dazu inspiriert zu haben, die Geschichten weiterzuverfolgen, ließ ich beide Bücher als Geschenk in der Schule, damit die Kinder weiterhin Freude daran finden können.

     

     

  • Die Züge auf der RE47 sind weiter defekt, im Oktober werden endlich neue bestellt.

    Die Züge auf der RE47 sind weiter defekt, im Oktober werden endlich neue bestellt.

    „Leider gibt es immer noch keine guten Nachrichten für alle, die auf eine verlässliche Verbindung ohne Umsteigen nach Düsseldorf hoffen. Die Regiobahn hat weiter Probleme mit den uralten Zügen der Integralflotte. Das bedauert die Geschäftsleitung sehr und kann daher auch keine Prognose für das nächste Jahr geben“ so Wolf über das Antwortschreiben, das ihn nun erreichte.

    Bei der Anschaffung ganz neuer Züge hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) das Vergabeverfahren gestartet und die Regiobahn GmbH will im Oktober entscheiden. „Der Kauf neuer Züge, die sogar mit Batterie fahren, ist leider nur ein kleiner Hoffnungsschimmer. Immerhin ist der Prozess zur Ausschreibung und Anschaffung gestartet. Unterm Strich bleibt es aber ärgerlich, weil schon seit Ende letzten Jahres kein einziger Zug Menschen aus Remscheid direkt nach Düsseldorf gefahren hat. Wir hatten uns alle einen anderen Start der Direktverbindung nach Düsseldorf erhofft, für die wir gemeinsam vor Ort so lange gekämpft haben. Ich bleibe aber dran und werde die guten Kontakte zu allen Beteiligten weiter nutzen, um Druck zu machen“ so Wolf abschließend.

  • Jugendrat: Wir wollen, dass Jugendliche sich in Remscheid wohlfühlen!

    Jugendrat: Wir wollen, dass Jugendliche sich in Remscheid wohlfühlen!

    Ein Besuch der Plenarsitzung und ein Austausch mit den Landtagsabgeordneten Jens Nettekoven und Sven Wolf standen am letzten Donnerstag, dem 13.Juni, auf der Agenda des im März neu gewählten Jugendrats Remscheid. 17 Mitglieder kamen gemeinsam mit Geschäftsführer Tim Purkhart nach Düsseldorf.

    Dabei ging es für die Jugendlichen um einen Einblick in den Alltag, die Aufgaben und Themenschwerpunkte der Abgeordneten. Jens Nettekoven ergriff die Gelegenheit, nach den Zielen der Jugendlichen zu fragen: „Was wollt Ihr in der neuen Amtszeit des Jugendrats erreichen?“

    Danach sprudelten die Mitglieder des Jugendrats los mit vielen Ideen, die Nettekoven und Wolf beeindruckten. Dazu gehörten Themen wie bessere Beleuchtung und dadurch mehr Sicherheit, aber auch das Jugendcafé. Der aktuelle Jugendrat will aber auch die Projekte der letzten Wahlperiode fortsetzen, wie, die Ideen aus der Jugendbefragung endlich umzusetzen. Eins verband die Themen: Wir wollen, dass Jugendliche sich in Remscheid wohlfühlen.

    „Der Oberbürgermeister sagt uns immer wieder, macht Druck auf die Kommunalpolitik“ erinnerte Daniel Bielecki, der Vorsitzende des Jugendrats. Wolf und Nettekoven bestärkten die Jugendlichen: “Genau, denn wir brauchen Eure Ideen, wie Euren größten Wunsch nach einem offenen W-LAN auf der Alleestraße, der leider noch nicht umgesetzt ist. Da machen wir zusammen Druck!“

    Auf der Tribüne erlebten die Jugendlichen eine hitzige Debatte zum Thema Diskussionsveranstaltungen mit Politikern an Schulen, zu der auch Sven Wolf sprach. „Gerade wenn die Feinde der Demokratie bereits im Parlament sitzen, dann müssen wir Demokraten enger zusammenstehen. Wir haben unterschiedliche Meinungen, aber wer sich gegen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung stellt, dem sagen wir das auch ins Gesicht. Das muss erst recht an Schulen gelten, denn die freie Meinungsäußerung endet, wo Hass und Hetze beginnen“, betonte Wolf.

    „Die Redezeit mit dem Jugendrat war schnell herum, daher haben wir direkt einen neuen Termin zugesagt, damit wir weiter diskutieren können. Denn wir wollten vor der EM natürlich noch ein Foto mit dem übergroßen EM-Pokal machen, der vor dem Landtag stand“ ergänzte Nettekoven.