Schlagwort: UNternehmen

  • Know-How-Transfer der WiJus: Christian Engels begleitete mich im Landtag

    Know-How-Transfer der WiJus: Christian Engels begleitete mich im Landtag

    Fotos: Danielle Behmenburg, Landtagsfraktion

    Von Dienstag bis Mittwoch waren die Wirtschaftsjunioren NRW bei den Landtagsabgeordneten im Landtag zu Besuch. Bei dem jährlich stattfindenden Know-How-Transfer geht es erstens um einen Einblick in den Abgeordneten-Alltag mit einer Teilnahme an Plenarsitzung und Terminen. Zum zweiten findet ein intensiver Austausch in Gesprächen und Diskussionen über die Landes- und Wirtschaftspolitik statt.

    Christian Engels, Sprecher der Wirtschaftsjunioren Remscheid, hat mich in diesem Jahr begleitet. Er ist Leiter Finanzen & Organisation bei dem Remscheider Unternehmen Paul Schulte Gebäudedienste.

    „Das Ziel der ehrenamtlichen Arbeit der Wirtschaftsjunioren ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu sichern und eine höhere Akzeptanz für unternehmerisches Handeln zu erreichen“, erläutert Christian Engels. „Für mich waren das zwei tolle Tage. Spannend, bei einer Fraktionssitzung dabei zu sein und zu schauen, was diskutiert wird und wie die Themen diskutiert werden.“

    Eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik halte ich für wichtig und notwendig. Für mich ist aber auch der Blick in den Berufsalltag in den Unternehmen wichtig. Im Januar werde ich den Gegenbesuch machen und einen Tag Christian Engels bei seiner Arbeit begleiten und ihm über die Schulter schauen. Darauf freue ich mich jetzt bereits.

     

  • Landtagsabgeordneter bringt Unternehmen in der SDFS zusammen

    Landtagsabgeordneter bringt Unternehmen in der SDFS zusammen

    Foto: Thomas Wunsch

    In seinem spannenden Vortrag erklärte Prof. Dr. Peter Burggräf, welche Herausforderungen es zu bewältigen gibt und mögliche Lösungsansätze: Geschwindigkeit der Digitalisierung, Klimaveränderung, Fachkräftemangel. Damit Deutschland in Biotechnologie und Produktionstechnik auch in Zukunft führt, muss vor allem smart, klimaneutral und biodivers produziert werden.

    Danach gab es noch eine interessante Führung durch das Campusgebäude. Hierbei ging es vor allem um die Zustandsüberwachung von Anlagen, Assistenzsysteme für Werker und die Indoor-Lokalisierung von Objekten.

    Ich habe die vielen verschiedenen Unternehmen auf die Reise eingeladen, weil es mir wichtig ist, unterschiedliche Menschen zusammenzubringen und gute Ideen zusammenzutragen. Mit dieser Unternehmerreise konnten wir zu dieser Netzwerkbildung beitragen. Die kleinen und mittleren Unternehmen in unseren Regionen, in Südwestfalen und dem Bergischen Land, sind sich ähnlich und stehen vor gleichen Herausforderungen. Es braucht frische Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen. Damit werden wir unsere Wirtschaft für die klimaneutrale Zukunft fit machen.

  • Gedankenaustausch mit der AG 60plus Remscheid in Düsseldorf

    Gedankenaustausch mit der AG 60plus Remscheid in Düsseldorf

    Eine spannende Diskussion hatten wir über Energiepreise und den Energiemarkt und die Bedeutung für unsere Remscheider Industrie und die energieintensiven Unternehmen. Für die heißt es oft erst einmal: einen Anschlussvertrag bei einem Energieversorger zu bekommen!

    Weitere Themen waren die Haushalte von Land und Kommunen und die Schuldenaufnahme und vor allem die Möglichkeiten der Entschuldung für unsere Städte. Eine wichtige Frage – denn jetzt steigen die Zinsen und jedes Abwarten bei einer Entschuldung der Städte kostet Geld.

    Schön, dass jetzt wieder Besuche von Gruppen im Landtag möglich sind. Vieles in der aktuellen Lage betrifft die Menschen unmittelbar in ihrem Alltag wie die gestiegenen Energiekosten bei gleichbleibenden Gehältern, zurückgehender Konsum und die Folgen für die Anbieter vor Ort. Gerade in Krisensituationen sind viele Fragen existentiell und die möchten die Menschen auch ihren Abgeordneten direkt stellen können.

    Davor konnte die Gruppe eine lebhafte Plenardebatte zur Bildung zu verfolgen und nach dem guten Gedankenaustausch mit dem Abgeordneten wartete schon eine Stärkung mit Kaffee und Kuchen auf die Gäste.

