Schlagwort: Honsberg

  • Remscheid wird wieder Hochschulstadt

    Remscheid wird wieder Hochschulstadt

    Damals hofften wir auf viele Ideen für eine Nachnutzung dieses traditionsreichen Gebäudes und ein Konzept, das für diesen Stadtteil von großer Bedeutung wäre. Das ist jetzt gelungen! Die Zweigniederlassung der Rheinischen Fachhochschule ist genau das richtige Signal auch für die hier ansässigen Firmen, die Nachwuchs und qualifizierte Fachkräfte dringend benötigen. Dies ergänzt das Angebot des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung, dort können bereits Bachelorabschlüsse erworben werden. Das Studium in den Räumlichkeiten des ehemaligen Schulgebäudes Honsberg gewährleistet die enge Verzahnung betriebswirtschaftlicher und praxisbezogener akademischer Qualifikation in Heimatnähe.“

    Remscheid hatte schon einmal einen Hochschulstandort. Bis in die 1960er Jahre gab es die staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen und Elektrotechnik in Lennep. Unterrichtet wurde im Röntgen-Museum und in der katholischen Grundschule am Stadion. Bis zu 400 Studierende besuchten in dieser Zeit die Ingenieurschule, deren Verwaltung in der Moll’schen Fabrik untergebracht war. Leider waren es nur wenige Jahre und der Standtort der Ingenieurschule in Lennep wurde geschlossen. Ältere Lenneper Bürgerinnen und Bürger können sich sicherlich noch gut an diese Zeit erinnern. Umso erfreulicher ist es, dass wir nun wieder einen Hochschulstandort vorzuweise haben!

    „Für Honsberg, für das alte Schulgebäude und die Wirtschaft ist diese Entscheidung ein großer Schritt!“ so Sven Wolf „die Stadt und die Rheinische Fachhochschule können bei der Umsetzung des Vorhabens auf die SPD-Fraktion setzen. Seit gestern sind die ersten 12 Studierenden eingeschrieben. Es beginnt zunächst mit einem Studiengang für Ingenieure.“

    Mehr Informationen zur Rheinischen Fachhochschule gibt es hier.

  • Verein „Insblaue“ mit neuen Projekten – „human dialogs“ startet am 07. Mai

    Verein „Insblaue“ mit neuen Projekten – „human dialogs“ startet am 07. Mai

    Dem Verein geht es darum, durch eine gezielte Ansprache der Anwohner vor Ort präsent zu sein und so Kontinuität zu bieten. So erschöpft sich seine Tätigkeit nicht in „einem Kunstprojekt“. Vielmehr soll ein „Labor“, ein Experimentierfeld, nach den Ideen einer Graswurzelbewegung im Viertel entstehen und verankert werden und Platz bieten für vielfältige Initiativen mit vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten. Dazu gehörte auch ein Ferienangebot in den Osterferien mit der Kunstschule zum Thema „Heimat“.

    Eine Förderung über „Initiative ergreifen“ passt da zur Struktur. Aber auch Kooperationen mit Stiftungen werden angestrebt. Jetzt ist der Verein bemüht, viele Kontakte zu knüpfen und ein Netzwerk entstehen zu lassen.

    Es wäre schön, wenn der Honsberg langfristig ein Kulturviertel werden würde. Das ist ein langer Weg und bedarf der Unterstützung von vielen Seiten. Die gute  Zusammenarbeit mit dem Stadtteil e.V. ist schon einmal eine Basis, auf der sich aufbauen lässt. Je größer das Netzwerk an Unterstützern wird, desto eher lässt sich diese Vision verwirklichen. Gerne trage ich dazu bei, Menschen für den Honsberg und für die Vision eines Kulturviertels zu begeistern.

    Die deutsch/polnische Wanderausstellung, Human Dialogs, macht Station in Remscheid in der Insblaue Art Gallery.

