Schlagwort: Schule

  • Online-Chat Schule

    Online-Chat Schule

    Foto: Alexandra Koch. Pixabay

    Dann mach mit bei unserem Schul-Chat für Radevormwald und Remscheid! Diskutiere mit anderen Schülerinnen und Schülern!

    Mich interessiert die Sichtweise der Schülerinnen und Schüler aus meinem Wahlkreis. Deshalb möchte ich mit euch ins Gespräch kommen. Lasst uns gemeinsam über Ideen diskutieren, die ich dann mit nach Düsseldorf in den Landtag NRW nehmen werde.

    Meldet euch noch bis morgen an!

     

  • Sofortmaßnahmen für das Distanzlernen – jetzt!

    Sofortmaßnahmen für das Distanzlernen – jetzt!

    Foto: Jagrit-Parajuli-auf-Pixabay

    Der Unterricht wird erstmal weiterhin als Distanzlernen stattfinden. Das klappt aber nicht flächendeckend. Das Schulministerium hat bereits während des aktuellen Lockdowns viele Schülerinnen und Schüler, Eltern, Schulleitungen und Lehrkräfte mit ihren ungelösten Problemen und offenen Fragen zum Distanzunterricht alleine gelassen.

    Wir haben am gestrigen Donnerstag hierzu einen Eilantrag in den Landtag eingebracht. Wir brauchen eine bessere Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen mit sozialen Benachteiligungen und Beeinträchtigungen. Ungleichheiten beim Zugang zu Lern-IT und Lernräumen müssen abgebaut werden. Und neue inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden.

    Die aktuellen Probleme haben wir in unserem Antrag „Wir brauchen Sofortmaßnahmen für das Distanzlernen jetzt!“   geschildert und zusammengefasst, was jetzt passieren muss. Dazu gehören kostenlose SIM-Karten, für alle, bei denen das W-Lan nicht ausreicht, Gastzugänge fürs Internet, aber auch pädagogische Hilfe und stabile Kleingruppen an den Schulen und ein Sorgentelefon.

  • Schule in NRW braucht mutige Entscheidungen

    Schule in NRW braucht mutige Entscheidungen

    Foto: Steven Weirather auf Pixabay

    Schule unter Corona-Bedingungen muss auch nicht einfach nur ein Wechsel zwischen Präsenz und Distanzunterricht sein. Es gibt viele Abstufungen zwischen diesen beiden Extremen. Es gibt kreative Lösungen, die vor Ort gefunden werden können. Das muss gefördert werden. Lehrkräfte und Schulleitungen haben bereits gezeigt, dass sie überzeugende digitale und räumliche Konzepte entwickeln können. Diesen Innovationsgeist muss man finanziell und personell unterstützen, anstatt ihn zu sanktionieren.

    Wir brauchen auch Lernorte für die Kinder, die zuhause keinen Platz zum Lernen haben – in Kleinstgruppen an der Schule oder außerhalb der Schule. Schulen müssen auch neue Räume nutzen dürfen, indem sie zum Beispiel mit Bibliotheken, Museen oder Theatern zusammenarbeiten. Für die Abschlussprüfungen ist Unterstützung nötig, zum Beispiel in Form von Nachschulmöglichkeiten mit Hilfe der Kammern oder der Agentur für Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 und 9 am Gymnasium sollten das Angebot bekommen, freiwillig in G9 umzusteigen.

    Mehr über unsere Vorschläge gibt es kurz und knackig in der Kompaktinfo und etwas ausführlicher in unserem Antrag.

    Kompaktinfo

    Unser Antrag „Neustart! Die Krise im Schulbereich durch mutige Entscheidungen meistern“

     

  • Schulministerin schwenkt nach 180-Grad-Wende auf Alternativmodelle ein

    Schulministerin schwenkt nach 180-Grad-Wende auf Alternativmodelle ein

    Foto: Alexandra Koch. Pixabay

    Zu den heute von Schulministerin Gebauer angekündigten Szenarien für den Unterrichtsbetrieb nach dem 10. Januar 2021 erklärt Jochen Ott, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    „Damit schwenkt Schulministerin Gebauer endlich auf Alternativmodelle wie den Solinger Weg ein, die sie bisher so vehement abgelehnt hatte. Besser spät als nie, möchte man dazu sagen. Bei Lehrkräften, Eltern und auch Schülerinnen und Schülern ist schon genug Unsicherheit und Misstrauen in die Führungskompetenz der Schulministerin entstanden.

