Schlagwort: Studium

  • Niklas Einblick in die Politik

    Niklas Einblick in die Politik

    Foto: Daniel Behmenburg

    Zwei Wochen lang durfte ich Sven bei seiner Arbeit als Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Remscheider SPD-Ratsfraktion begleiten und habe dabei einen vielfältigen Einblick erhalten.

    Vom 19. bis 30. September habe ich ein freiwilliges zweiwöchiges Praktikum bei Sven absolviert.

    Dabei durfte ich z.B. an Fraktionssitzungen, Vorgesprächen, Plenarsitzungen, Ausschusssitzungen und einer Sitzung des Untersuchungsausschusses zur Hochwasserkatastrophe mit Expertenanhörung teilnehmen.

    Davon abgesehen habe ich auch die Arbeit der Ratsfraktion begleitet und dazu auch eine eigene Anfrage für eine Sitzung der Bezirksvertretung geschrieben, war mit Sven bei einer Sitzung des Hauptausschusses des Stadtrats, primär zum Thema Gas-/Energiekrise (inklusive der Verabschiedung einer Resolution der demokratischen Parteien zum Stopp der Gasumlage).

    Wir haben die Kaffeerösterei Rigano besucht und darüber auch einen Beitrag in den social media veröffentlicht. Auch die Geschichts-AG der Sophie-Scholl-Gesamtschule, wo Sven einen Vortrag zum Thema Widerstand gegen den Nationalsozialismus, seine Familiengeschichte und den NSU-Untersuchungsausschuss hielt.

    Ich durfte im Rahmen der Ratsarbeit mit der SPD-Ratsfraktion das Unternehmen Steinhaus besuchen und ich habe die Arbeit der Mitarbeitenden von Sven kennenglernt (Korrespondenz, Post, Terminplanung, Verfassen von Glückwunschschreiben, Aktenmanagement usw.).

    Ein anderer spannender Termin war der Besuch der Eisenwarenmesse in Köln mit Sven, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, dem Beigeordneten Peter Heinze und Mitarbeitern der Stadt Remscheid von der Wirtschaftsförderung. Anders als in den Jahren zuvor waren nur sehr wenige Remscheider Unternehmen vor Ort und die Hauptthemen der Gespräche mit den Vertretern der Unternehmen waren die Gas- und die Energiekrise. Nichtsdestotrotz schienen die meisten der Unternehmen vor Ort, mit denen wir sprachen, vergleichsweise optimistisch in die Zukunft zu blicken und hatten Vertrauen darin, dass die Politik eine Lösung finden wird.

    Ich fand insbesondere die Sitzung des Untersuchungsausschusses im Landtag wegen der Expertenanhörung sehr interessant, auch weil man als Außenstehender normalerweise nicht viele Details davon mitbekommt und die Arbeit eines Untersuchungsausschusses ziemlich einzigartig ist.

    Insgesamt konnte ich auf direktem Wege erfahren, wie stressig und eng getaktet, aber auch interessant und spannend die Arbeit von Sven ist und habe viel über die praktischen Vorgänge in der Politik auf Landes- und Kommunalebene erfahren, im Gegensatz zur reinen Theorie in meinem Politikwissenschaftsstudium.

    Das Praktikum hat mich weiter dazu motiviert, mich politisch zu engagieren und hat mir einen neuen Blick darauf und auf die Arbeit von Abgeordneten ermöglicht. Dafür bin ich Sven dankbar.

    Neben Sven danke ich auch allen seinen Mitarbeitenden und den Mitgliedern der SPD-Ratsfraktion dafür, dass sie mir diese möglichst umfassenden Einblicke ermöglicht haben und bemüht waren, mir die Hintergründe ihrer Arbeit und der von Sven zu erklären. Jeder Tag des Praktikums war einzigartig und sehr interessant und hat meinen Blickwinkel erweitert.

