Schlagwort: Bahn

  • Antwort des VRR zum RE 47 enttäuscht

    Antwort des VRR zum RE 47 enttäuscht

    Das Angebot in Lüttringhausen und Güldenwerth hat sich nach dem Start der RE47 verschlechtert, denn bis dahin gab es morgens und nachmittags direkte Züge nach und von Düsseldorf. Diese sind nun gestrichen. Unklar bleibt weiterhin, was der VRR jetzt gegen die fahrplantechnischen Probleme macht.

    Der Rat hat mit seinem klaren Beschluss den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger formuliert. Dieser Wunsch lässt sich nicht mit dem Satz ‚Daran kann auch ein Ratsbeschluss nichts ändern‘ vom Tisch wischen.

    Dann müssen wir uns nun halt an die nächste Ebene wenden. Vielleicht finden wir beim NRW-Verkehrsminister oder bei der Deutschen Bahn Gehör, um die Fahrplantechnik in den Griff zu bekommen. Wer die Remscheiderinnen und Remscheider auf die Zeit nach 2028 vertröstetet, der verpennt die Verkehrswende. Es ist zu spät, erst in fünf Jahren bessere Verbindungen einzurichten.

  • NRW im Abi-Super-Gau – Ministerin Feller muss katastrophales Kommunikationsverhalten in Sondersitzung erklären

    NRW im Abi-Super-Gau – Ministerin Feller muss katastrophales Kommunikationsverhalten in Sondersitzung erklären

    Foto: Taken auf pixabay

    Hierzu erklärt Dilek Engin, schulpolitische Sprecherin:

    „Was für ein Abi-Super-Gau der Schulministerin. Wie konnte man gestern eine ganze Schullandschaft so lange im Unklaren darüber lassen, wie es nach den Download-Schwierigkeiten weitergeht? Über Stunden war die Ministerin abgetaucht. Das war wirklich katastrophales Kommunikationsverhalten von Frau Feller. Von der viel zitierten Verwaltungserfahrung war gestern nicht viel zu spüren. Dass sie in dieser Krisensituation so lange ,auf stumm geschaltet‘ hat, ist mir wirklich ein Rätsel. Dabei müsste sie doch längst gelernt haben, dass in solchen Momenten nichts so wichtig ist wie eine schnelle und klare Information der Betroffenen.

    Ausbaden müssen es jetzt die Lehrkräfte und die Abiturienten. Im Übrigen insbesondere die Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens, die am Freitag das Zuckerfest feiern. Und ob bei dem angekündigten Bahn-Streik am Freitag überhaupt ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden kann, ist auch noch völlig offen. Das gilt auch für die Frage nach dem Umgang mit den gestern hoch geladenen Prüfungsaufgaben. Eigentlich können sie nicht mehr verwendet werden, da eine Geheimhaltung nicht hundertprozentig sichergestellt werden kann.

    Ich erwarte, dass die Ministerin umgehend in einer Sondersitzung des Schulausschusses dem Landtag erklärt, wie sie ein rechtssicheres Abitur gewährleisten will.“

  • Wolf spricht mit Jusos in Düsseldorf über aktuelle Themen

    Wolf spricht mit Jusos in Düsseldorf über aktuelle Themen

    So war ein Thema der Drogenkonsum und die Sorge um die Zunahme in den letzten Jahren, die Frage von Verbot oder Legalisierung von Cannabis und die möglichen Folgen, sowie die Frage von Kontrollmöglichkeiten. Auch die Mobilität und Zuverlässigkeit der Verkehrsmittel, insbesondere die Bahn nahm breiten Raum ein.

    Hier spielt für die jüngeren Remscheider und Remscheiderinnen insbesondere die Anbindung an die Metropole Köln eine große Rolle. Die Jusos wünschen sich hier einen verlässliche Schienenverbindung. Da kommt die Studie des Verbandes der Deutschen Verkehrsunternehmen (VDV) und der Idee einer Straßenbahnverbindung nach Köln gerade richtig.

    Alltagsnahe Themen sind für die Jugendlichen besonders relevant. Dazu zählen auch die aktuellen Lebensmittelpreise.

    Mich interessiert die Perspektive der jüngsten Parteimitglieder besonders, denn sie werden später über die wichtigen Fragen zu entscheiden haben. Umso besser, wenn sie frühzeitig auch die bisweilen etwas zähen Debatten in den Parlamenten verfolgen und sich ein Bild machen.