     

  • Ein toller Einblick bei der Wirtschaftsmacht von nebenan

    Ein toller Einblick bei der Wirtschaftsmacht von nebenan

    Diesmal ging es hoch hinaus, denn nur auf dem Gerüst lässt sich eine Fassade streichen. Gemeinsam mit dem Auszubildenden und den beiden Chefs ging es zur Baustelle. Das Tagesziel war klar: heute muss die Fassade eines Einfamilienhauses ein zweites Mal gestrichen werden. Das Wetter spielte auch mit, denn es blieb sonnig, so dass die aufgetragene Farbe auch gut trocknen konnte.

    Florian Kaufmann und Philipp Seringhaus vom Malerbetrieb Kaufmann und Seringhaus sind froh, wenn es im Oktober noch ein paar trockene Tage gibt, dann können die Aufträge für Außenarbeiten noch vor dem Winter erledigt werden. Denn Farbe braucht eine Mindesttemperatur und möglichst keinen Regen.

    Meine Aufgabe: erst mit einem kleinen Pinsel sorgsam die Ecken streichen, dann mit der kleinen Rolle und schließlich mit der großen Rolle streichen. Dabei nicht vergessen, wo wir schon gestrichen hatten. Denn weiß auf weiß ist schwer zu sehen. Auch wenn das Motto der Kampagne ‚Wir treiben‘s gerne bunt‘ lautet: Immer wieder der prüfende Blick vom Chef, ob ich denn auch genug Farbe aufgetragen habe und auch jede Stelle gestrichen habe.

    Natürlich wollte ich auch wissen, was denn beiden Chefs am meisten Sorgen mache? – „Der Nachwuchs – denn es wird immer schwieriger, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. Dabei ist das ein toller und vielfältiger Job“, schwärmt Florian Kaufmann.

    „Die Chancen für junge Menschen, einen Ausbildungsplatz in einem Handwerksberuf zu finden, sind gut. Viele Betriebe in der Region bilden aus“, bestätigte mir Fred Schulz, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Remscheid.

    Der Azubi im Malerbetrieb Kaufmann und Seringhaus ist übrigens schon die dritte Generation Kaufmann, die sich daran macht, den Beruf des Malers zu lernen. Der Malerbetrieb wurde 1952 von Florian Kaufmanns Vater in Remscheid-Vieringhausen gegründet.

     

     

  • Der neue Mindestlohn hilft auch in Remscheid und Radevormwald

    Der neue Mindestlohn hilft auch in Remscheid und Radevormwald

    Foto: Free-Photos-auf-Pixabay

    „Für viele Unternehmen in unserer Region war eine gute Bezahlung auch schon vor Oktober eine klare Sache. Bei Gesprächen mit vielen Unternehmen in den vergangenen Wochen, etwa auf der Eisenwarenmesse, wurde immer wieder klar: wer gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchte, der muss auch gut bezahlen. Für den traditionellen Bergischen Unternehmer ist das keine Frage. Denn inzwischen fehlen überall händeringend Arbeitskräfte. Das gelingt am besten mit mehr Mitbestimmung und Tarifbindung. Wir müssen aber auch den Arbeitsmarkt einfacher und schneller für Arbeitskräfte aus anderen Ländern öffnen. Unser Industriestandort im Bergischen ist darauf dringend angewiesen.“

    Wolf erinnert dabei an die weiteren Initiativen der SPD-Landtagsfraktion in Düsseldorf: „Gute Löhne gibt es vor allem dann, wenn Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände miteinander Tarifverträge abschließen. Deshalb wollen wir in Nordrhein-Westfalen bei öffentlichen Vergaben die Tariftreue stärken. Ebenso wichtig ist ein ,Bündnis für Tariftreue‘ zwischen Landesregierung und Tarifpartnern, um nach geltendem Recht mehr Tarifverträge für allgemeinverbindlich zu erklären. Die Erhöhung des Mindestlohns zeigt: Bessere Löhne sind möglich, machen wir also weiter.“

     

     

     

     

  • Know-How-Transfer mit Wirtschaftsjunior Dominik Limbach

    Know-How-Transfer mit Wirtschaftsjunior Dominik Limbach

    „Ich freue mich, dass ich mich mit Dominik Limbach von Maurerfreund gestern und heute austauschen konnte. Die Wirtschaftsjunioren sind dabei in den Fraktionssitzungen und erleben unsere Arbeit hautnah. Das, was die Unternehmen aktuell umtreibt, sind vor allem die steigenden Energiekosten“, berichtet Wolf. „Gestern haben wir uns in der SPD-Fraktion im Landtag NRW mit Sigmar Gabriel, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Thyssenkrupp Steel Europe AG, zu aktuellen Themen ausgetauscht. Heute geht es im Plenum um Gaslieferungen. Nicht wenige Unternehmen sind aktuell unter Druck, weil sie dringend Energielieferverträge abschließen müssen und es an Angeboten mangelt.“