    Praktikumsbericht von Niklas Fromme

  • Lehrkräftemangel in Nordrhein-Westfalen

    Lehrkräftemangel in Nordrhein-Westfalen

    Foto: Pixabay

    Wie aus heute von IT.NRW veröffentlichten Zahlen hervorgeht, gibt es rund 14 Prozent weniger Lehramtsabsolventinnen und -absolventen als vor zehn Jahren. Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen liegt laut einer aktuellen Statistik des Landesbetriebs IT-NRW im Jahr 2020 bei 6.794. Im Jahr 2010 waren es noch 7.862 Absolventen gewesen. Hierzu erklärt Jochen Ott, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    „Statt der versprochenen ‚weltbesten Bildung‘ legt die Landesregierung kurz vor Ende der Legislatur den nächsten Negativ-Rekord im Schulbereich vor. Gute Bildung steht und fällt mit den Lehrkräften. Doch genau die fehlen in NRW. Das zeigt sich beispielsweise auch beim deutlich gestiegenen Unterrichtsausfall.

    Unsere Schulen leiden unter Personalmangel. Der Landesregierung ist es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, diesem Trend entgegenzuwirken. Im Gegenteil: Zum Ende der Legislatur ist die Bilanz der Landesregierung dramatisch. Bis zum Jahr 2025 werden mindestens 26.000 Absolventinnen und Absolventen allein für das Grundschullehramt fehlen.

    Wir brauchen dringend eine wirksame Personaloffensive, um der drohenden Bildungskatastrophe abzuwenden. Es wäre ein erster wichtiger Schritt, wenn die Landesregierung endlich die versprochene Angleichung der Bezahlung der Lehrkräfte umsetzen würde: Alle Lehrkräfte haben unabhängig von der Schulform eine Bezahlung von A13 verdient. Bislang verdient eine Grundschullehrerin etwa 640 Euro weniger pro Monat als ihre Kollegin am Gymnasium. Das ist schlichtweg ungerecht. Wir müssen außerdem den Seiteneinstieg über alle Schulformen hinweg erleichtern und attraktiver machen. Um mehr Absolventinnen und Absolventen zu bekommen, müssen auch mehr Ausbildungsplätze angeboten werden. Deshalb sollten die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in die erste Phase der Ausbildung von neuen Lehrkräften eingebunden werden.“

  • Wie sieht das Jurastudium von morgen aus?

    Wie sieht das Jurastudium von morgen aus?

    Wir sprechen mit den #Studierenden, Fachschaften, Lehrkörpern der Universitäten und den Verbänden zu den geplanten neuen Regelungen im Juristenausbildungsgesetz JAG NRW.

    Erinnere mich noch gut an mein Studium. Am Anfang wissen, was am Ende wirklich zählt ist wichtig. Dann gelingt das Studium mit Lernen, Praktika und Vorbereitung auch. Bisher heißt Jura-Studium: Viel Stoff in wenig Zeit lernen.

    Dabei dürfen Methodik und rechtsethische und rechtsphilosophische Fragen nicht zu kurz kommen. Denn wir wollen auch morgen Juristinnen und Juristen mit gutem Wissen, klarer Haltung und einem klaren Kompass für unseren Rechtsstaat und unsere Demokratie.

  • Lennard Walker: Mein Verwaltungspraktikum bei Sven Wolf

    Lennard Walker: Mein Verwaltungspraktikum bei Sven Wolf

    Grund für meine Arbeit im Büro des Remscheider Landtagsabgeordneten war das Verwaltungspraktikum, das im Rahmen des Jurastudiums absolviert werden muss.

    Zu meinen Aufgaben zählte unter anderem die Auswertung und Zusammenfassung von Stellungnahmen zu aktuellen Gesetzesentwürfen. Besonders aktuell war in meiner Zeit das Veranstaltungsgesetz, das das Anmelden und Abhalten von größeren Veranstaltungen erleichtern soll und auch die Gemeinden entlasten soll, sowie das neu geplante Polizeigesetz in NRW.