     

  • Wolf: Antwort der Landesregierung zur Direktverbindung nach Düsseldorf trägt nicht zur Beruhigung bei

    Wolf: Antwort der Landesregierung zur Direktverbindung nach Düsseldorf trägt nicht zur Beruhigung bei

    Für die Zwischenzeit spiele die Landesregierung den Ball zurück zum VRR und einer durch diesen selbst gestemmten Übergangslösung. „Wir sind also gut beraten, weiter dran zu bleiben und beim VRR auf eine gute und baldige Übergangslösung mit einer stündlichen Verbindung zu drängen“, so Wolf.

    „Bei der Antwort auf die Frage, ob die zwei in Aussicht gestellten Haltepunkte sicher kommen werden, zeigt sich: Die Sache ist noch nicht in trockenen Tüchern! Die Landesregierung verweist auf die vom VRR bei der DB Netz AG in Auftrag gegebenen Studie, deren Ergebnis erst im Oktober vorliegen soll. Die Gefahr, dass es womöglich am Ende doch nur ein Haltepunkt wird, ist also noch nicht gebannt. Gut, dass die SPD in Remscheid frühzeitig auf diese Unsicherheit hingewiesen hat und sich dafür eingesetzt hat, dass die Planungen für den Haltepunkt Kremenholl/Honsberg nochmals durchgegangen und auf den aktuellen Stand gebracht werden.“

    Auch hinsichtlich der voraussichtlichen Bauzeiträume gab es noch keine Information. Konkrete Informationen liefere die Antwort der Landesregierung nur zu einem Punkt, den Bauarbeiten am Rauenthaler Tunnel.

    „Die Landesregierung hat hier von der DB Netz AG die Auskunft, dass nach dem aktuellen Planungsstand mit einer Totalsperrung des Abschnitts für den Zeitraum vom April 2024 bis Dezember 2025 zu rechnen sei. Das bedeutet: mehr als eineinhalb Jahre. Im Jahr 2018 wurde mir vom Bahnbeauftragten Herrn Lübberink noch eine Sperrung von mehreren Monaten in Aussicht gestellt. Das scheint nun deutlich länger zu werden. Das ist für die Lüttringhausener, die sich auf langwierige Beeinträchtigungen einstellen müssen, und insbesondere für dort ansässige Unternehmen mit Gütertransport wie etwa die Firma Dirostahl eine wichtige Ankündigung, um verlässlich planen zu können. Dann muss sichergestellt sein, dass die Müngstener Brücke auch für Gütertransporte in diesem Umfang genutzt werden kann.“

    Kleine Anfrage

  • Wolf hakt nach bei Direktverbindung nach Düsseldorf

    Wolf hakt nach bei Direktverbindung nach Düsseldorf

    Foto: Danielle Schäfer

    „Ich pendle selbst nach Düsseldorf und kenne aus eigener Erfahrung die Probleme, die oft mit dem Umstieg in Solingen verbunden sind. Wenn wir wollen, dass mehr Autofahrerinnen und Autofahrer auf die Bahn umsteigen, dann muss der Pendelverkehr auch reibungslos laufen. Nur so wird ein zukünftiger umweltfreundlicherer Mobilitätsmix gelingen.“

    Keine klaren Aussagen gab es auch bezüglich der neuen Haltepunkte. „Auch hier herrscht Verwirrung, ob es nun wirklich zwei Haltepunkte geben wird. Wir brauchen eine verlässliche Aussage für den geplanten Haltepunkt am Honsberg“, so Wolf. „Hier hat auch die aktuelle Antwort der Deutschen Bahn wenig Klarheit gebracht. Wir warten also weiter auf Ergebnisse von Gutachten, die im Herbst erschienen sollen.“

    Unklar war nach dem Bericht von Lothar Sill aus der Verbandsversammlung des VRR, wann eine Direktverbindung zum Standard werden kann. „Das A und O in der Sache ist die Finanzierungszusage des Landes. Der Verkehrsminister muss nun zügig deutlich machen, dass die Landesregierung hinter dem Projekt steht und die nötigen Mittel für die Umsetzung der Direktverbindung bereitstellen wird“, betont Wolf.