     

  • Sven Wolf: „Remscheid bekommt 1.646.000 Euro über das Städtebauförderprogramm des Landes“

    Sven Wolf: „Remscheid bekommt 1.646.000 Euro über das Städtebauförderprogramm des Landes“

    „Remscheid kann mit diesem Geld bereits die ersten Ideen zur Revitalisierung der Innenstadt anstoßen und Maßnahmen am Honsberg fortsetzen. Mit 1.142.000 Euro wird unter anderem die Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes gefördert. Hier sollen zunächst in einem Wettbewerb Fragen rund um die künftige Nutzung des Platzes beantwortet werden. Eine Frage ist etwa, ob der große Platz auch künftig ausschließlich für Busse freigehalten werden muss.

    Rund um den Honsberg können die begonnen Maßnahmen mit 504.000 Euro fortgesetzt werden. Die guten Ansätze und Investitionen unter anderem der GEWAG werden hier gefördert. Lange leerstehende Häuser im unteren Honsberg kann die GEWAG niederlegen und die Grünflächen gestalten. An einigen Häusern in der Siemensstraße werden Fassaden saniert und die bereits begonnene Idee eines Ortes für Jugendkultur vorangebracht. Im Bereich des Lobachs und Kremenholls können Grünflächen gestaltet werden. Zudem wird privaten Eigentümern mit einem Hof- und Fassadenprogramm unter die Arme gegriffen.

    Die Städtebauförderung ist in mehrerlei Hinsicht wichtig für unsere Städte und Gemeinden: Wir bekommen Geld für unsere kommunale Infrastruktur, zugleich erzielen wir mit den Bauprojekten volkswirtschaftliche Effekte, die über das eigentliche Ziel der integrierten baulichen, ökonomischen und sozialen Erneuerung hinausgehen. Mit den Fördermitteln aus dem gesamten Programm können landesweit Folgeinvestitionen von bis zu 1,8 Milliarden Euro ausgelöst werden.

    Das Programm hilft insbesondere gezielt Städten und Gemeinden mit strukturellen Schwierigkeiten, denen es aufgrund ihrer schwierigen Haushaltslage nicht möglich wäre, das erforderliche Geld für dringend benötigten Investitionen im Städtebau allein aufzubringen. An dem Maßnahmenpaket von 346 Millionen Euro beteiligt sich das Land Nordrhein-Westfalen mit 143 Millionen Euro, der Bund mit 115 Millionen Euro und die Kommunen mit 88 Millionen Euro.

    Wir stehen damit zusammen mit dem Bund zu unseren Zusagen, die Städte und Gemeinden auf sehr hohem Niveau bei der nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung zu fördern. Damit wollen wir auch die Bürgerbeteiligung vor Ort stärken“, so Sven Wolf abschließend.

  • Städtebauförderprogramm 2014 aufgestockt – Remscheid profitiert mit 384.000 Euro

    Städtebauförderprogramm 2014 aufgestockt – Remscheid profitiert mit 384.000 Euro

    „Das ist eine wichtige Unterstützung für die Zukunft der Remscheider Stadtteile,“ bekräftigt Sven Wolf. „Die Mittel ermöglichen der Stadt die Entwicklung eines Bereiches der Honsberger Straße zu einer öffentlichen Grün- und Freiraumfläche, die Finanzierung eines Hof- und Fassadenprogramms und von Teilmaßnahmen des Freiraumkonzepts. Etwa die Hälfte der Mittel ist für das Stadtteilmanagement vorgesehen.

    Wir haben im Land und in den Kommunen lange dafür gekämpft, dass der Bund seine Mittel für die Städtebauförderung anhebt. Dieser Einsatz hat sich gelohnt. Nun stehen landesweit statt bisher 75 Millionen Euro rund 115 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Das Land ergänzt diese Summe mit jeweils 1,40 Euro pro Bundes-Euro und setzt somit aus eigenen Mitteln 162 Millionen Euro für die Städtebauförderung ein. Diese Mittel sind bereits mit dem Nachtragshaushalt 2014 eingebracht worden. Unter den schwierigen finanziellen Bedingungen ein Kraftakt, der sich auszahlen wird.“

  • 10 Jahre Stadtumbau West in NRW: Minister Groschek zeichnet »Gemeinschaftshaus Neue Mitte Honsberg« aus.

