Kategorie: Aktuelles aus dem Oberbergischen Kreis

  • Vorlesetag an der Grundschule Dörpfeld

    Vorlesetag an der Grundschule Dörpfeld

    Als begeisterter Leser ist es mir stets eine Freude, Kindern vorzulesen und mit ihnen gemeinsam in spannende Geschichten einzutauchen. Ich persönlich halte Lesen für unverzichtbar, denn es öffnet Türen zu neuen Welten und regt unsere Fantasie an. Es ist mir also eine umso größere Freude, den Kindern die Welt des Lesens näherbringen zu können. In diesem Jahr in der Grundschule Dörpfeld, in der zweiten Klasse, hatte ich sogar die Ehre eine neue tierische Bekanntschaft zu machen. Nicht nur die Kinder, sondern auch der Klassenhund Torres waren sehr an den abenteuerlichen Geschichten interessiert und Torres sorgte für eine gemütliche und entspannte Stimmung.

    Mitgebracht hatte ich die Bücher „Kosmo Kids“ von Nicolas Gorny und „Als Ela das All eroberte“ von Adina Hermann und Raúl Krauthausen. Die Entscheidung darüber, welches der beiden Bücher vorgelesen werden soll, überließ ich, ganz demokratisch, den Schülern und Schülerinnen selbst. Wobei in einer der zwei Klassen, in denen ich vorgelesen habe, der Vorschlag gemacht wurde doch aus beiden etwas vorzulesen. Das habe ich gerne gemacht.

    Beide Bücher nehmen die Kinder mit auf eine Weltraumreise. Während „Kosmo Kids“ von einer Gruppe Kinder handelt, die gemeinsam in einer futuristischen Welt, fremde Galaxien erforschen und den Leser mit Weltraumforschung und Technik vertraut macht, handelt „Als Ela das All eroberte“, von Ela, die sich trotz ihrer Schwierigkeiten als Rollstuhlfahrerin ihren Traum erfüllt Astronautin zu werden. Es ermutigt Kinder groß zu träumen und an sich selbst zu glauben, was auch für Mädchen sehr inspirierend sein kann, da es ein starkes weibliches Vorbild präsentiert.

    In der Hoffnung, die Schüler und Schülerinnen dazu inspiriert zu haben, die Geschichten weiterzuverfolgen, ließ ich beide Bücher als Geschenk in der Schule, damit die Kinder weiterhin Freude daran finden können.

     

     

  • Wolf und Stark: „Laumanns Krankenhausplanung ist ein herber Rückschlag für das SANA-Krankenhaus in Radevormwald“

    Wolf und Stark: „Laumanns Krankenhausplanung ist ein herber Rückschlag für das SANA-Krankenhaus in Radevormwald“

    Foto: Thomas Wunsch

    Wie auch Bürgermeister Johannes Mans in seinem offenen Brief an den Vorstand der SANA-Krankenhäuser mitgeteilt hat, sieht der Landtagsabgeordnete Wolf insbesondere ein Problem für die Radevormwalder Bürgerinnen und Bürger. „ Sollte die Krankenhausplanung in dieser Form umgesetzt werden, wird das vor allem die Menschen in Radevormwald und im umliegenden ländlichen Raum treffen. Eine vollständige medizinische Versorgung muss gewährleistet sein.“, erklärt Wolf. „Das Aushängeschild des Radevormwalder Krankenhauses abzuschneiden, halte ich hierbei für ein problematisches Signal und einen Schritt in die falsche Richtung.“

    Dietmar Stark, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion in Radevormwald ergänzt, „Der Plan schwächt kleine Krankenhäuser vor Ort und ist eine Politik gegen die Interessen der Menschen. Daher schlagen gerade die Emotionen in Radevormwald hoch. Das kann ich vollkommen verstehen. Ich hoffe, dass hierzu das letzte Wort noch nicht gefallen ist.“

    Wolf kündigt an, dass es nicht nur aus dem Bergischen Land Kritik an Laumanns Planung gäbe. „Den Wunsch von Herrn Minister Laumann, die Planung geräuschlos über die Bühne zu bringen, werden wir als Abgeordnete im Landtag ihm nicht erfüllen. Ich werde das Thema mit nach Düsseldorf nehmen. Denn an der Anzahl der Operationen hängen vor Ort auch Fachkräfte, die das Klinikum dringend halten muss.“