    „Ein wichtiges Thema für Unternehmen sind auch die aufwendigen Formalitäten, wenn sie  Fördermittel und Unterstützungen beantragen wollen. Mir ist es wichtig, aufzuzeigen, dass der Aufwand beim Beantragen oft in keinem Verhältnis zum Nutzen steht“, erklärt Dominik Limbach. „Da könnte man für Unternehmen einiges erleichtern.“

    Dieses Jahr kann der jährliche Knowhow-Transfer mit den Wirtschaftsjunioren erstmals wieder in Präsenz stattfinden. Regelmäßig kommen junge Unternehmerinnen und Unternehmen zur Plenarsitzung nach Düsseldorf und sprechen mit ihren lokalen Abgeordneten über die drängenden Themen aus der Wirtschaft.

    In der zentralen Diskussionsrunde mit den Vertreterinnen und Vertretern der Landtagsfraktionen ging es um Energiepreise und Inflation, Fachkräftemangel und ÖPNV-Tickets.

    „Gerade jetzt ist es wichtig, gemeinsam über Lösungen der aktuellen Probleme zu sprechen und Politik transparent zu machen. Die Belastungen steigen und das Tempo zum Gegensteuern zieht an. Wir setzen dieses Thema ständig auf die Tagesordnung in Düsseldorf und unser Fraktionsvorsitzender Thomas Kutschaty fordert immer wieder, dass sich auch NRW mit seinem gut gefüllten Haushalt einbringt. Viele Bundesländer, wie Niedersachen, Mecklenburg-Vorpommern oder Hamburg, haben inzwischen eigene Entlastungspakte auf den Weg gebracht. Die Landesregierung in NRW muss dies nun auch tun“, betont Wolf. „Dafür muss auch Geld in die Hand genommen werden, etwa mit einem Notfallfonds für Unternehmen und Verbraucher.

    Das Unternehmen von Dominik Limbach durfte ich schon vor einigen Jahren besuchen und habe dort einen spannenden Einblick erhalten. Jetzt gab es endlich den Gegenbesuch, damit mir ein Unternehmer auch mal über die Schulter schauen konnte.“

     

     

  • Betriebsräte stärken und Betriebsratswahlen 2022 konsequent unterstützen!

    Betriebsräte stärken und Betriebsratswahlen 2022 konsequent unterstützen!

    Foto: StartupStockPhotos auf Pixabay

    Dazu erklärt Lisa-Kristin Kapteinat, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag:

    „Betriebsräte machen Unternehmen attraktiver und erfolgreicher. Betriebe mit Betriebsrat zahlen im Schnitt mehr Geld, haben sicherere Arbeitsplätze und machen es Beschäftigten einfacher, Leben und Arbeiten unter einen Hut zu bringen. Arbeitnehmervertretungen haben ihr Ohr nah an der Belegschaft: Sie kennen die Probleme ihrer Kolleginnen und Kollegen und tragen deren Kritik und Forderungen zur Geschäftsführung.

    Studien zeigen außerdem ganz klar dass Betriebsräte zu mehr Produktivität und steigenden Renditen beitragen.

    Die hunderttausenden Beschäftigten, die in diesen Wochen ihre Betriebsvertretungen wählen, leisten einen großen Beitrag zu unserem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlergehen.

    Von der Landesregierung erwarten wir deshalb, dass sie die Betriebsratswahlen in NRW öffentlichkeitswirksam unterstützt.

    Dass die Zahl der Betriebsräte in deutschen Unternehmen sinkt, ist ein schlechtes Zeichen. Dieser Trend schadet unseren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und unseren Betrieben. Es ist deshalb gut, dass die Bundesregierung stärker gegen Union-Busting vorgeht. Für die Betriebe in NRW und ihre Mitarbeitenden ist es jetzt wichtig, dass auch die Landesregierung aktiv wird. Auch sie muss Union-Busting konsequent bekämpfen.

    Wir fordern sie deshalb auf, gezielt Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Wirtschaftskriminalität in Arbeitsbeziehungen einzurichten.“

    Unser Antrag

  • Förderungsmöglichkeiten für Unternehmen

    Förderungsmöglichkeiten für Unternehmen

    Foto: Thomas Wunsch

    Oft werde ich von Unternehmerinnen und Unternehmern gefragt, ob ich eine Idee habe, wie ihr Unternehmen gefördert werden kann. Sie stellen sich die Frage, ob ihr Produkt zeitgemäß ist und was sie an ihrem Unternehmen verbessern können. Dabei ist es wichtig nicht nur im Unternehmen sondern vor allem auch am Unternehmen zu arbeiten. Doch wie ist das möglich?

