Schlagwort: Hindernisse

  • Wie sich Politik im Unternehmeralltag niederschlägt…

    Wie sich Politik im Unternehmeralltag niederschlägt…

    Besonders beeindruckend fand er die Teilnahme an der Fraktionssitzung und der anschließenden Debatte im Landtag über den Haushalt 2018. „Die beiden Tage mit Sven Wolf im Landtag fand ich sehr interessant und möchte diese Erfahrungen nicht missen“, lautet sein abschließendes Fazit.

    Zwei Tage begleitete er den Landtagsabgeordneten für Remscheid und Radevormwald Sven Wolf in Düsseldorf am Rande des Plenums. Der Maschinenbau-Ingenieur und geschäftsführende Gesellschafter der Kuli Hebezeuge – Helmut Kempkes GmbH ist seit längerer Zeit auch nebenberuflich gesellschaftlich engagiert. Im Jahr 2016 war er Sprecher der Remscheider Wirtschaftsjunioren.

    Vieles in der Landespolitik drehte sich an den beiden Sitzungstagen im Landtag um die großen Linien – neben den Beratungen zum kommenden Haushalt 2018 auch die Initiativen mit plakativen Namen wie „Entfesselungspaket“, „Neue Gründerzeit“ oder „bürokratiefreies Jahr“.

    Die Ärgernisse und Hindernisse für den Unternehmeralltag stecken aber oft in den Details und kleinen behindernden Richtlinien und Vorschriften. Ein Beispiel gab der Unternehmer in der Diskussion der Wirtschaftsjunioren am Nachmittag mit Vertretern aller Fraktionen des Landtags zum Besten. Die Dokumentations- und Berichts­pflichten und die Schulungsanforderungen stünden zum Beispiel oft nicht im Verhältnis zu der tatsächlich erforderlichen Tätigkeit. So müssten Mitarbeiter, deren Fahrtätigkeit sich darin erschöpfte, in der Sackgasse vor dem Firmengelände die LKWs um 100 m zu versetzen, dennoch die regelmäßigen Schulungen absolvieren und lernen, „wie sich der Fernfahrer angemessen ernährt“. Dergleichen gebe es noch mehr. Solche Kritikpunkte müssten gesammelt und angegangen werden.

    Unternehmergeist bereits den Schülerinnen und Schülern nahezubringen und mehr wirtschaftliches Verständnis zu vermitteln – das war auch eine der Forderungen der Wirtschaftsjunioren. Aus den Antworten der Politiker wurde deutlich, dass die Differenzen eher darin bestanden, in welches Schulfach die Vermittlung solcher Kenntnisse integriert werden sollte – ob nun diese Inhalte im Rahmen eines neuen Fachs Wirtschaft oder im Rahmen der etablierten Fächer

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    unterrichtet werden sollten. Die Politik ihrerseits appellierte an die Unternehmerinnen und Unternehmer, noch stärker Kontakt zu den Schulen zu suchen, um ein gutes, lebensnahes Berufsvorbild für das Unternehmertum zu vermitteln.

    „Besonders sollten wir junge Menschen fit in Alltagsfragen machen“; betont Sven Wolf. „Beispielsweise: Was muss ich beachten, wenn ich meine erste Wohnung anmiete? Welche Rechte habe ich als Mieter? Welche Pflichten habe ich oder welche Versicherungen brauche ich schon als junger Mensch?

    Bei Gründungen in NRW gebe es viele gute Initiativen wie die Unterstützung von Startups. „Hier können wir auch vor Ort viel machen, etwa in der Unterstützung der Remscheider Gründerschmiede, bei der ich auch Mitglied bin“, so Wolf.

    „Es hat mich sehr gefreut, dass ich meinem ‚Schatten‘ Oliver Kempkes einen Einblick in meinen Alltag als Abgeordneter geben konnte“, resümiert Sven Wolf.

  • Besuch im Centrum Schwule Geschichte (CSG) in Köln

    Besuch im Centrum Schwule Geschichte (CSG) in Köln

    Auch heute noch dauert der Kampf um Normalität und Anerkennung an und wir müssen jeden Tag die Errungenschaften der Gleichberechtigung von LSBTTI gegen Rückschritte und Anfeindungen verteidigen.“

    Nach einer Tour unter der fachkundigen Führung von Willi Kutsch durch die Räumlichkeiten des CSG, die sich seit 1997 im Kölner Stadtteil Kalk befinden, gab es einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche und die Entstehungsgeschichte des CSG.

    Das Centrum ist ein eingetragener Verein und wurde 1984 durch die Zusammenführung der beiden Initiativen „Rheinisches Schwulenarchiv“ und „Arbeitskreis schwule Geschichte“ gegründet. Das CSG hat es sich zur Aufgabe gemacht, das umfangreiche Quellenmaterial zur Geschichte der Homosexualität, wie z. B. Zeitschriften, Zeitungsartikel und Plakate, sowie Audio- und Video-Dateien, nicht nur zu sammeln und zu archivieren, sondern auch die historischen Zusammenhänge aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht unter anderem durch regelmäßige Ausstellungen während des „Come-Together-Cups“ auf den Vorwiesen des RheinEnergieSTADION in Köln und im Rahmen des Cologne-Pride, sowie durch eigene Publikationen, zu denen auch das Magazin „HIStory“ gehört, welches dreimal im Jahr erscheint.

    Dabei geht es nicht nur um die Geschichte der Schwulenbewegung in Köln und im Rheinland, die immer noch den größten Bestandteil der Arbeit ausmacht, sondern auch um einen Blick auf die Geschichte der Homosexualität in Deutschland und in der Welt.

    Finanziert wird das CSG zum größten Teil aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Jedoch können die Kosten dadurch nicht immer gedeckt werden, zumal der Bestand des Archivs zusehens wächst. Wie jedes Archiv bedarf es einer fachgerechten Lagerung des Quellenmaterials, um dessen Erhaltung auch in Zukunft zu garantieren. Diesen Ansprüchen genügen die Räumlichkeiten in Köln Kalk leider nicht, weswegen sich der Verein zur Zeit nach möglichen Alternativen umschaut.