    Bereits als die ersten Ideen aus Laumanns Ministerium bekannt wurden, hatte Wolf gemeinsam mit Bürgermeister Mans Gespräche zu SANA aufgenommen und in vielen Terminen Details erfragt. Seinerzeit war der SANA-Konzern noch zuversichtlich, dass sich die Krankenhäuser und deren Träger in den jeweiligen Versorgungsbereichen gütlich einigen. Das SANA-Krankenhaus in Radevormwald liegt im Versorgungsbereich 5, der die Kreise Köln, Leverkusen, Rhein-Erft-Kreis, Oberbergischer Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis umfasst. Mit einem offenen Brief hatte sich bereits Bürgermeister Mans am 18. Juni 2024 Gehör verschafft und die Emotionen in Radevormwald auf den Punkt gebracht.

  • Landtagsabgeordneter wird Schirmherr bei der DLRG Lindlar e.V.

    Landtagsabgeordneter wird Schirmherr bei der DLRG Lindlar e.V.

    Foto: Thomas Wunsch

    Er ist seit 2010 Mitglied der SPD-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen und vertritt den Wahlkreis 36 (Remscheid Oberbergischer Kreis III) Sven Wolf. Anfangs rechtspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, ist der 48-jährige seit 2022 im Vorstand der Fraktion der Justiziar. Bevor Sven Wolf Landtagsabgeordneter wurde, war er nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln als Rechtsanwalt in Remscheid tätig. Mit der Kommunalpolitik ist er tief verwurzelt. Seit 1999 ist der SPD-Politiker Ratsmitglied in der Stadt Remscheid und leitet seit 2014 dort auch die Ratsfraktion. Er ist unter anderem Mitglied der Gewerkschaft ver.di, der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und jetzt auch in der Ortsgruppe der DLRG in Lindlar.

    Gerne unterstütze ich einen neuen Verein, der sich mit so viel starkem ehrenamtlichen Einsatz ins Zeug legt, antwortet Sven Wolf auf die Frage, warum er der Einladung, Schirmherr zu werden, zustimmte. Selbst leidenschaftlicher Schwimmer, wünscht er sich, dass die Kinder spätestens mit Abschluss der Schulausbildung sicher schwimmen können. Dazu leistet die DLRG einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Wasser, sagt der SPD-Politiker und fügt hinzu, dass darüber hinaus auch Wissen und Mut vermittelt werden müssen, andere Menschen aus dem Wasser retten zu können. Ich möchte dabei helfen, dieses weiterzutragen, so Wolf.

    Doch auch im Bereich Katastrophenschutz nehme laut Wolf die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft einen wichtigen Platz ein und nennt als Beispiel die Hochwasserkatastrophe 2021 im Ahrtal, wo die DLRG mit ihren Wasserrettungszügen großartige Arbeit geleistet hat. Das ist bei uns in der Landespolitik angekommen, bestätigt Sven Wolf und fordert, dass die Finanzierung dieser Arbeit mit Landesmitteln verbessert werden muss.“ „Eine faire Finanzierung wie bei den freiwilligen Feuerwehren wäre ein starkes Signal, sagt er weiter. Bis heute ist er tief beeindruckt und bewegt von den Erzählungen und Berichten über die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer beim Jahrhunderthochwasser. Die Dankbarkeit und der Respekt gegenüber den Helfern sei auch nach vielen Monaten noch spürbar. Diese sollten wir pflegen, meint der Landespolitiker.

    In der jetzigen Zeit treibt unsere Gesellschaft an manchen Stellen auseinander, dabei ist Zusammenhalt so wichtig, sagt Sven Wolf. Und da seien die vielen Vereinen eine wichtige Stütze, sich ehrenamtlich einzubringen. Das will ich gerne unterstützen, fügt er hinzu und sagt weiter: Als Schirmherr der DLRG Ortsgruppe Lindlar möchte ich die Botschaft an die Gemeinschaft richten, dass die Gesellschaft dankbar sein sollte für das ehrenamtliche Engagement der Menschen.Die DLRG sei eine starke und engagierte Gemeinschaft und richtet folgende Worte in Richtung ihrer Mitglieder: Hört nicht auf junge Menschen zu begeistern, denn Schwimmen macht Spaß und hält fit. Ich glaube, dass junge Menschen heute einen anderen Blick auf die eigene Fitness haben. Das ist toll und macht im Verein am meisten Spaß! Wer sich mehr zutraut, der sollte auch lernen andere zu retten. Denn keiner weiß, wann wir selbst einmal Hilfe brauchen.