    Mit den heute angekündigten Szenarien sendet die Schulministerin wenigstens das Signal, dass sie verstanden hat. Dafür hat es offenbar den Druck einer Rücktrittsforderung gebraucht. Das ist sehr bedauerlich. Immerhin scheint die Zeit der kurzfristigen Schul-Mails nun vorbei zu sein.

    Nach ihrer 180-Grad-Wende schaut Schulministerin Gebauer zumindest in die richtige Richtung. Jetzt muss sie aber auch konsequent in diese Richtung gehen. Das bedeutet, dass sie den Schulträgern und Lehrkräften nun alle mögliche Unterstützung bieten muss, die sie dringend brauchen. Und dazu gehören die Ausstattung aller Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten, ein funktionierendes Fortbildungskonzept mit entsprechendem IT-Support und ein verbindlicher Rechtsrahmen für die Durchführung von Klassenarbeiten und Prüfungen im 2. Schulhalbjahr.

    Gleichzeitig bleibt die Ministerin in der Pflicht, transparent über das Infektionsgeschehen an den Schulen zu informieren und entsprechend des Stufenplans einzuordnen. Leider hat sie es verpasst, allen Beteiligten reinen Wein einzuschenken. Denn zusätzliche Eskalationsstufen hat sie in ihrer Pressekonferenz lediglich angedeutet.

    Hier haben Schulen und Kommunen weitere Klarheit verdient. Denn nur, wenn alle Szenarien bekannt sind, können sie vollständig planen.

    Das alles muss jetzt schnell gehen. Bis zum 10. Januar ist nicht mehr viel Zeit. Nur FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen, ist zu wenig.“

  • Schulen müssen mitreden bei der Corona-Bekämpfung. Zick-Zack-Kurs muss beendet werden

    Schulen müssen mitreden bei der Corona-Bekämpfung. Zick-Zack-Kurs muss beendet werden

    Foto: Alexandra Koch, Pixabay

    Die Schulen stehen vor großen Herausforderungen. Von 13.000 Schülerinnen und Schülern in Quarantäne sind wir auf 50.000 hochgeschnellt. Eine Verdoppelung sehen wir auch bei den Lehrkräften. Wir sind da wirklich in Sorge.

    Besonders ärgerlich ist aber der Zick-Zack-Kurs. Noch im Oktober hieß es von der Schulministerin, längere Ferien seien untauglich und organisatorisch kurzfristig nicht machbar. Plötzlich alles anders: Jetzt werden die Ferien doch verlängert.

    Eltern und Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte brauchen sichere Lernorte. Das Lernen unter Corona-Pandemie muss auch mit einem Plan B geplant werden und da sollten auch kreative Ideen zum Zug kommen.

    Wer  weiß am besten, was umsetzbar ist und funktioniert? Die Schulen vor Ort und deren Verbandsvertreter. Seit Monaten reden wir aber beim Schulministerium gegen eine Wand. SPD und Grüne im Landtag NRW haben sich deshalb entschieden, selbst initiativ zu werden, und wichtige am Schulwesen Beteiligte für kommenden Dienstag bei einem Schulgipfel in Duisburg und digital zusammenzubringen. Wir wollen gemeinsam konkrete Ideen und Konzepte entwickeln.

    Es bleibt richtig, dass die Schulen geöffnet blieben und möglichst im Präsenzbetrieb unterrichten sollten. Aber dafür muss das Land endlich eine Strategie entwickeln, wie das bei den steigenden Infektionszahlen auf Dauer gewährleistet werden kann.

    Wenn das nicht gewährleistet werden kann, brauchen wir Alternativen zu einer Situation mit 30 Schülerinnen und Schülern in einem Raum. Wir müssen diskutieren über Wechselschichten im Präsenz- und Digitalunterricht, gestaffelte Anfangszeiten, angepasste ÖPNV-Fahrpläne – es gibt genug Ansätze, über die wir auf dem Schulgipfel beraten können. Herr Laschet und Frau Gebauer müssen nur wollen. Sie sind deshalb gerne ebenfalls dazu eingeladen.