    10 Jahre Stadtumbau West in NRW: Minister Groschek zeichnet »Gemeinschaftshaus Neue Mitte Honsberg« aus.

    Seit zehn Jahren gibt es in NRW das Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau West“; Anlass genug für das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, einen Wettbewerb auszuloben, um die vorbildlichsten Projekte aus diesem Programm zu prämieren. 102 Projekte hatten sich für den Wettbewerb gemeldet. 21 von einer Fachjury ausgewählte Bewerber wurden jetzt in Gelsenkirchen von NRW-Städtebauminister Michael Groschek und Staatssekretär Michael von der Mühlen mit Siegerurkunden ausgezeichnet.

    Groschek gratulierte den 21 ausgezeichneten Preisträgern des Wettbewerbs: „Lebenswerte Stadtquartiere kommen nicht von selbst, sie kommen durch das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, Planern, Architekten, Unternehmen, Verwaltungen. Unsere Preisträger haben sich vorbildlich vor Ort eingemischt. Das ist der Weg, wie wir Heimat vor der Haustür schaffen. Mit dem Programm Stadtumbau West haben wir eine Plattform, auf der nachhaltige Konzepte der Quartiersentwicklung erfolgreich umgesetzt werden können.“

    Das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau West“ unterstützt die Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der Folgen des demografischen und wirtschaftlichen Wandels. Das Land hat seit dem Start des Programms im Jahr 2004 bis zum Jahr 2013 rund 285 Millionen Euro für rund 100 Stadtumbaugebiete in 60 Städten zur Verfügung gestellt. Mit den Mitteln des Bundes und der Kommunen hat das Stadtumbauprogramm ein Gesamtvolumen von insgesamt 610 Millionen Euro.

    „Die Neue Mitte Honsberg wurde bei einem Gesamtvolumen von rund sechs Millionen mit knapp fünf Millionen von EU, Bund und Land unterstützt“ erinnert Sven Wolf.

    Weitere Informationen zum Projekt finden sich u.a. auf der Internetseite der Stadt Remscheid.

  • Gute Nachrichten aus Düsseldorf: 600.000 für den Honsberg

    Gute Nachrichten aus Düsseldorf: 600.000 für den Honsberg

    Hannelore Kraft besuchte den Honsberg, um sich über Fortschritte des Stadtumbau West - Programms zu informieren.
    Hannelore Kraft besuchte den Honsberg, um sich über Fortschritte des Stadtumbau West – Programms zu informieren.

    „Das waren richtig erfreuliche Nachrichten, die mich am Rande der Plenarsitzung am vergangenen Donnerstag erreicht haben. Ich freue mich, dass das Land weitere Mittel gibt, um den positiven Wandlungsprozess am Honsberg zu unterstützen. Das Gemeinschaftshaus „Neue Mitte“ ist schon beachtlich gewachsen. Wenn jetzt an der Einfahrt zum Honsberg der im Rahmen einer Planungswerkstatt beschlossene Stadtteilplatz entsteht, wird jede Remscheiderin und jeder Remscheider sehen können: Am Honsberg tut sich was!“

    Mit dieser Stellungnahme reagierte der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf auf die Veröffentlichung der Projektliste des Städtebauförderungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen für 2013. Im Rahmen der Maßnahme „Stadtumbau West“ hat das Land für die integrierte Stadtteilentwicklung am Honsberg 600.000 Euro bereitgestellt, um die in der Planungswerkstatt 2009 entstandene Idee eines einladenden Stadtteilplatzes an der Honsberger Straße (auf dem Gelände der ehemaligen KFZ-Zulassungsstelle der Stadt Remscheid) zu realisieren.

    „Ich freue mich, dass das Land trotz schwieriger Haushaltslage unseren Städten und Kommunen Möglichkeiten gibt, die aus dem demographischen Wandel erwachsenden Herausforderungen zu meistern. Der Honsberg hat in den vergangenen Jahrzehnten viele seiner Einwohner verloren. Dass wir vor Ort die Möglichkeit haben, diesen Stadtteil zu revitalisieren, ist eine gute Nachricht!“ so der Remscheider Landtagsabgeordnete weiter.

    Die Mittel aus der Maßnahme „Stadtumbau West“ verfolgen das Ziel, durch eine Verzahnung von verschiedenen Maßnahmen aus dem Bereich Stadtentwicklung, Wohnungsbau und sozialer Infrastruktur das soziale Gefüge von Stadtteilen, die von Bevölkerungsschwund betroffen sind, zu stabilisieren.