  • Kleine Anfrage zur ewigen Baustelle auf der Autobahnbrücke „Hünger“ von Tülay Durdu und Sven Wolf

    Kleine Anfrage zur ewigen Baustelle auf der Autobahnbrücke „Hünger“ von Tülay Durdu und Sven Wolf

    Foto: Thomas Wunsch

    Der Stillstand seit nunmehr über acht Wochen und der gekündigte Vertrag mit dem ausführenden Bauunternehmen sorgen für immer größer werdenden Unmut bei den Bürgerinnen und Bürgern.

    „Es ist nicht akzeptabel, dass die Sanierung einer für den Verkehr so zentralen und alternativlosen Brücke so träge und intransparent verläuft.“, so Durdu. Die Abgeordneten kritisieren insbesondere den weit überzogenen Zeitplan. Wolf: „Zunächst war eine Fertigstellung für den Herbst 2022 angekündigt. Nun steht die Baustelle still und es ist von der Kündigung des Bauunternehmers die Rede. Wir haben bald das Jahr 2024 und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht.“

    Die Abgeordneten erhoffen sich nun mit Ihrer Kleinen Anfrage Antworten auf die Fragen, die sich viele Wermelskirchenerinnen und Wermelskirchener stellen, und möchten Druck auf die Landesregierung für eine schnellere Umsetzung ausüben.

  • Einladung zum digitalen Austausch über Gesundheit und Pflege am 15.02.2022

    Einladung zum digitalen Austausch über Gesundheit und Pflege am 15.02.2022

    Unser Gesundheitssystem bietet nicht die besten Bedingungen: Das Personal ist überlastet und unterbezahlt, Patientinnen und Patienten sind „Fallpauschalen“ und Krankenhäuser stehen vor der Schließung. Längst hat die Pandemie die Missstände in unserem Gesundheitswesen aus dem Schatten ins Rampenlicht gerückt. Eine umfassende Diskussion darüber, was uns Gesundheit und Pflege wert sind, ist längst überfällig. Doch wie sieht eine Gesundheits- und Pflegeversorgung von morgen aus, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt?

    Lange Wartezeiten für Termine bei Haus- oder Fachärzt*innen – was tun gegen den Mangel an niedergelassenen Praxen. Mindestbesetzung oder der Bedarf von Patientinnen und Patienten – woran soll sich der Einsatz des Pflegepersonals künftig orientieren? Sollen Krankenhäuser geschlossen werden, damit ausreichend Personal für die übrigen Krankenhäuser verfügbar ist? Oder sollte die Politik mutig sein und sich am Gemeinwohl orientieren – um damit genügend qualifizierte Pflegekräfte für die wachsende Zahl an Pflegebedürftigen zu sichern?

    Diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen diskutieren am:

    • DIENSTAG · 15. FEBRUAR 2022
    • 19.00 UHR
    • DIGITAL · ZOOM

    19.00 Uhr Begrüßung und Einführung in die Gesprächsrunde

    Sven Wolf MdL • Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW

    Diskussion mit:

    • Tobias Schneider • Stellvertretender Landrat des Oberbergischen Kreises
    • Dr. med. Roland Adelmann • Chefarzt am Kinderklinikum Oberberg
    • Corinna Demuth • Pflegedienstleiterin

    20.30 Uhr Zusammenfassung und Ausblick

    20.45 Uhr Ende der Veranstaltung

     

    Für die Veranstaltung können Sie sich unter dem folgendem Link anmelden: http://www.machen-wir.de/gesundheitgm

     

    Unseren Leitantrag zur Gesundheits- und Pflegepolitik „Maximal Mensch. Statt maximal Gewinn.“

    sowie weiteres Infomaterial finden Sie auf unserer Themenseite: http://www.machen-wir.de/maximalmensch

  • Deutlicher Unterrichtsausfall an Schulen in Radevormwald. Bildungspolitik braucht einen Neustart!

    Deutlicher Unterrichtsausfall an Schulen in Radevormwald. Bildungspolitik braucht einen Neustart!

