Kategorie: Allgemein

Unsortierte Beiträge zu verschiedenen Themen.

  • Politiker haben keinen Zauberstab

    Politiker haben keinen Zauberstab

    Auch bei den Fragen waren die Schülerinnen und Schüler sehr gut vorbereitet. Sogar über den Bundestag und die Koalitionsverhandlungen waren die Kinder gut informiert. „Wollten Sie denn schon immer Politiker werden“, wollten die Kinder wissen. „Politiker bin ich geworden, weil ich glaube, dass wir als Politikerinnen und Politiker helfen können, die Welt ein bisschen besser zu machen“, erklärte Sven Wolf den Schülerinnen und Schülern. Aber zaubern könnten Politikerrinnen und Politiker nicht, meinte Wolf. „Nicht so wie Harry Potter.“ Den kannten alle und fast alle hatte eine Lieblingsfigur. „Meine ist Professor Dumbledore“, bekannte Sven Wolf.

    „Aber ursprünglich wollte ich werden, was viele Kinder wollen – nämlich Feuerwehrmann!“ Auf die Frage, wer auch mal zur Feuerwehr möchte, hob eines der Mädchen den Arm. „Das finde ich gut! Andere Menschen retten, ist etwas ganz Tolles“, meinte Sven Wolf. „In Remscheid haben wir auch eine Frau als Leiterin der Feuerwehr.“

    Danach wollte er mal Pfarrer werden, weil er gerne redet, erzählt Wolf. „Manchmal darf ich auch jetzt in der Kirche reden – letztens habe ich bei der Konfirmation den Jugendlichen etwas Ermutigendes sagen dürfen“. Und er zitierte aus dem Korintherbrief Kapitel 16 Vers 13: „Seid wachsam, steht fest im Glauben, seid mutig, seid stark!“

    Und dann war er aber doch Rechtsanwalt geworden, erzählt Sven Wolf. Einer der Schüler fasste dann mal eben aus dem Stehgreif zusammen, was ein Rechtsanwalt macht. „Besser hätte ich es nicht erklären können“, lobte Sven Wolf. Auch zum Politikeralltag und zu den Parteien gab es viele Fragen.

    „Ich hoffe, alle nehmen einen lebendigen Eindruck mit und verstehen ein wenig besser, wofür ein Landesparlament da ist.“

  • Anouk Rüsche: „Mein Praktikum bei Sven Wolf“

    Anouk Rüsche: „Mein Praktikum bei Sven Wolf“

    Die Zeit, die ich bei Sven im Landtag verbringen durfte, war eine äußerst wertvolle und prägende Erfahrung für mich. Ich hatte zu Beginn noch keine konkrete Vorstellung von dem, was mich in den drei Wochen alles erwarten würde. Schon lange interessiere ich mich für Politik und hatte nun die Gelegenheit, politische Arbeit hautnah mitzuerleben und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Ich konnte viele Eindrücke und viel Wissen sammeln, welches ich so aus der Theorie hätte nie gewinnen können.

    Im Landtag lernte ich, wie vielfältig die Arbeit eines/einer Abgeordneten ist. Kein Tag war wie der andere. Meine Aufgaben umfassten die Begleitung von Ausschusssitzungen, wie etwa des Untersuchungs- und des Rechtsausschusses, sowie die von Plenarsitzungen und Fraktionssitzungen. Dabei konnte ich nicht nur live dabei zusehen, wie politische Entscheidungen getroffen und debattiert wurden, sondern bekam dadurch auch einen Einblick darin, wie politische Prozesse Schritt für Schritt ablaufen und welchen Herausforderungen sich die Landespolitik stellen muss. Ebenfalls bekam ich einen Eindruck von der Arbeit innerhalb einer Fraktion, als auch einen von dem Austausch mit anderen. Besonders spannend war es, bei der Plenarsitzung mitzuerleben, wie leidenschaftlich und kontrovers die Abgeordneten über Themen diskutieren – dabei prallten oft unterschiedliche Standpunkte aufeinander.