  • Ersatzteilprobleme bei der Bahn beeinträchtigen den Verkehr auf der Strecke S 7 noch bis November 2020

    Ersatzteilprobleme bei der Bahn beeinträchtigen den Verkehr auf der Strecke S 7 noch bis November 2020

    In einem heute eingegangenen Schreiben der Deutschen Bahn hat diese die Ursachen dafür benannt: Materialmängel und Ersatzteilmängel bei den Achszählern, also der Gleisabschnittüberwachung. Die Ausführungen der Bahn stimmen dabei alles andere als weihnachtlich frohgemut. Ersatzteile seien nicht mehr zu bestellen, es müsse ein vollständiger Austausch der Teile erfolgen, wobei die Lieferfrist für die neuen Materialien mindestens 30 Wochen betrage.

    „Es erschließt sich mir nicht, warum das nicht früher in den Planungen der Deutschen Bahn berücksichtigt wurde. Bei Verschleißteilen hätte eine frühe Bereitstellung der neuen Materialien erfolgen sollen. Lieferfristen sollten bekannt sein und dürften nicht als entschuldigende Gründe angeführt werden“, so der Abgeordnete. „Die Zusicherung, der Austausch habe höchste Priorität, erscheint wenig glaubhaft, wenn die Bahn sich erst in der ‚Planungs- bzw. Bestellphase‘ befindet. Von einem Großkonzern kann man ein deutlich besseres Vorausdenken erwarten. Das entspricht leider nicht dem bisherigen Qualitätsstandard der Deutschen Bahn auf dieser Strecke.“

    Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen die Austauscharbeiten noch bis November 2020 dauern.

    „Für Berufs- und Studienpendler ist diese Strecke eine wichtige und geradezu alternativlose Verbindung nach Wuppertal und nach Düsseldorf und unter Umständen auch darüber hinaus. Es zeigt sich unter dem Strich: Wir müssen künftig deutlich mehr in unsere Infrastruktur investieren. Hier muss endlich ein Umdenken her: Wir dürfen auch unsere Bahntrassen nicht mehr verschleißen, sondern müssen sie zukunftsfest machen!“

     

  • Immer wieder Ärger mit der S7 und S1

    Immer wieder Ärger mit der S7 und S1

    Probleme mit der S7

    Bereits seit vielen Wochen und Monaten kommt es auf der Strecke der S7, betrieben durch das Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) Abellio Rail NRW GmbH (Abellio) zu Verspätungen bis hin zu vollständigen Zugausfällen. Mit Email vom 30.11.2017 habe ich Herrn José Luis Castrillo, Vorstand des VRR, gebeten, die in der Öffentlichkeit diskutierten Fragen zu beantworten. Mit Email vom 05.12.2017 hat mir Herr Castrillo diese Fragen durch seine Fachabteilung beantworten lassen. Ferner habe ich in der Sitzung des Ausschusses für Verkehr und Planung am 06.12.2017 ergänzende Fragen gestellt und Antworten erhalten. Auf meinen vorgenannten Fragen erhielt ich vom VRR die folgenden Antworten:

    „1.  Welche Verspätungen und Ausfälle hat der VRR auf der S7 in den vergangenen drei Monaten ermittelt?

    Pünktlichkeit: Die S7 liegt mit durchschnittlich 0,92 Minuten Verspätung pro Fahrt auf Platz 12. Am unpünktlichsten war diese Abellio-Linie im September (durchschnittlich 1,01 Min Verspätung). Abellio ist damit aber stets über eine halbe Minute pünktlicher als alle VRR-Linien im Schnitt, da die Durchschnittsverspätung für das dritte Quartal hier bei 1,56 Minuten liegt. Unter allen S-Bahn-Linien liegt die durchschnittliche Verspätung je Fahrt bei 0,90 Minuten.

    Ausfälle: Betrachtet werden hierbei nur die unvorhersehbaren Ausfälle, wie Personalmangel oder Fahrzeugausfällen und Streckensperrungen durch Störungen an der Infrastruktur oder Suiziden. 2,52 % im September ist der schlechteste Wert für die S7 im dritten Quartal; im Durchschnitt sind in diesem Zeitraum allerdings nur 1,25 % aller zu erbringenden Zugkilometer ausgefallen (in der VRR-Rangliste Platz 23). Der Durchschnitt aller VRR-Linien liegt hierbei allerdings bei 1,72 % und bei der Produktgruppe der S-Bahnen bei 1,45 % (jeweils für die Monate Juli bis September).