    Foto: Pixabay

    An der Grundschule Stadt sind im Schuljahr 2018/19 demnach beispielsweise 3,4 Prozent der Stunden ersatzlos ausgefallen. An der Sekundarschule Radevormwald waren es 5,7 Prozent im Schuljahr 2018/19, die auch im Schuljahr 2019/20 nur leicht auf 5,5 Prozent zurückgegangen sind. Am Theodor-Heuss-Gymnasium lag die Unterrichtsausfallquote mit 5,1 Prozent im Schuljahr 2018/19 ebenfalls hoch. Hier verbesserte sich die Ausfallquote im Gegensatz zur Sekundarschule jedoch deutlich auf 3,7 Prozent im Schuljahr 2019/2020. Insgesamt sind in NRW im Schuljahr 2018/2019 etwa 3,3 Millionen Unterrichtsstunden ausgefallen. Für das Schuljahr 2019/2020 liegen die Daten aufgrund der Corona-Pandemie nur unvollständig vor.

    Die Zahlen zeigen: Die Schwarz-Gelbe Landesregierung ist mit dem Versprechen einer Unterrichtsgarantie kläglich gescheitert. Es reicht eben nicht, den Unterrichtsausfall mit einem aufwendigen Verfahren, für das sogar zusätzliches Personal in den Schulen gebunden wird, nur zu messen. Man muss auch was dagegen tun.

    Besonders auffällig ist in der Erhebung die ungleiche Belastung der Schulformen. Haupt-, Real- und Gesamtschulen hätten häufig einen weitaus höheren Ausfall an Schulstunden zu beklagen als die Gymnasien. Auch hier in der Region zeigen sich solche Diskrepanzen. Dies bestätigen auch die Zahlen für Radevormwald. Für mich ist die Erhebung daher ein eindeutiges Indiz dafür, dass NRW umgehend einen echten schulscharfen Sozialindex benötigt. Dieser zeigt anhand eindeutiger Indikatoren, wo Geld, Lehrkräfte und multiprofessionelle Teams am dringendsten gebraucht werden. Denn Kinder mit größeren Bildungsnachteilen brauchen mehr individuelle Förderung.

    Darüber hinaus macht sich die SPD-Fraktion für die Einführung der Entgeltstufe A13 als gleiches Einstiegsgehalt für Lehrkräfte aller Schulformen stark. Eine Grundschullehrerin verdient aktuell zum Berufseinstieg etwa 640 Euro weniger pro Monat als ihre Kollegin am Gymnasium. Das ist ungerecht und macht andere Schulformen im Vergleich zu Gymnasien unattraktiv. Die Regierungsfraktionen in Düsseldorf lehnen den Vorstoß für eine Anpassung der Gehälter bislang allerdings ab.

    Wir werben für einen echten Neustart in der Bildungspolitik von Nordrhein-Westfalen. Wir müssen das System neu aufstellen. Davon profitieren die Schülerinnen und Schüler auch hier vor Ort. Dazu gehört  neben einer massiven Personaloffensive auch eine Überprüfung der Bildungsinhalte durch eine Expertenkommission sowie ein New Deal für eine zukunftssichere Finanzierung des Bildungssystems. Wir brauchen neue Verabredungen darüber, welchen Beitrag die verschiedenen Ebenen – und auch der Bund – dauerhaft für die Bildung in unserem Land leisten sollen. Es geht darum, alle Kraft darauf zu konzentrieren, dass jedes Kind einen Schulabschluss erhält, mit dem es anschließend eine qualifizierte Berufsausbildung machen kann.

    Die vollständige Antwort auf unsere Kleine Anfrage gibt es unter diesem Link: Antwort Kleine Anfrage 16117.

    Und unser Leitantrag zum Thema Bildung und Familie lässt sich hier herunterladen: MMD17-13777.

    Schulform Schule Unterrichtsausfallquote

    Schuljahr 2018/19

    Unterrichtsausfallquote

    Schuljahr 2019/20

    Grundschulen KG Lindenbaum 3,6 % 2,5 %
    GG (Verb,) Berghof 1,3 % 0,2 %
    GG Stadt 3,4 % 2,8 %
    Hauptschulen GH Geschwister-Scholl-Schule 4,3 %
    Sekundarschulen SK Hermannstraße 5,7 % 5,5 %
    Realschulen RS Hermannstr. 4,3 % 3,8 %
    Gymnasien Gym Theodor-Heuss 5,1 % 3,7 %
  • Zu Gast in Deutschlands zweitältester Jugendherberge in Radevormwald

    Zu Gast in Deutschlands zweitältester Jugendherberge in Radevormwald

    Foto: Büro Sven Wolf

    Herbergsleiterin Claudia Weber kümmert sich bereits seit über 20 Jahren um das Wohl ihrer Gäste. Dabei blickt sie einerseits auf viele schöne Erinnerungen zurück. Andererseits macht ihr die noch immer andauernde Corona-Pandemie große Sorgen. Am vergangenen Donnerstag traf ich mich deshalb mit Claudia Weber und Bernd Christian Claessen, dem Regionalleiter des Deutschen Jugendherbergswerks Rheinland, zu einem Rundgang durch die Jugendherberge in Radevormwald.