    Sachverständige aus verschiedenen Branchen ließen dem Landtag ihre Einschätzungen, sowohl auf inhaltlicher Ebene, als auch auf juristischer Ebene zukommen. Die oft langen Schreiben mussten dann analysiert werden, so dass klar wird, welche Hauptargumente der Sachverständige für oder gegen einen Gesetzesvorschlag nennt. Dadurch wurde mir bewusst, wie viel kleinteilige Arbeit hinter einem beschlossenen Gesetz steht, das rechtlich und inhaltlich auf sicheren Beinen steht.

    Im Landtag konnte ich Sven Wolf auch mit zu den Ausschüssen begleiten: Hier findet quasi das „Plenum im Kleinen“ statt und die verschiedenen Fraktionen beraten in Fachgremien über Anträge und Gesetzesentwürfe. In den Ausschüssen fanden auch die mündlichen Anhörungen von Sachverständigen statt, so dass offen gebliebene Fragen aus den Stellungnahmen geklärt werden konnten. Außerdem konnte zu einzelnen Sachverhalten die Landesregierung befragt werden und im Anschluss an die Debatten über eine Beschlussempfehlung für das Plenum abgestimmt werden. Passend zu meinem Studium begleitete ich Sven Wolf zum Rechts- und Innenausschuss.

    Einen weiteren großen Teil der Arbeit machten Außentermine aus. So lernte ich Remscheid in meiner Praktikumszeit gut kennen und konnte einige lokalpolitisch, aber auch landespolitisch relevante Veranstaltungen besuchen.

    Zudem kam ich zu Treffen mit der Präsidentin des Sozialgerichtes in Köln, dem Bund Deutscher Kriminalbeamten und der Wasserschutzpolizei mit. Hier erlebte ich die Auswirkungen von politischen Entscheidungen auf die Verwaltung.

    Daneben lernte ich mehr über die Abläufe und Gepflogenheiten des Landtages und traf immer wieder auf Dinge, die ich so zwar in der Theorie innerhalb des Studiums gelernt habe, praktisch jedoch noch nicht erleben konnte.

    Vielen Dank für die tolle Möglichkeit und die spannenden Impressionen, die ich erhalten konnte.

  • Wieder ein Jahr ohne Azubi-Ticket

    Wieder ein Jahr ohne Azubi-Ticket

    Zum Ausbildungsstart fordert der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf die Einführung eines landesweiten Azubi-Tickets.

    „Studierende in NRW haben bereits ein günstiges NRW-Ticket, mit dem sie durch das ganze Bundesland reisen können. Dies sollte auch für Azubis gelten“, so Sven Wolf. „Die Landesregierung hat angekündigt, das Azubi-Ticket einzuführen, aber wieder ist zum Start der Ausbildung nichts passiert. Hier stellt sich die Frage, ob der Ministerpräsident zu seinem Wort steht.“

    Das Ticket würde für Azubis, die oft weniger als die Grundsicherung verdienen, eine deutliche Entlastung darstellen. „Mit welcher Begründung sollen Azubis mit ihrem Ticket ins Ruhrgebiet, aber nicht nach Köln fahren können, Studierende aber schon?“, fragt Sven Wolf und ergänzt: „Gerecht ist das nicht.“

    „Wir fordern von den jungen Menschen mehr Flexibilität bei der Wahl eines Ausbildungsplatzes und, dass sie sich dabei nicht auf die Heimatstadt beschränken müssen. Zudem liegen die Berufsschulen oft in anderen Städten. Der VRR ist auf einem richtigen Weg mit dem YoungTicketPLUS, aber wir brauchen eine NRW-weite Lösung, die von der Landesregierung gefördert wird“, so Sven Wolf.

    „Ich werde mich weiterhin für ein Azubi-Ticket einsetzen. Dafür muss der Druck auf die Landesregierung erhöht werden, denn sonst droht auch dieses Wahlversprechen unter die Räder zu kommen. Dabei danke ich den Jusos und der DGB-Jugend vor Ort und in ganz NRW für die große Unterstützung.“

     

  • Rolle Rückwärts: CDU Schattenfinanzminister kündigt im Falle einer Regierungsübernahme 2 Millionen Euro weniger Zuweisungen für Remscheid an

    Rolle Rückwärts: CDU Schattenfinanzminister kündigt im Falle einer Regierungsübernahme 2 Millionen Euro weniger Zuweisungen für Remscheid an

    Im GFG 2012 sind aktuell 8,4 Mrd. Euro für alle Städte und Gemeinden in NRW vorgesehen und damit die höchste Summe aller Zeiten. Remscheid erhält im GFG 2012 rund 52. Mio Euro an Zuweisungen und damit rund 24,1 Mio. Euro mehr als noch 2010.