    Vor den verschiedenen Sitzungen bekam ich die Möglichkeit, zu den dort aktuell diskutierten Themen zu recherchieren und mich in die Thematik reinzuarbeiten. Die Analyse von Anträgen, Gesetzentwürfen, Redebeiträgen, sei es von Abgeordneten oder Sachverständigen, hat mir besonderen Spaß gemacht und war für mich von besonderem Interesse, da sie mir ermöglichte, tiefer in politische Fragen einzutauchen und mir so im Zusammenhang mit der Sitzung diverse Sichtweisen und Argumentationsgrundlagen dargelegte. Mir ist bewusst geworden, wie detailliert politische Entscheidungen vorbereitet und wie sorgfältig politische Arbeit gestaltet werden muss.

    Nicht nur im Landtag durfte ich Sven und seinem Team bei verschiedensten Aufgabenbereichen über die Schulter schauen, sondern auch bei Terminen im Wahlkreis. Zum Beispiel war ich mit beim Vorlesetag in der Grundschule dabei, und war zum 9. November bei zwei Gedenkveranstaltungen – der Veranstaltung der Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall und derjenigen der Jusos Remscheid. Da ich mich unter anderem sehr für Geschichte interessiere, war dies ebenfalls eines der vielen Highlights für mich.

    Bei den Außenterminen habe ich gelernt, wie wichtig Transparenz und Austausch mit Bürger*innen in der Politik ist, vor allem, um Vertrauen zu gewinnen und dieses zu bewahren. Dass es von Bedeutung ist, auf die Wähler*innen zuzugehen, ihnen zuzuhören und auf ihre Anliegen einzugehen. Durch das Arbeiten in den Bereichen Social Media und Öffentlichkeitsarbeit – also beim Erstellen von Videos und Fotos, Verfassen von Berichten und Pressemitteilungen – ist mir unter anderem deutlich geworden, wie wichtig die Darstellung von politischer Arbeit nach außen ist, um diese Transparenz zu schaffen.

    Darüber hinaus konnte ich auch viel im und über den Bereich der Rechtswissenschaften lernen. Ein Themengebiet, für das mein Interesse zuvor nur minimal vorhanden war, was sich im Laufe dieser drei Wochen jedoch stark geändert hat. Als ich Sven fragte, was seine Motivation dahinter war, das Jurastudium anzutreten und in die Politik zu gehen, lautete seine Antwort kurz und knapp: „Ich möchte Menschen helfen.“ Dies hat nicht nur meine Sichtweise auf das Studium der Rechtswissenschaften verändert, sondern mich auch persönlich inspiriert, sowie motiviert, mich in Zukunft politisch mehr zu engagieren.

    Das Praktikum war für mich daher nicht nur nur eine berufliche Erfahrung, sondern auch eine persönliche Bereicherung. Deshalb bin ich sehr dankbar für die Möglichkeit, diese Erfahrung einmal gemacht haben zu dürfen, und bedanke mich herzlich bei Sven und dem gesamten Team dafür, dass sie mich so offen und freundlich aufgenommen haben. Besonderer Dank geht dabei an Danielle, die im Landtagsbüro tätig ist und mit der ich viel Zeit verbringen durfte. Allen Politik-Interessierten kann ich ein Praktikum in einem Abgeordneten-Büro nur empfehlen, denn ich gehe mit vielen neuen Ideen und Eindrücken aus diesem hervor.

  • Jugendliche schlüpfen in die Rolle von Landtagsabgeordneten

    Jugendliche schlüpfen in die Rolle von Landtagsabgeordneten

    Foto: Danielle Behmenburg

    Im Jugendlandtag versetzen sich Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren in die Rolle eines Abgeordneten. Drei Tage lang diskutieren sie über politische Themen in Fraktionen, Ausschüssen, und Anhörungen, dabei bereiten sie sich auf den Höhepunkt, die Plenarsitzung vor.

    Der Landtag nimmt die Jugendlichen ernst und die im Jugendlandtag verabschiedeten Anträge werden nun an den Hauptausschuss weitergeleitet. Die intensiven Tage im Parlament hätten die jungen Menschen zu Botschaftern und Botschafterinnen der Demokratie gemacht, so der Landespräsident André Kuper, mit denen sich die Jugendlichen unter anderem austauschen konnten. Ebenfalls Teil des Programms ist der Parlamentsabend, auf dem eine Vielzahl an Aktivitäten angeboten wird, wie Kicker, Dart, oder Tischtennis etc., begleitet von Live Musik. Hier hatten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Gelegenheit, sich untereinander und die Abgeordneten besser kennenzulernen, sowie in einen Austausch mit der Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Dr. Barbara Dauner-Lieb zu treten.