    Was unserer Meinung nach nicht geht, ist wieder kurzfristig kopflos zu reagieren und die Schulleitungen von Freitag nachmittags auf Montag mit plötzlichen Änderungen zu konfrontieren. Das hatten wir schon und das kann kein Dauerzustand werden.

     

  • Wir müssen die Verkehrswacht finanziell absichern

    Wir müssen die Verkehrswacht finanziell absichern

    „Bei den 64 Verkehrswachten in NRW engagieren sich tausende Menschen ehrenamtlich für Sicherheit im Straßenverkehr. Aufgrund der besonderen Situation durch die Corona-Präventionsmaßnahmen konnten die Veranstaltungen zur Aufklärung und Schulung von Verkehrsteilnehmenden aber kaum stattfinden,“ berichtet der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Die SPD-Landtagsfraktion hat am letzten Plenarmittwoch Minister Wüst aufgefordert, für eine krisensichere Finanzierung der Verkehrswachten zu sorgen. Die Sicherheit auf den Straßen darf auch in der Krise nicht hinten anstehen.“

    „Die Initiativen und Aktionen der Verkehrswacht leisten einen großen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Das reicht von der Verkehrserziehung für die ganz Kleinen mit ‚Schule hat begonnen‘-Aktionen bis zur Beratung für Seniorinnen und Senioren oder beratender Tätigkeit in Kooperation mit Polizei und Justiz. Das alles wird hauptsächlich ehrenamtlich gestemmt“, führt Otto Mähler, Mitglied im Rat der Stadt, Bezirksbürgermeister und 1. Vorsitzender der Verkehrswacht Remscheid, aus. „Aber es werden finanzielle Mittel benötigt, um Sach- und Personalkosten tragen zu können. Diese Mittel wurden in der Vergangenheit bei Veranstaltungen, auch Großveranstaltungen, erwirtschaftet. Auch Sponsoren- oder Spendengelder wurden eingeholt. Dafür muss aber die Arbeit der Verkehrswacht auch sichtbar sein. Das ist aktuell schwierig. Wir dürfen daher diese ehrenamtliche Arbeit nicht vergessen. Die Verkehrswachten dürfen nicht finanziell ausbluten.“

    „Die vergangenen Monate waren für die Verkehrswachten finanziell belastend. Einnahmen fehlten und sind auch in den nächsten Monaten in der bislang gewohnten Höhe nicht zu erwarten“, so Wolf. “Verkehrswachten als gemeinnützige Vereine konnten – bis auf einige Verkehrswachten, zum Beispiel solche, die einen Verkehrsübungsplatz betreiben – auch keine staatlichen Soforthilfen beantragen. Wir haben die Landesregierung aufgefordert, unverzüglich mit den Verkehrswachten Gespräche aufzunehmen und eine verlässliche bedarfsgerechte und überjährige Finanzierung aus dem Landeshaushalt zu realisieren. Leider haben CDU, FDP und AfD gegen unseren Antrag gestimmt. Wir meinen: Die gute Arbeit der Verkehrswachten muss auch weiter so fortgeführt werden können. Dafür ist die von uns vorgeschlagene Finanzierung die beste Basis.“

     

  • Erneut wertvolle Zeit vertan – keine Richtlinien für digitale Gerätebeschaffung

    Erneut wertvolle Zeit vertan – keine Richtlinien für digitale Gerätebeschaffung

    Die Landesregierung hat versprochen, alle Lehrerinnen und Lehrer mit digitalen Endgeräten auszustatten und hat dafür 103 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Für die Sofortausstattung der Schülerinnen und Schüler stehen nochmals 178 Millionen Euro zur Verfügung. Schulministerin Yvonne Gebauer hat heute im Zuge dessen in einer Pressekonferenz Herausforderungen des Ministeriums geschildert.

    Hierzu erklärt Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    „Regieren bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Dies gelingt dem Schulministerium beim heutigen Pressegespräch wieder einmal nicht. Es ist uns schleierhaft, warum bis heute keine Förderrichtlinien zur Anschaffung der Endgeräte erarbeitet und vorgestellt wurden. Die Landesregierung schiebt einmal mehr die Verantwortung an die Kommunen ab. Die Schulträger sollen nun auf eigenes finanzielles Risiko die Endgeräte bestellen.