    „Ich bin mir sicher, dass sich diese Investitionen mittelfristig auszahlen und der Honsberg wie auch die umliegenden Stadtteile Stachelhausen und Kremenholl von dieser Maßnahme profitieren werden. Wir wollen in Remscheid keine Stadtteile, wo Menschen ungern wohnen wollen. Deshalb werden wir auch weiterhin ein besonderes Augenmerk auf diesen Bereich haben!“ so Wolf abschließend.

  • Eine gute Nachricht für den Rosenhügel sowie für Stachelhausen, Honsberg und Kremenholl

    Gesamtes PlenumErstmals wird das Land einen querschnittsorientierten Förderansatz verfolgen. Dieser umfasse nicht nur stadtentwicklungspolitische Gesichtspunkte, sondern auch finanzpolitische. „Wir wollen durch konsequentes präventives Handeln in sämtlichen Politikfeldern spätere Folgekosten zur Behebung von Fehlentwicklungen vermeiden – so auch bei der Stadtentwicklung.“ So Wolf.

    In Remscheid sind die Stadtteile Rosenhügel sowie der Bereich Stachelhausen, Honsberg und Kremenholl Teilnehmer am Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“, welches aus dem ehemaligen Landesprogramm „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“ hervorging. Das Programm wird grundsätzlich durch Bund, Land und Kommunen zu jeweils einem Drittel finanziert.

    „Dass vorsorgende Stadtteilentwicklung erlebbar sein kann, haben wir in Remscheid am Rosenhügel und am Honsberg bewiesen. Am Rosenhügel hat sich neben einigen Maßnahmen der Wohnumfeldverbesserung ein bemerkenswertes bürgerschaftliches Engagement entwickelt. Und am Honsberg entsteht seit einigen Monaten die „Neue Mitte Honsberg“, welche dem Stadtteil neue Impulse für das Zusammenleben geben soll. Diesen Weg werden wir vom Land aus weiter unterstützen!“ so Wolf.

  • Traditioneller Neujahrsempfang für die Mitglieder der Remscheider SPD im Honsberger Lindenhof

    Traditioneller Neujahrsempfang für die Mitglieder der Remscheider SPD im Honsberger Lindenhof

    In seinem Grußwort dankte er Oberbürgermeisterin Beate Wilding und den Bezirksbürgermeistern Otto Mähler, Wilhelm Korff und Jürgen Heuser für ihre bürgernahe Arbeit und zog eine lokalpolitische Bilanz für 2011, die sie unten nachlesen können.

    Der Vorsitzende der Remscheider SPD, Sven Wiertz, widmete sich in seiner knapp halbstündigen Rede der aktuellen Europa- und bundespolitischen Debatte. Er hob die Bedeutung einer nachhaltigen Lösung der Eurokrise hervor, die sich nicht noch zu einer Krise des Gedankens der Europäischen Einigung weiterentwickeln dürfe. Hier trage die Bundesregierung eine besondere Verantwortung, der sie leider in den zurückliegenden Monaten alles andere als gerecht geworden sei. Das Manuskript seiner Rede könne sie hier einsehen:

  • Rede zur neuen Mitte Honsberg im Rat der Stadt Remscheid

    Rede zur neuen Mitte Honsberg im Rat der Stadt Remscheid

    Was geschah? Vor rund vier Jahren musste das Presbyterium der Stadtkirchengemeinde einen schweren Beschluss fassen. Der Kirchenhaushalt war nicht mehr ausgeglichen. Ausgaben waren zu reduzieren. Ausgaben bedeuten stets Aufgaben. Alles in allem also keine einfache oder angenehme Situation. Eine Situation, die uns hier im Rat nicht ganz fremd ist. Die Kirchengemeinde beschloss, sich nach Jahrzehnten vom Honsberger Gemeindehaus zu trennen. Mit der Zurruhesetzung des Pfarrers und der Küsterin sollte auch das Gemeindehaus seine Türen für immer schließen.

    Sven Wolf MdL
    Sven Wolf MdL

    Was aber geschah dann?