    Dieses Jahr standen die Themen „Mehr Praxisnähe und Finanzbildung in der Schule“ und „Mentale Gesundheit“ ganz oben auf der Agenda. Aber auch die Radikalisierung von jungen Menschen über Social-Media-Kanäle hat den Jugendlandtag beschäftigt und wurde ganz zu Beginn im Rahmen einer Aktuellen Stunde diskutiert.

    Ich möchte mich herzlich bei Philip Schulze, Mitglied der Jusos Remscheid,  bedanken, der mich in diesem Jahr vertreten hat. Er sagt, er habe die Simulation der echten Arbeit eines Landtagsabgeordneten als äußerst realistisch empfunden und habe dabei viel lernen können. Besonders die Zusammenarbeit in den Ausschüssen mit den anderen Fraktionen habe ihm wertvolle Einblicke in die unterschiedlichen politischen Positionen gegeben, sowie ein besseres Verständnis für diese. Dadurch verstehe er nun besser, warum politische Entscheidungsprozesse manchmal so lange dauern können. „Es war eine insgesamt tolle Erfahrung. Der Zusammenhalt in der SPD-Jugendlandtagsfraktion war super und ich konnte tolle Menschen kennenlernen.“, lautet Philips Fazit.

    Text: Unsere Praktikantin Anouk Rüsche

  • Know-How-Transfer der WiJus: Christian Engels begleitete mich im Landtag

    Know-How-Transfer der WiJus: Christian Engels begleitete mich im Landtag

    Fotos: Danielle Behmenburg, Landtagsfraktion

    Von Dienstag bis Mittwoch waren die Wirtschaftsjunioren NRW bei den Landtagsabgeordneten im Landtag zu Besuch. Bei dem jährlich stattfindenden Know-How-Transfer geht es erstens um einen Einblick in den Abgeordneten-Alltag mit einer Teilnahme an Plenarsitzung und Terminen. Zum zweiten findet ein intensiver Austausch in Gesprächen und Diskussionen über die Landes- und Wirtschaftspolitik statt.

    Christian Engels, Sprecher der Wirtschaftsjunioren Remscheid, hat mich in diesem Jahr begleitet. Er ist Leiter Finanzen & Organisation bei dem Remscheider Unternehmen Paul Schulte Gebäudedienste.

    „Das Ziel der ehrenamtlichen Arbeit der Wirtschaftsjunioren ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu sichern und eine höhere Akzeptanz für unternehmerisches Handeln zu erreichen“, erläutert Christian Engels. „Für mich waren das zwei tolle Tage. Spannend, bei einer Fraktionssitzung dabei zu sein und zu schauen, was diskutiert wird und wie die Themen diskutiert werden.“

    Eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik halte ich für wichtig und notwendig. Für mich ist aber auch der Blick in den Berufsalltag in den Unternehmen wichtig. Im Januar werde ich den Gegenbesuch machen und einen Tag Christian Engels bei seiner Arbeit begleiten und ihm über die Schulter schauen. Darauf freue ich mich jetzt bereits.

     

  • Landtagsabgeordneter wird Schirmherr bei der DLRG Lindlar e.V.

    Landtagsabgeordneter wird Schirmherr bei der DLRG Lindlar e.V.

    Foto: Thomas Wunsch

    Er ist seit 2010 Mitglied der SPD-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen und vertritt den Wahlkreis 36 (Remscheid Oberbergischer Kreis III) Sven Wolf. Anfangs rechtspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, ist der 48-jährige seit 2022 im Vorstand der Fraktion der Justiziar. Bevor Sven Wolf Landtagsabgeordneter wurde, war er nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln als Rechtsanwalt in Remscheid tätig. Mit der Kommunalpolitik ist er tief verwurzelt. Seit 1999 ist der SPD-Politiker Ratsmitglied in der Stadt Remscheid und leitet seit 2014 dort auch die Ratsfraktion. Er ist unter anderem Mitglied der Gewerkschaft ver.di, der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und jetzt auch in der Ortsgruppe der DLRG in Lindlar.