    Die vergangenen Monate im Lockdown waren nicht einfach für Deutschlands zweitälteste Jugendherberge, wie Claudia Weber mir schilderte: „Normalerweise ist unsere Herberge gut belegt. Im Hof spielen die Kinder. Jetzt ist alles wie leer gefegt. Das macht mich schon traurig.“, so Claudia Weber.

    Bald wird auch die Jugendherberge in Radevormwald endlich wieder öffnen können. Ich bin mir sicher, dass dann auch bald wieder Leben in die Jugendherberge einkehren wird. Denn die Jugendherbergen sind viel mehr als nur ein Ort zum Übernachten, wie auch Bernd Christian Claessen betonte: „Was nehmen wir denn am Ende mit aus unserer Schulzeit? Es sind doch vor allem die persönliche Entwicklung, die gemeinsamen Ausflüge und Klassenfahrten, an die wir uns erinnern, und nicht unbedingt Lateinvokabeln oder Matheformeln“.

    Damit die Jugendherbergen weiterhin ein geschützter Ort bleiben, in dem die Jugendlichen und Kinder Teamarbeit, ihre Persönlichkeit und soziale Kompetenzen entwickeln können, sind vor allem auch wir als Politik gefragt. Es gilt, Anreize zu schaffen und für eine finanzielle Unterstützung zu sorgen, damit die Wiederaufnahme des Betriebs nach Corona auch gelingt.

  • Corona-Notbremse für den Oberbergischen Kreis

    Corona-Notbremse für den Oberbergischen Kreis

    Foto: Alexandra Koch auf Pixabay

    Es ist kaum zu glauben, dass seit Montag die Schulen wieder öffnen, ohne dass dafür die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind. Selbst die Schulministerin kann nicht garantieren, dass es in der kommenden Woche zu flächendeckenden Testungen an den Schulen kommt. Dass die Landesregierung hierbei so viel Zeit verschlafen hat und keinerlei Vorbereitungen für eine funktionierende Testinfrastruktur getroffen hat, ist ein echtes Versäumnis und geradezu fahrlässig.

    Vor allem sollte die Landesregierung die Ängste und Sorgen vor Ort auch ernst nehmen. Wenn eine Kommune für sich entscheiden will, bei nicht vorhandenen Tests und steigenden Inzidenzwerten über 100 die weiteren Schulöffnungen vorerst noch auszusetzen, dann sollte sie im Sinne der aktuell geltenden Beschlüsse diesen Bedenken auch stattgeben.

    Bedauerlicherweise ist im Oberbergischen Kreis genau das Gegenteil passiert. Die Schulleitungen der Oberbergischen Gymnasien hatten sich zunächst mit der Bitte an Landrat Jochen Hagt gewandt und Ihr Besorgnis anlässlich einer Ausweitung des Präsenzunterrichtes geäußert. Als der Oberbergische Kreis dieses Anliegen an das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales herantrug, lautete die unmissverständliche Antwort, dass Schulschließungen erst als letztes, unausweichliches Mittel der Pandemiebekämpfung in Betracht kämen.

    Einmal mehr zeigt sich auch im Oberbergischen Kreis, dass diese Landesregierung nicht vorausschauend handelt und nicht adäquat auf die berechtigten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort eingeht.

    Der Handlungsbedarf ist also groß. Der Landtag muss daher umgehend zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über die nötigen Konsequenzen aus den aktuellen Entwicklungen zu beraten. Wir müssen jetzt gemeinsam dafür sorgen, das Vertrauen der Bevölkerung in die Maßnahmen zu stärken. Vor allem müssen wir unsere Anstrengungen beim Testen massiv intensivieren. Solange wir nicht impfen können, müssen wir mehr testen, testen, testen.

  • Antwort auf Kleine Anfrage zu flexiblen Impfangeboten für den Oberbergischen Kreis. Nun muss der Landrat agieren!