    Diese Konzeptlosigkeit der Landesregierung hilft weder den Schülerinnen und Schülern noch den Lehrerinnen und Lehrern, die darauf hoffen, zum Schuljahresbeginn endlich digital arbeiten zu können. Die Schulministerin nimmt hier heute jede Hoffnung. Denn es ist ungewiss, ob eine so große Anzahl an digitalen Endgeräte noch zügig beschafft werden kann. In der Beschaffungsfrage werden die Kommunen gegeneinander ausgespielt. Wer früh bestellt, bekommt eventuell noch rechtzeitig Geräte. Kommunen, die sorgfältig ihre Möglichkeiten prüfen, gehen vielleicht bis Jahresende erst einmal leer aus.

    Auch bezüglich der Corona-Tests an Schulen wurde erneut keinerlei Konzept vorgestellt. Hier verweist Schulministerin Gebauer auf weitere Beratungen mit anderen Ressorts in dieser Woche. Es bleibt somit unklar, ob noch vor dem Ferienende Testreihen durchgeführt werden und an welchen Schulen überhaupt Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrpersonal getestet werden.“

  • SPD fordert zügige Verteilung der Digitalisierungsmittel für die Schulen

    SPD fordert zügige Verteilung der Digitalisierungsmittel für die Schulen

    Durch den zweiten Nachtragshaushalt des Bundes wird den Ländern insgesamt eine Milliarde Euro mehr für den Digitalpakt Schule bereitgestellt. NRW erhält davon insgesamt rund 210 Mio. Euro zusätzlich.

    Die Hälfte der Mittel sind für die digitale Sofortausstattung der Schulen vorgesehen. Das ist bereits Mitte Mai so verabredet worden.  Das Land wird diese Mittel um 55 Millionen Euro aufstocken. Damit stehen insgesamt 160 Millionen Euro für die digitale Ausstattung zur Verfügung.

    Den Antrag der SPD-Fraktion im Landtag NRW, die Mittel zu verdoppeln, hatten CDU und FDP in der vergangenen Woche abgelehnt.

    In seiner gestrigen Unterrichtung hat Ministerpräsident Laschet erklärt, dass das Geld jetzt schnell ausgegeben werden soll. Damit düpiert er seine Schulministerin Yvonne Gebauer, die noch in der vergangenen Woche keine Idee hatte, wie die Mittel verteilt werden sollen.

    Die SPD-Fraktion im Landtag NRW fordert, die Sommerferien dafür zu nutzen, an den Schulen für die nötige Ausstattung zu sorgen. Um kurzfristig handlungsfähig zu sein, sollte die Landesregierung dazu als Blaupause auf die bisherigen Landesrichtlinien zum DigitalPakt zurückgreifen.

    Damit würden Remscheid als städtischer Schulträger rund 1,6 Million Euro zusätzlich zur Verfügung stehen, davon rund 1 Million Euro für die Beschaffung von digitalen Endgeräten, Radevormwald als Schulträger mehr als 148.000 Euro zusätzlich zur Verfügung stehen, davon rund 93.500 Euro für die Beschaffung von digitalen Endgeräten. Hinzu kämen in Remscheid noch Mittel für private Schulen, da die Digitalisierungsmittel auch Altenpflegeschulen und Gesundheitsschulen zur Verfügung gestellt werden sollen – in Summe etwa mit rund 94.700 Euro rechnen, davon rund 59.500 Euro für digitale Endgeräte.

    Die SPD hat die Mittel auf Bundesebene in Rekordzeit bereitgestellt. Jetzt ist die Landesregierung mit der Umsetzung am Zuge. Die Schülerinnen und Schüler brauchen schnell die Möglichkeit zum Digitalen Lernen und die Kommunen brauchen jetzt Planungssicherheit, um die Mittel noch dieses Jahr zu verausgaben. Dabei sollten die bereits vorhanden Budgets unbürokratisch aufgestockt werden. Unabhängig davon gilt für uns: Digitale Endgeräte gehören zu den Lernmitteln des 21. Jahrhunderts. Deshalb sollten sie auch in den Bereich der Lernmittelfreiheit fallen.