    Gerne unterstütze ich einen neuen Verein, der sich mit so viel starkem ehrenamtlichen Einsatz ins Zeug legt, antwortet Sven Wolf auf die Frage, warum er der Einladung, Schirmherr zu werden, zustimmte. Selbst leidenschaftlicher Schwimmer, wünscht er sich, dass die Kinder spätestens mit Abschluss der Schulausbildung sicher schwimmen können. Dazu leistet die DLRG einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Wasser, sagt der SPD-Politiker und fügt hinzu, dass darüber hinaus auch Wissen und Mut vermittelt werden müssen, andere Menschen aus dem Wasser retten zu können. Ich möchte dabei helfen, dieses weiterzutragen, so Wolf.

    Doch auch im Bereich Katastrophenschutz nehme laut Wolf die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft einen wichtigen Platz ein und nennt als Beispiel die Hochwasserkatastrophe 2021 im Ahrtal, wo die DLRG mit ihren Wasserrettungszügen großartige Arbeit geleistet hat. Das ist bei uns in der Landespolitik angekommen, bestätigt Sven Wolf und fordert, dass die Finanzierung dieser Arbeit mit Landesmitteln verbessert werden muss.“ „Eine faire Finanzierung wie bei den freiwilligen Feuerwehren wäre ein starkes Signal, sagt er weiter. Bis heute ist er tief beeindruckt und bewegt von den Erzählungen und Berichten über die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer beim Jahrhunderthochwasser. Die Dankbarkeit und der Respekt gegenüber den Helfern sei auch nach vielen Monaten noch spürbar. Diese sollten wir pflegen, meint der Landespolitiker.

    In der jetzigen Zeit treibt unsere Gesellschaft an manchen Stellen auseinander, dabei ist Zusammenhalt so wichtig, sagt Sven Wolf. Und da seien die vielen Vereinen eine wichtige Stütze, sich ehrenamtlich einzubringen. Das will ich gerne unterstützen, fügt er hinzu und sagt weiter: Als Schirmherr der DLRG Ortsgruppe Lindlar möchte ich die Botschaft an die Gemeinschaft richten, dass die Gesellschaft dankbar sein sollte für das ehrenamtliche Engagement der Menschen.Die DLRG sei eine starke und engagierte Gemeinschaft und richtet folgende Worte in Richtung ihrer Mitglieder: Hört nicht auf junge Menschen zu begeistern, denn Schwimmen macht Spaß und hält fit. Ich glaube, dass junge Menschen heute einen anderen Blick auf die eigene Fitness haben. Das ist toll und macht im Verein am meisten Spaß! Wer sich mehr zutraut, der sollte auch lernen andere zu retten. Denn keiner weiß, wann wir selbst einmal Hilfe brauchen.

  • Wanderausstellung „Willy Brandt – Freiheitskämpfer, Friedenskanzler, Brückenbauer“

    Wanderausstellung „Willy Brandt – Freiheitskämpfer, Friedenskanzler, Brückenbauer“

    Willy Brandt konnte beides: Großes leisten und auch inmitten der Menschen bodenständig bleiben. Sein Kniefall in Warschau hat Millionen bewegt, seine Entspannungspolitik war prägend. Aber er war auch der Mann an der Violine mit der Zigarette im Mund, der im Kreis der Freunde in der Sonne und am Lagerfeuer saß.

    Willy Brandt hat viele junge Menschen fasziniert und dazu gebracht, sich politisch zu engagieren und in die SPD einzutreten. Der Slogan „Willy wählen“ auf den orangenen Buttons ist noch heute vielen in lebhafter Erinnerung.

    Die Ausstellung macht deutlich, wie aktuell und drängend auch heute immer noch die Themen sind, für die er sich einsetzte: Freiheit, Frieden, Demokratie, Gerechtigkeit und die Verständigung und Versöhnung unter den Völkern.