    2.     Hat das VU für diese Verspätungen und Ausfälle Gründe benannt? Falls ja, welches sind dies und können diese Gründe künftig abgestellt werden?

    Als Hauptgrund für die 2,52% ausgefallenen Zugleistungen im September ist die Einsturzgefahr eines Gartencenters genannt worden: 55 (Teil-)Ausfälle von insgesamt 188 Meldungen. 13 weitere (Teil-)Ausfälle sind aufgrund von Infrastrukturmängel zu verzeichnen. 58 Mal sind Fahrten aufgrund von Personalmangel oder Fahrzeugstörungen gelistet worden. Die übrigen Ausfälle waren Suizide und suizidgefährdete Personen oder Polizeieinsätze.

    3.     Konsequenzen zieht der VRR gegenüber dem beauftragten VU, um künftig eine bessere Qualität zugunsten der Nutzerinnen und Nutzer zu erreichen?

    In den letzten Monaten häuften sich Fahrzeugstörungen, die zu Beginn nur verminderten Sitzplatzkapazitäten führten. Der VRR hat bereits intensive Gespräche mit Abellio geführt und darauf eingewirkt, dass ein Ersatzfahrzeug beschafft worden ist. Derzeit fährt ein fabrikneues Fahrzeug des EVU VIAS auf der Linie S7.

    Kommenden Montag findet ein nächstes Gespräch statt, um über den Stand der Fahrzeugflotte informiert zu werden und ggf. weitere Maßnahmen zu fordern. Ausfälle und negative Sitzplatzabweichungen werden aber weiterhin im Zuge der Jahresabrechnung pönalisiert.

    4.     Wie hat sich die Qualität der S7 im Vorjahresvergleich verändert?

    Auf das gesamte Jahr gesehen ist keine große Änderung zu verzeichnen.

    5.     Welche Qualität ergibt sich auf der S7 im Vergleich zu den durchschnittlichen Verspätungen und Ausfällen im gesamten VRR-Raum?

    Eine durchschnittliche (Ausfälle) oder gar bessere Qualität (Pünktlichkeit) im Vergleich zu den anderen VRR-Linien.“

    Qualitätsbericht 2016

    Jährlich veröffentlicht der VRR für alle Linien einen umfassenden Qualitätsbericht. Der letzte veröffentlichte Bericht stammt aus März 2017 und umfasst den Zeitraum des Jahres 2016. Dieser Bericht beschäftigt sich zum einen mit den Fragen der reinen betrieblichen Qualitätsstandards wie Pünktlichkeit, Zugausfälle und Zugbildung/Behängung. Zum anderen werden Aussagen getroffen zur Fahrgastinformation im Regelbetrieb- und Störungsfall sowie zum Zustand der Fahrzeuge auf den einzelnen Linien.

    Die Kundenzufriedenheit wird durch eine flächendeckende Befragung, auch auf der S7, erfasst. Innerhalb eines festgelegten Zeitraums werden die Kunden dabei um ihre Meinung gebeten. Die Erhebungen und Auswertungen erfolgen linienscharf; es wird in drei Wellen von vier Wochen erhoben. Bewertungsgrundlage sind hierbei Schulnoten von eins („sehr gut“) bis sechs („ungenügend“). Hieraus wird ein Mittelwert für jede Linie bzw. jedes Eisenbahn-verkehrsunternehmen ermittelt. Insgesamt sind die Fahrgäste im Jahr 2016 leicht unzufriedener mit der Leistung aller EVU als im Vorjahr. Wie auch bei den Linien RB 31, RB 32, RB 52 und S 1 kritisieren die Fahrgäste auf den Linien S 7 und S 28 die Pünktlichkeit, die Sauberkeit der Züge, die technischen Fahrzeugeinrichtungen und die Fahrgastinformation im Störungsfall. (vgl. Qualitätsbericht 2016, S. 31). Bei der S 7 sind es nur 0,13 Notenpunkte schlechter als im Jahr 2015, allerdings rutschte die Abellio-Linie zum zweiten Mal in Folge um zwei Plätze ab. Damit sank die S7 von Rang 5 aller Linien auf Rang 7 aller 49 Linien und erhält von den Kunden eine Durchschnittsnote von rund 2,0. Die durchschnittliche VRR-Zufriedenheit lag bei 2,19.