  • Der Fahrplan von Ministerin Gebauer weist riesige Lücken auf

    Der Fahrplan von Ministerin Gebauer weist riesige Lücken auf

    Foto: Danielle Schäfer

    Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer hat heute das weitere Vorgehen im Schulbereich in Zeiten der Corona-Krise vorgestellt. Dazu erklärt Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    „Der Fahrplan von Ministerin Gebauer für die Überführung der Schulen nach dem Lockdown in den Regelbetrieb ist eine große Enttäuschung. Erneut delegiert sie die Verantwortung nach unten. Wieder sollen die Schulleiterinnen und Schulleiter mit ihrer großen Improvisationskunst unausgereifte und unpräzise Vorgaben aus Düsseldorf in die Praxis umsetzen.

    Außerdem bleiben weiter viele Fragen ungeklärt, der Fahrplan ist unvollständig. Wenige Tage vor Beginn der Sommerferien räumt die Ministerin ein, dass wichtige Details wie etwa die zur Umsetzung des Lernens auf Distanz noch nicht geklärt sind und kündigt Konzepte an. Dabei läuft den Schulen bei der Vorbereitung auf das neue Schuljahr die Zeit davon.

    Auch bei der Planung des Ferienprogramm arbeiten die Schulleitungen und Kommunen gegen die Zeit. Die Maßnahmen der Schulministerin sind so kurzfristig angekündigt worden, dass viele Schülerinnen und Schüler und insbesondere die mit Förderbedarf davon nicht profitieren werden.“

  • Das Schul-Chaos muss ein Ende haben – Schulen, Schüler und Eltern brauchen jetzt Ordnung, Orientierung und Struktur

    Das Schul-Chaos muss ein Ende haben – Schulen, Schüler und Eltern brauchen jetzt Ordnung, Orientierung und Struktur

    Zum Maßnahmenkatalog der Kultusminister der Länder für den Schulbesuch erklärt Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    „Es ist gut, dass die Kultusminister sich auf einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog verständigt haben. Ich befürchte nur, dass die NRW-Landesregierung gar nicht in der Lage sein wird, die vereinbarten Maßnahmen umzusetzen. Zahlreiche Zuschriften von Schulleitungen weisen schon jetzt darauf hin, dass insbesondere in der Zeit der Prüfungsphasen ein Unterricht für andere Klassen in den Schulen kaum bis gar nicht möglich sein wird.

    Es ist aber von entscheidender Bedeutung für das Kindeswohl, dass alle Kinder wieder in die Schule gehen können. Dafür hat Schulministerin Gebauer jetzt Sorge zu tragen. Sie muss endlich ein vernünftiges Konzept vorlegen, mit dem sie sicherstellt, dass bis zum Beginn des neuen Schuljahres eine verlässliche Beschulung und Betreuung für alle Kinder und Jugendlichen unter sicheren Bedingungen stattfinden kann. Mit unserem Entschließungsantrag zum Gesetzentwurf der Landesregierung im morgigen Plenum haben wir unsere Vorstellungen für ein solches Konzept klar formuliert. Alle Professionen müssen dabei mit eingebunden werden: neben dem schulischen Personal zum Beispiel auch die Bildungsinstitutionen und Träger der Kinder- und Jugendhilfe oder auch die ehrenamtlich Tätigen, wie etwa Sportvereine und Jugendverbände. Sie alle können wieder zu einem ordnenden Element im Leben der Kinder und Jugendlichen werden und sichere Lebens- und Lernorte anbieten. Dabei müssen auch außerschulische Lernorte in das Konzept mit einbezogen werden.

    Zentraler Bestandteil des Konzepts muss auch der Umgang mit dem digitalen Lernen von zuhause sein. Hier erwarten wir, dass alle Kinder und Jugendlichen mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden – kein Kind darf zurückbleiben, weil seine Familie nicht die entsprechenden Möglichkeiten hat. Die Schulen müssen deshalb vorhandene Leihgeräte den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellen, die zuhause nicht über das notwendige technische Gerät und die technische Infrastruktur verfügen. Die Landesregierung muss hierfür sowohl ein technisches als auch ein pädagogisches Konzept vorlegen.“

    Entschließungsantrag der SPD-Landtagsfraktion