    Die Kirchengemeinde hatte die Rechnung ohne die Honsbergerinnen und Honsberger gemacht. Aus anfänglichem Protest entwickelte sich mit der Zeit eine Idee. Die Idee, das Gemeindehaus zu erhalten oder gar etwas Neues für den Honsberg zu schaffen.

    Das alles war unerwartet. Rechneten doch nur wenige mit einer Reaktion im Stadtteil. Insgeheim dachten viele, der Honsberg hat Geschichte – eine lange Tradition – aber durch Abwanderung und Segregation wohl auch kaum noch Zukunft.

    Manche hatten diesen Stadtteil schon aufgegeben und abgeschrieben.

    Sie irrten. „Wutbürger“ gibt es nicht nur in „gutbürgerlichen“ Stadtteilen.

    Vor kurzem war ich zu Gast beim Aktionstag „Pro Opfer“ in der Handwerkskammer Düsseldorf. Dort wurde unter anderem die Frage diskutiert: Woher kommt Zivilcourage? Vielleicht überrascht den ein oder anderen die Antwort eines teilnehmenden Professors.

    Ob der Einzelne mutig für etwas eintritt hat nichts mit seinem Beruf, seinem Einkommen oder seinem Bildungsstand zu tun. Zivilcourage entsteht aus einer Überzeugung für Werte heraus. Sie entsteht immer dann, wenn das soziale Umfeld Mut fördert und Mut würdigt.

    Der Honsberg hat mehr Potential als man ihm zugetraut hat. Und das obgleich er mehr Probleme hat als andere Stadtquartiere in Remscheid. Abwanderung und Segregation habe ich eingangs genannt.

    Wir beobachteten: Wer es sich leisten konnte, zog in andere Stadtteile in neure und modernere Wohnungen. Geschäfte und Gaststätten schlossen. Die Bevölkerungsstruktur veränderte sich, der Migrantenanteil stieg. Die soziale Vielfalt drohte aus dem Honsberg zu verschwinden.

    Die Bauruine des ehemaligen Möbelhaus vom Stein (2010)
    Die Bauruine des ehemaligen Möbelhaus vom Stein (2010)

    Ein erschreckendes Zeichen für den drohenden Niedergang war dabei die Bauruine des ehemaligen Möbelhaus vom Stein.

    Der Runde Tisch Honsberg ließ sich davon nicht beirren. Er resignierte nicht. Er tagte und arbeitete weiter. Es folgten neben der vom Verein „Stadtteil e.V.“ etablierten Stadtteilkonferenz weitere Gesprächsrunden und ein großer Wettbewerb, der den Grundgedanken der Bürger mit frischen Ideen in professioneller Begleitung bereicherte.

    Die Idee der „Neuen Mitte Honsberg“ war geboren.

    Hieraus entstand eine Gruppe verschiedener Vereine, die zunächst als Gesprächspartner dabei waren und inzwischen zu angedachten Nutzern des Hauses und nach unserem Beschluss auch zu Untermietern werden sollen. Ich will – daher ist es gut, dass die Öffentlichkeit hergestellt wurde – allen Beteiligten im Namen der SPD-Fraktion – aber auch persönlich an dieser Stelle danken.

    Dank an die Evangelische Stadtkirchengemeinde, die katholische Kirche, die DITIB Remscheid, Arbeiterwohlfahrt Remscheid, das Mehrgenerationenhaus Lindenhof des Stadtteil e.V. und natürlich auch den Allgemeinen Sozialdienst der Stadt und den zuständigen Dezernenten Burkhard Mast-Weisz.

    Gerade diese insgesamt ungewöhnliche Kombination verschiedenster Vereine hat nicht nur vor Ort für Begeisterung gesorgt. Dies hat auch uns überhaupt erst die Chance eröffnet, bei der Fülle von Anträgen auf landes-, bundes- und europäischer Ebene aufzufallen.

    Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

    Wir haben mit der zugesagten 80 prozentigen Förderung der Gesamtkosten, den höchsten Einzelförderbescheid seit vielen Jahren bekommen.