    Die durchschnittliche Verspätung (in Minuten pro Fahrt) hat sich im Jahr 2016 im Vergleich zum Jahr 2015 etwas auf Platz 4 mit etwa 0,6 Minuten pro Fahrt verschlechtert. Im Bericht heißt es, „Die S-Bahnen sind im Vergleich zu den RE- und RB-Linien generell pünktlicher unterwegs. Für die gesamte Produktgruppe gab es keine Veränderung der Durchschnittsverspätung. Die Fahrten der S 4 sind durchschnittlich nur 18 Sekunden verspätet, bei der S 7 sind es etwa 37 Sekunden.“ (vgl. Seite 9)

    Lag die Quote der unvorhersehbaren Zugausfälle in 2015 bei der S7 noch unter 1% stieg diese Quote auf rund 1,2 % in 2016 an. Die S7 liegt damit im unteren Drittel aller Linien.

    Deutlich weniger Schwierigkeiten ergeben sich bei der bestellten Anzahl von Sitzplätzen. Hier belegt Abellio mit seinen Linien, die in die Bewertung mit einfließen, einen der ersten elf Plätze. An der Spitze der verbundweiten Rangfolge steht sogar die S 7, bei der nur eine der bestellten Fahrten in Doppeltraktion mit nur einem LINT 41 erbracht worden ist (vgl. Seite 17). Auch beim Zustandswert (Funktion und Sauberkeit) belegt die S7 den zweiten Rang im VRR mit nahezu 98%. Bei der Funktionalität der Zugtoiletten hat sich die S7 allerdings im Vergleich zum Jahr 2015 von rund 92 % auf etwa 85 % verschlechtert (vgl. S. 24).

    Ebenso läßt der VRR die Fahrgastinformation in den Fahrzeugen im Regelbetrieb von den Profitestern erfassen. Dieser Qualitätsstandard basiert auf den Messkriterien Zugbe-schriftung, Lautsprecheransagen des nächsten Halts, Liniennetzpläne sowie der Anzeige von Liniennummer, Zugziel und nächster Station. Hier belegt die S7 einen Vergleichsplatz im oberen Drittel (vgl. S. 29)

    Der VRR erläutert zum Vergleich der Jahreszeiten: Der Blick auf die Jahresverlaufskurve zeigt deutlich, dass die Züge im November über alle Produktgruppen hinweg aufgrund des Schmierfilms durch Laub und der jahreszeitlichen Verschmutzung auf den Gleisen häufiger verspätet waren.“ (vgl. S. 38).

    Zusammenfassung zur S7

    Der VRR hat bestätigt, dass die S7 ist seit 2015 bis einschließlich September 2017 häufiger zu spät fährt. Lagen die Verspätungen in 2016 bei 0,6 Minuten pro Fahrt, erhöhte sich die Verspätung auf 0,92 Minuten pro Fahrt. Am unpünktlichsten war die S7 im September 2017.

    Die Zugausfälle steigen seit 2015 auf der S7 deutlich an. 2015 fielen noch unter 1 % der Züge aus, 2016 waren es schon rund 1,2 %, die S7 lag damit im unteren Drittel aller Linien. Im September 2017 fielen 2,52 % aller Züge der S7 aus, deutlich mehr als im Durchschnitt aller Linien (1,25 %). Hauptgrund für die hohen Ausfälle im September war die Einsturz-gefahr eines Gartencenter und betraf ein Drittel der Ausfallmeldungen.

    Bei der Kundenbefragung im Jahr 2016 sank die S7 von Rang 5 aller 49 Linien auf Rang 7 und erhielt von den Kunden eine Durchschnittsnote von rund 2,0.

    In den letzten Monaten häuften sich Fahrzeugstörungen. Es fehlten daher häufiger ausreichend Sitzplätze. Aktuell führen Störungen an den eingesetzten Fahrzeugen der S7 zu zusätzlichen Verspätungen und Ausfällen. Derzeit sind insgesamt drei Fahrzeuge ausgefallen. In Gesprächen mit Abellio hat der VRR inzwischen ein Ersatzfahrzeug bereitgestellt. Hierzu wird es am 11. Dezember weitere Gespräche des VRR mit Abellio geben. Der VRR wird sich dann über den Stand der Fahrzeugflotte informieren lassen und wenn nötig weitere Maßnahmen einfordern.