    Antwort auf Kleine Anfrage zu flexiblen Impfangeboten für den Oberbergischen Kreis. Nun muss der Landrat agieren!

    Foto: whitesession auf Pixabay

    Auf der Suche nach klugen Lösungen sieht er vor allem die kommunale Ebene in der Pflicht. Landrat Jochen Hagt kann sich also nicht weiter darauf berufen, dass ihm wegen des Ministeriums leider die Hände gebunden seien.

    Noch in der kürzlich vom Landrat herausgegebenen „Jahreswertung der Infektionslage im Oberbergischen Kreis SARS-CoV-2“, in der der Landrat auch einen Ausblick auf das Jahr 2021 gibt, heißt es:

    „Auf ausdrückliche Weisung des Ministeriums kann zum jetzigen Zeitpunkt im Oberbergischer Kreis kein weiteres Impfzentrum öffnen, darüber hinaus bleibe abzuwarten, ab wann mit der dezentralen Impfung begonnen werden könnte.“

    Die Bemühungen der Landrätinnen und Landräte aus anderen Kreisen, wie etwa aus Siegen-Wittgenstein, zeigen jedoch vor allem eins: Man hätte im Oberbergischen Kreis schon viel weiter sein können, wäre der Landrat beharrlicher gewesen.

    Das ist sehr schade, denn so wurde kostbare Zeit vertan. Ich hoffe deshalb sehr, dass der Landrat nun nachziehen und möglichst schnell konkrete Vorschläge für eine dezentrale Lösung liefern wird.

  • SPD will regionale Brauereien in der Krise unterstützen

    SPD will regionale Brauereien in der Krise unterstützen

    In Nordrhein-Westfalen existieren insgesamt ca. 150 Brauereien. Diese unterscheiden sich nach Größe und Umsatz stark voneinander. Kleinstbetriebe und mittelständische Brauereien arbeiten oft mit der Gastronomie vor Ort zusammen. Der Ausfall von Schützenfesten und des Karnevals hat sie in der Pandemie besonders hart getroffen. Es sind gerade die regionalen Brauereien, die das Heimatgefühl und die lokale Identität besonders stärken. Das gilt auch für das Remscheider Bräu, das als beliebter Treffpunkt der Remscheiderinnen und Remscheider nicht mehr wegzudenken ist. Die Brauereien im Land sichern Arbeitsplätze vor Ort und bedeuten Steuerkraft für die Kommunen. Deshalb ist es so wichtig, dass ihnen jetzt geholfen wird.

    Da in der Brauereibranche auch nach dem Lockdown keine Nachholeffekte möglich sind, wäre eine Erstattung der Biersteuer gerechtfertigt. Mit einer dreijährigen Erstattung der Biersteuer, also einer Wirtschaftshilfe in Höhe von rund 20 Millionen Euro aus dem NRW-Rettungsschirm, wäre vielen Unternehmen der mittelständischen Brauwirtschaft geholfen. So können wir die regionale Vielfalt der heimatverbundenen Brautradition in NRW erhalten. Die SPD-Fraktion wird hierzu einen entsprechenden Antrag in den Landtag einbringen.

    Dieser Vorstoß findet auch die Unterstützung bei Baran Dogan, dem Geschäftsführer des Remscheider Bräu:

     

    „Im Jahr 2019 haben wir noch deutlich mehr Bier gebraut. Dabei schenken wir rund ein Drittel unseres Bieres bei Events oder Stadtteilfesten aus. Die Biersteuer fällt da schon sehr ins Gewicht“, sagt Baran Dogan.

     

    Die Corona-Pandemie ist für viele Unternehmen existenzbedrohend. Besonders die Gastronomie und Hotellerie leiden hierunter seit gut einem Jahr. Auch die kurze Öffnung im Sommer 2020 hat keine nennenswerte Erholung gebracht. Als der Teil-Lockdown kam, wurde der Gastronomie ein Umsatzausgleich in Höhe von 75 Prozent zugesagt. Das sollte auch für die Lieferpartner gelten, sofern sie 80 Prozent ihres Umsatzes mit der Gastronomie machen. Durch die noch vorhandenen Umsätze im Lebensmittel- und Getränkehandel sind Braueiern von diesen Hilfen jedoch bis heute ausgeschlossen. Vor allem regional ausgerichtete und familiengeführte Mittelstandsbrauereien sind hiervon betroffen. Die SPD macht sich deshalb dafür stark, dass ihnen jetzt schnellstmöglich geholfen wird.