    Sie zeigt den Politiker als Staatsmann, als Menschen und als Visionär. Sie wirft ein Licht auf einzelne Lebensabschnitte und Amtsperioden und auf politischen Grundwerte – mit vielen Fotos, Objekten, interaktiven Elementen sowie Film- und Tonaufnahmen

  • Abschaffung der Straßenausbaubeiträge: CDU und Grüne lehnen Härtefallfonds ab

    Abschaffung der Straßenausbaubeiträge: CDU und Grüne lehnen Härtefallfonds ab

    CDU-Kommunalministerin Ina Scharrenbach hat über fünf zähe Jahre gebraucht, ein Gesetz zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge vorzulegen. Diesen Zeitraum hätte es bei weitem nicht gebraucht, wenn die CDU mit ihrer Ministerin nicht unnötige Abwehrkämpfe geführt hätte. Die gab es nur, weil sie eigentlich gar nichts von der Abschaffung halten.

    Wir haben immer gesagt, dass die Straßenausbaubeiträge abgeschafft werden müssen. Nachdem die Landesregierung lange an den ungerechten und bürokratischen Straßenausbaubeiträgen festgehalten hat, hat sie dann ein verfassungsrechtlich fragwürdiges Gesetz verabschiedet – mit noch mehr Bürokratieaufwand für die Städte. Wir haben nicht klein beigegeben und weiter für die Abschaffung gekämpft.

    Dass die Straßenausbaubeiträge jetzt endlich der Vergangenheit angehören, ist dem Druck vieler Menschen zu verdanken, die sich in Bürgerinitiativen und in der erfolgreichsten Volksinitiative des Landes engagiert haben. Auch hier in Radevormwald ist das ein großes Thema gewesen. Bei der Sanierung der Bahnstraße in Radevormwald ging es noch glimpflich aus wegen des Förderprogramms.

    Das Tragische an dem schwarz-grünen Gesetzentwurf ist, dass viele der Menschen, die den Erfolg erst möglich gemacht haben, von der Abschaffung selbst gar nicht profitieren werden. Denn der von der Landesregierung gewählte Stichtag schließt eine Vielzahl von Menschen aus.

    Wer beim Stichtag Pech hat, wird zahlen müssen. Das ist eine große Ungerechtigkeit. Und die wollten wir nicht akzeptieren. Deswegen haben wir einen Härtefallfonds vorgeschlagen, wie ihn auch die Eigentümerverbände nach bayerischem Vorbild gefordert haben. Damit hätte man die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge auf der Zielgeraden vervollständigen können. Die letzten Meter zu einer echten Abschaffung wollten CDU und Grüne jedoch leider nicht gehen.

    Hintergrund:

    In der Plenarsitzung am 28. Februar hat der Landtag abschließend den Gesetzentwurf der schwarz-grünen Koalition zur Abschaffung der Beiträge für den Ausbau kommunaler Straßen im Land Nordrhein-Westfalen beschlossen. Zur Abstimmung stand auch der Änderungsantrag der Fraktionen der SPD und der FDP, mit dem beide Fraktionen einen Härtefallfonds für die Anliegerinnen und Anlieger einführen wollte, deren Straßensanierung vor dem 1. Januar 2018 beschlossen wurde.

  • Landesregierung bleibt bei Anhebung der Altersgrenze bei der Feuerwehr

    Landesregierung bleibt bei Anhebung der Altersgrenze bei der Feuerwehr

    Die Pläne der schwarz-grünen Koalition hatten bereits im letzten Jahr für heftige Unruhe bei den Feuerwehren gesorgt. Zur Demo kamen viele nach Düsseldorf. Auch wir waren entsetzt. Eine 48-Stunden-Woche, jahrzehntelange Schichtarbeit, Einsätze an Sonn- und Feiertagen sowie enorme körperliche und psychische Belastungen sind die Regel. Trotzdem will CDU-Innenminister Reul die Altersgrenze für die Feuerwehr heraufsetzen. Das ist ein Schlag ins Gesicht eines ganzen Berufsstandes.

    Im November habe ich ausführlich mit Vertreterinnen und Vertretern der Remscheider Feuerwehr gesprochen, die mir bei dieser Gelegenheit auch die Protestschreiben von ver.di und komba überreicht haben.