    Für ausgefallene Zugleistungen erhalten die EVU vom VRR keine Leistung. Damit müssen die EVU das wirtschaftliche Risiko tragen, denn die laufenden Kosten für Fahrzeuge und Personal müssen trotzdem durch das EVU aufgebracht werden.

    Probleme auf der S1

    In den vergangenen Jahren habe ich in den Diskussionen im VRR mein Augenmerk insbesondere auch auf die S1 gerichtet, da diese von vielen Pendlerinnen und Pendler aus Remscheid nach Düsseldorf oder in das Ruhrgebiet genutzt wird. Die Verspätungen lagen im Jahr 2016 deutlich höher als im Vorjahr und betrugen rund 1 Minute pro Fahrt. Die S1 gehört damit zu den unpünktlichsten S-Bahnen im gesamten VRR Gebiet.

    Ernüchternd sind auch die Ergebnisse bei den Zugausfällen der S1. „Im November waren es vor allem S-Bahnen, die unvorhersehbar ausfielen. Insbesondere die Ausfallquoten der Linien S 1 und S 4 waren hoch. Ein Grund hierfür sind die technischen Probleme an den eingesetzten Fahrzeugen des Typs ET 422, die seit November keine längeren Tunnelstrecken befahren dürfen.“ (vgl. S. 13). Dazu kommt, dass die S1 bei der Fahrgastinformation den letzten Platz belegt.

    Es verwundert daher nicht, dass die S1 bei der Kundenzufriedenheit nur Platz 33 von 49 Linien mit einer Durchschnittsnote von etwa 2,3 belegt.

    Der VRR bestätigte in der Sitzung am 06.12.2017 auf meine Nachfrage, dass es eine drastische Verschlechterung in den letzten Monaten auf der S1 gab. Auf weitere Nachfrage teilte mit der VRR mit, dass bei rund 1/3 der aktuellen Ausfälle auf der S1 das EVU, hier die DB Regio, selbst verantwortlich war und daher diese Fehler voll pönalisiert werden konnte.

    Direktverbindungen von Remscheid nach Düsseldorf und Köln

    In zahlreichen Gesprächen habe ich mit Remscheids Oberbürgermeist Burkhard Mast-Weisz beim VRR das Thema eine Direktverbindung angesprochen. Zusätzliche Direktfahrten nach Düsseldorf sind aus Sicht des VRR grundsätzlich möglich. Dabei ist angedacht, dass die S7 als Direktverbindung einmal pro Stunde die S1 auf der Strecke Solingen – Düsseldorf ersetzt. Dazu ist es allerdings erforderlich, die Kapazitäten in den eingesetzten Zügen deutlich auszuweiten. Hierfür bedarf es voraussichtlich eines zusätzlichen Zugmaterials, das Abellio auf der Strecke S7 durch den VRR zur Verfügung gestellt wird.

    Die o.g. erheblichen und bekannten Probleme auf der S1 (Verspätungen, Zugausfälle) sollten wir daher gemeinsam nutzen, um im VRR für eine stündliche Direktfahrt durch die S7 zu werben.

    Bei der Direktverbindung Remscheid – Köln sieht der VRR deutlich größere Herausfor-derung. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass die Hohenzollern-Brücke zwischen den Bahnhöfen Köln Hbf und Köln Messe/Deutz stark beansprucht wird. Freie Zeitfenster sind hier kurzfristig nicht zu erwarten. Eine Durchbindung nur bis zum Bahnhof Köln Messe/Deutz wären wegen der notwendigen Wendezeiten in den Hauptverkehrszeiten aus Sicht des VRR nicht vertretbar.

    Ich habe dem Remscheider Stadtrat daher empfohlen, dass wir als Rat gemeinsam weiterhin unser besonderes Interesse an den beiden Direktverbindungen deutlich formulieren.

    Ein Ergebnis der vorgezeichneten Gespräche war der Beschluss des Rates am 28.09.2017 gemäß Drucksache 15/4007, zusätzlich Mittel im ÖPNV-Bedarfsplan anzumelden.