    „In unguter und alter Tradition will die CDU offenbar den Griff in die kommunalen Kassen wieder aufleben lassen. Was bedeutet das für unsere Stadt? Das sind rund zwei Millionen weniger Zuweisungen für Remscheid.“ erklärte Landtagskandidiat Sven Wolf sichtlich verärgert. „In den zurückliegenden 20 Monaten ist es der SPD geführten Landesregierung gelungen, den Kommunen und besonders Remscheid wieder die Chance zum Haushaltsausgleich zu geben. Umso wichtiger ist es nun, die Politik der Entlastung der Kommunen konsequent fortzuführen. Hannelore Kraft ist dafür die Garantie.“

    Als erstaunlich bezeichnet Wolf, dass die CDU damit wieder das gebührenfreie Studium und das beitragsfreie dritte Kindergartenjahr in Frage stellt. „Beides wollte Röttgen im Wahlkampf notgedrungen akzeptieren und beibehalten. Nun belegen die Aussagen seines Schattenministers, dass er es mit dieser Kehrtwendung nicht ernst gemeint haben kann.“

  • Will die CDU Studiengebühren/Elternbeiträge wieder einführen?

    Will die CDU Studiengebühren/Elternbeiträge wieder einführen?

    Norbert Römer
    Norbert Römer
    Zur Berichterstattung über die CDU-Pressekonferenz erklärt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Norbert Römer:

    „Die Menschen in unserem Land erwarten von der CDU klare Aussagen. Röttgen, Laumann und Wittke wollen sich allerdings durchmogeln. Ich warne die CDU vor dem Versuch der Wählertäuschung.
    Bei der Debatte über den Haushalt 2012 forderte die CDU noch, Studiengebühren und Elternbeiträge für das letzte Kindergartenjahr wieder einzuführen. Jetzt will sich die CDU nicht festlegen, ob sie nach der Wahl bei dieser Forderung bleibt.

    Was denn nun? Hat sie der Mut verlassen, weil sie wissen, dass die Bürgerinnen und Bürger in NRW sehr wohl der Meinung sind, dass der Zugang zu Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen darf?

    Irritiert dürften die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch durch die Aussage von Karl-Josef Laumann sein, die Einführung eines allgemeinen Mindestlohns sei dringend erforderlich. Ich hätte mir gewünscht, die CDU hätte unsere Initiativen unterstützt, in Düsseldorf und auch in Berlin. Dann hätten wir längst bundesweit einen gesetzlichen Mindestlohn.“

    In der Presse

    Hintergrund:

  • Der Countdown läuft – Studiengebühren werden abgeschafft

    Der Countdown läuft – Studiengebühren werden abgeschafft

    Karl Schultheis, Sprecher für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie
    Karl Schultheis, Sprecher für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie

    erklärte der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karl Schultheis.

    „Die Hochschulen werden auf der Basis des Gebührenaufkommens des Referenzjahres 2009 eine Kompensation von zunächst mindestens 249 Millionen Euro jährlich erhalten. Wir stärken zudem die Mitbestimmung der Studierenden bei der Verwendung der Mittel für die Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre. Mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder der Qualitätsverbesserungskommission soll aus Studierenden bestehen.“

    Schultheis erinnerte daran, dass die Aufnahme eines Studiums ganz entscheidend vom Bildungsstatus der Eltern abhänge. „Von 100 Akademikerkindern studieren 71, von 100 Kindern aus einem Elternhaus ohne akademische Tradition schaffen aber nur 24 den Sprung an eine Hochschule. Ein Grund dafür sind abschreckende Studiengebühren. Diese Hürde schaffen wir nun aus dem Weg.“