    Neue Mitte Honsberg
    Neue Mitte Honsberg

    Wenn wir gleich – hoffentlich mit breiter Mehrheit – uns für dieses Projekt aussprechen, fließen nach Remscheid in den nächsten Jahren nicht nur fast fünf Millionen Euro Fördergelder. Wir würdigen mit diesem Beschluss auch das Engagement eines gesamten Stadtteils und seiner Menschen!

    Wichtiger Motor war von Anfang an die GEWAG. Mit Herrn Vorstand Behrendt und Herrn Prokuristen Walter sind zwei wichtige Akteure mit ins Boot geholt worden. Nicht von ungefähr. Die GEWAG hat am Honsberg den größten zusammenhängenden Wohnungsbestand in Remscheid.

    Es ist – man mag es mir verzeihen – also nicht ausschließlich Altruismus, der sich im Engagement der GEWAG zeigt. Es ist vielmehr, wirtschaftlicher Sachverstand der hier zum Ausdruck kommt – und das ist gut so!

    Die GEWAG wirtschaftet hier nachhaltig, in dem sie einem unerträglich hohem Leerstand mit der gezielten Verbesserung von Wohnumfeld und Wohnimage entgegen wirkt. Dieser Einsatz ist großartig. Eröffnet es unserer städtischen Tochter neue Handlungsoptionen, Perspektiven und weitere Fördermöglichkeiten.

    Die GEWAG zeigt damit, dass sie auf der Höhe der Zeit ist.

    Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften sind wie der Deutsche Städtetag in der aktuellen Ausgabe seines Rundbriefes beschreibt, der ideale Partner für die Entwicklung von Städten.

    Auch im Bereich der Jugendhilfe und Präventionspolitik hat man seit längerem die Bedeutung des Wohnumfelds erkannt. Hier setzten moderne und erfolgreiche Konzepte der Jugendhilfe und frühen Hilfen für Familien an. Auch diesen Impuls erhoffen wir uns mit diesem Projekt für den Honsberg.

    Sie sehen also hier sind auch auf Seiten der Stadtverwaltung ganz unterschiedliche Dezernate beteiligt. Deren gutes Zusammenspiel gelang nur durch die moderierende Art der Oberbürgermeisterin. Einer Oberbürgermeisterin, die als gebürtige Honsbergerin, ihren Stadtteil besonders gut kennt. Sie hat die Chance erkannt und die Initiative ergriffen. Herzlichen Dank!

    Das Projekt wird also nicht sozial nachhaltig wirken, sondern auch ökologisch nachhaltig sein. Ohne der Rednerin von Bündnis 90 / Die Grünen vorweggreifen zu wollen, möchte ich die geplante Niedrigenergiebauweise der „Neuen Mitte Honsberg“ und deren Modellcharakter für den Stadtteil nicht unerwähnt lassen.

    Sie sehen: hier entsteht einen Leuchtturm in vielfacher Weise: interkulturell, ökologisch und sozial. Remscheid ist damit auf der Höhe der Zeit!

    http://twitter.com/#!/svenwolf/status/68708643691970561

  • Neue Mitte Honsberg wird vom Land unterstützt

    Neue Mitte Honsberg wird vom Land unterstützt

    „Ein sinnvolles Projekt, das aus der Mitte des Stadtteils mit viel Engagement der Bürger gewachsen ist, erhält damit die wichtige und notwendige Unterstützung auch von Landesseite aus.“, meinte Wolf.

    „Dass eine Kommune in der Haushaltssicherung an einem solchen Förderprojekt teilnehmen kann, wäre vor der Landtagswahl noch undenkbar gewesen. Dies ist auch ein guter Beleg dafür, dass die politische Linie zur besseren Unterstützung der Kommunen auch im konkreten Fall greift.“

    Damit werde eine gute und zukunftsweisende Idee entsprechend honoriert.
    „Am Anfang stand noch der Protest gegen die Schließung des evangelischen Gemeindezentrums – und daraus geworden ist ein interkulturelles Projekt, das seinesgleichen sucht,“ lobt Wolf das Engagement besonders des runden Tisches Honsberg.
    „Die Urheberschaft dieses Projektes liegt einmal nicht bei der Politik, sondern bei den Honsbergerinnen und Honsbergern.“