    Wir kämpfen weiter gemeinsam mit den Feuerwehren und den Gewerkschaften gegen die Anhebung der Altersgrenze – die 60 muss bleiben. Junge Menschen überlegen es sich dreimal, ob sie mit dieser Aussicht bei der Feuerwehr anfangen oder nicht lieber einen anderen Weg einschlagen. Es braucht vielmehr eine Attraktivierung des Öffentlichen Dienstes.

    Wir fordern die schwarz-grüne Koalition auf, diese Pläne zur Anhebung der Altersgrenze nicht weiter zu verfolgen. Wer im Schichtdienst immer wieder sein Leben riskiert und in einer 48-Stunden-Woche extremen Belastungen ausgesetzt ist, der muss auch weiterhin die Möglichkeit erhalten, mit Vollendung des 60. Lebensjahres in den Ruhestand zu gehen.

    Hintergrund:

    Die NRW-Landesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Anhebung der Altersgrenze der Beamtinnen und Beamten der Feuerwehren jetzt in den Landtag eingebracht. Der Gesetzentwurf sieht wie bereits der Referentenentwurf von Mitte des vergangenen Jahres eine Anhebung der Altersgrenze in der Laufbahngruppe 1 auf das 61. Lebensjahr und in der Laufbahngruppe 2 auf das 62. Lebensjahr vor.

  • PM: Das Klimageld muss schneller kommen

    PM: Das Klimageld muss schneller kommen

    Foto: pixabay – AlexanderStein
    Hierzu erklären Jochen Ott, Vorsitzender, und Alexander Vogt, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    Jochen Ott:

    „Der gestiegene CO2-Preis ist eine enorme Belastung für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Heizen und Tanken werden immer teurer. Jetzt müssen auch diejenigen entlastet werden, die keine Wärmepumpe gefördert bekommen. Dafür ist das Klimageld gedacht – und so ist es auch fester Bestandteil des Koalitionsvertrags im Bund für diese Legislaturperiode. Wir halten die Pläne, das Klimageld erst bis spätestens 2027 einzuführen, deshalb für falsch. Dieser Zeitpunkt ist viel zu spät und muss überdacht werden. Einmal mehr zeigt sich, dass die Schuldenbremse zum Bremsklotz für eine sozial gerechte Gestaltung der Energiewende wird. Sie muss dringend reformiert werden.“

    Alexander Vogt:

    „Die Idee des Klimagelds ist ein Musterbeispiel für sozialdemokratische Politik. Davon würden vor allem Menschen mit kleinerem und mittlerem Einkommen profitieren, die eine kleine Wohnung oder kein Auto haben. Ihnen jetzt zu signalisieren, dass sie in dieser Legislaturperiode diese Entlastung nicht bekommen sollen, ist ein Unding. Wir fordern Bundesfinanzminister Lindner auf, noch bis zum Frühjahr seine Pläne zu überarbeiten und einen konkreten Vorschlag für die Umsetzung vorzulegen. Das Klimageld muss kommen – und zwar schnell.“

  • „Das Chaos mit der S7 und der RE47 findet kein absehbares Ende.“

    „Das Chaos mit der S7 und der RE47 findet kein absehbares Ende.“

    „Die meisten Bürgeranfragen erhalte ich mittlerweile zum Thema ÖPNV. Gerade als man sich in Remscheid über die Direktverbindung nach Düsseldorf gefreut hat, ging es auch schon mit den Zugausfällen los.“, so Wolf. „Die Menge an Zugausfällen, die es dieses Jahr gab, ist extrem groß. So groß, dass mich immer häufiger verzweifelte Beschwerden erreichen.“

    „Diese habe ich mir erneut zum Anlass genommen, um beim VRR nachzuhaken. Inzwischen habe ich auch eine Rückmeldung erhalten, mit erschreckenden Zahlen.“, erklärt der Landtagsabgeordnete. „Demnach seien in den letzten Monaten gut 20% der S7-Fahrten und über 50% der RE47-Fahrten ausgefallen.“

    Sven Wolf: „Für die nahe Zukunft gibt es leider auch keine guten Aussichten, denn im Dezember werden voraussichtlich sowohl S7 als auch RE47 aufgrund einer Baustelle zwei Wochen lang nicht verkehren. Es ist unverständlich, wieso es seit Jahren nicht möglich erscheint, dafür zu sorgen, dass der Bahnverkehr in Remscheid verlässlicher wird.“