     

  • Neue Konzepte zur Verbesserung auf der Linie S 1 dringend notwendig

    Bereits im letzten Sitzungsblock hatte der VRR über die Betriebsqualität der S1 und insbesondere über die Häufigkeit der vorzeitigen Wenden in Hilden berichtet. „Zwar erkennt der VRR kein strukturelles Problem bei der Linienführung der S1 nach Solingen, die Betriebsqualität der S1 im Bereich Solingen/Hilden ist aber alles andere als zufriedenstellend.“, so Sven Wolf.

    Nach aktuellen Informationen des VRR ging es bei dem Gespräch um Möglichkeiten zur Verbesserung der Betriebsqualität und zur Vermeidung vorzeitigen Wendens der S-Bahn in Hilden. Zum einen wurden Konzepte diskutiert, um im Störungsfall die Wegekette Düsseldorf – Hilden – Solingen aufrecht zu erhalten. Hierzu werden weitere Prüfungen hinsichtlich Fahrzeugbereitschaft (Fahrzeugeinsatz und Abstellmöglichkeit) und Bahnsteigbelegung erfolgen.

    Zum anderen wurden Konzepte besprochen, die Anzahl der Umläufe der S1 generell zu erhöhen, um in Solingen eine deutliche längere Wendezeit zu generieren. Damit könnten Störungen im Betrieb besser ausgeglichen werden. Eine Machbarkeitsstudie für den hierfür zwingend notwendigen Infrastrukturausbau soll nach weiterer Abstimmung zwischen DB Netz, DB Regio und VRR beauftragt werden.

    „Die zahlreichen Zugausfälle und das vorzeitige Wenden in der letzten Zeit sind eine unzumutbare Belastung für die viele Pendlerinnen und Pendler“ erklärte Iris Preuß-Buchholz. „ Da hat sich eine Menge Unmut aufgestaut und es muss jetzt wirklich zeitnah Verbesserungen geben.“

    „Wir sind permanent im Gespräch mit der Bahn und dem VRR, um die Dringlichkeit deutlich zu machen“, bekräftigen die Abgeordneten. „Es geht nicht an, die Problematik kleinzureden. Es muss Lösungskonzepte geben.“

  • DB will Sperrung der S7 am Samstag aufheben

    DB will Sperrung der S7 am Samstag aufheben

    „Ich bin aber weithin skeptisch, denn Ankündigungen der Deutschen Bahn zur Aufhebung der Sperrung gab es bereits einige, die sich nicht bewahrheitet haben. Hintergrund meiner Anfrage war der vorlegte Qualitätsbericht des VRR, der eine hohe Kundenzufriedenheit mit den neuen Betreiber Abellio zeigt. Das geht aber nur, wenn der Zug auch fährt“, so Wolf.

  • Probleme auf der S1 zwischen Solingen und Düsseldorf

    Probleme auf der S1 zwischen Solingen und Düsseldorf

    Der Vertreter der Bahn, Herr Reiner Latsch, versprach eine Besserung und, die Möglichkeiten einer schnelleren Information der Nutzerinnen und Nutzer zu prüfen.

    Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen in den Gremien des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) werden  wir das Thema auch dort nochmals aufgreifen.

    „Rein rechnerisch erreicht die Bahn im Tagesdurchschnitt eine gute Qualität und die Pünktlichkeit liegt bei über 95 %. Leider hilft das nur wenig, da die unpünktlichen Fahrten und das vorzeitige Wenden sich besonders in den Hauptverkehrszeiten häufen. Besonders dann, wenn viele Menschen auf eine pünktliche Bahnverbindung angewiesen sind, um ihre Arbeitsplätze zu erreichen“, so der Remscheider Abgeordnete Sven Wolf im Anschluss an das Gespräch.

    Sperrung der S7 in Remscheid.

    Bei der aktuellen Sperrung der S7 wegen eines Hangrutsches arbeiten die Mitarbeiter der DB mit Hochdruck an einer Absicherung der Strecke. Es waren schwere Gesteinsbrocken auf die Strecke gestürzt. Durch Ankerhaken, die in das Erdreich eingebracht werden, und Netze will die Deutsche Bahn dies künftig verhindern. Diese Arbeiten mussten witterungsbedingt unterbrochen werden. Besonders für das Anbringen der Haken ist ein ruhender Verkehr nötig. Die Bahn wird in den kommenden Tagen mitteilen, wann die Sperrung aufgehoben werden kann. Aktuell ist ein Zeitpunkt noch nicht abzusehen.