    Als Tür-Öffner für vieler Unternehmen habe ich den Kontakt zwischen diesen und Experten für Förderungsmöglichkeiten geknüpft. In der Vor-Ort-Veranstaltung am 22.02.2022 in Remscheid habe ich diverse Unternehmen in das Gespräch mit Stephan Kunz von der NRW.Bank, Volker Pleiss von der Stadtsparkasse Remscheid, Christoph Imber von der Gründerschmiede Remscheid und Dr. Peter Dültgen von der Forschungsgemeinschaft Werkzeuge gebracht.

    Nach einer Vorstellung der Förderungsmöglichkeiten durch Stephan Kunz, fand eine interessante Diskussion statt, in der die Unternehmerinnen und Unternehmer offene Fragen klären konnten.

    Foto Thomas Wunsch

    Foto Thomas Wunsch

    Vor allem ist der Wunsch der Unternehmerschaft nach mehr Transparenz in Förderprogrammen groß. Unbestimmte Begriffe wie „Coronabetroffenheit“ sollen in Zukunft klarer ausgedrückt und definiert werden. Da die Förderprogramme sehr lukrativ sind, ist die Nachfrage entsprechend hoch. Dadurch kann es dazu kommen, dass sich der „Topf leert“. Auch hier fordern Unternehmen eine Art Frühwarnsystem.

    Schade ist allerdings, dass es immer noch viele Unternehmen gibt, die nichts von den Förderungsprogrammen wissen. Förderungsmöglichkeiten im Rahmen von Darlehen und Zuschüssen gibt es im Grunde für alle Unternehmen, seien es kleine, mittelständische oder große Unternehmen.

    https://www.nrwbank.de/de/unternehmen/

    https://gruenderschmiede.org/fuer-unternehmen/

  • Fachkräftemangel effektiv begegnen und den Wirtschaftsstandort NRW zukunftsfähig aufstellen

    Fachkräftemangel effektiv begegnen und den Wirtschaftsstandort NRW zukunftsfähig aufstellen

    Foto: JonKline pixabay Schweisser

    Hierzu erklären André Stinka, stellvertretender Vorsitzender, und Lisa-Kristin Kapteinat, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    André Stinka:

    „Der Fachkräftemangel hat die nordrhein-westfälische Wirtschaft fest im Griff. Besonders betroffen ist das Handwerk. Das Fehlen wichtiger Arbeitskräfte bremst Unternehmen aus: Kunden müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen, den Betrieben entgehen Aufträge, die Energiewende ist ohne gut ausgebildete Fachkräfte nicht zu meistern. Dabei sind gerade die Handwerksbetriebe essenziell für eine erfolgreiche Energiewende.

    Die Energiewende wird tausende Jobs schaffen, welche von gut ausgebildeten Fachkräften besetzt werden müssen. Ein Mangel an Fachkräften führt dazu, dass die Energiewende ins Stocken gerät. So verliert der Wirtschaftsstandort NRW an Attraktivität. Das dürfen wir nicht zulassen. Doch auf die aktuelle Landesregierung kann beim Thema Fachkräftemangel niemand zählen. Sie vernachlässigt diese wichtige Herausforderung.

    Mit unserem Antrag wollen wir wichtige Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel auf den Weg bringen. Wir müssen Ausbildungs- und Studienabbrüche reduzieren. Jeder vierte neu abgeschlossene Ausbildungsvertrag wird vorzeitig gelöst. Durch eine Verminderung der aktuellen Abbruchquote um 10 bis 20% könnten rund 70.000 bis 140.000 Fachkräfte bis zum Jahr 2030 gewonnen werden.

    Wir müssen ein Programm „Gute Berufsschule 2030“ auflegen, um die Berufskollegs schnellstmöglich zu sanieren, zu modernisieren, zu digitalisieren und um dem Lehrkräftemangel an Berufsschulen entgegenzuwirken. Auch die Handwerkerbildungszentren wollen wir auf diese Weise stärken. Zudem müssen wir den Wandel der Wirtschaft durch Digitalisierung und Energiewende gestalten. Die Transformation gelingt nur mit ausreichend Fachkräften. Neben Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten müssen dabei auch neue und besonders benötigte Ausbildungsberufe gefördert werden.“

    Lisa-Kristin Kapteinat:

    „NRW darf keine weitere Zeit verlieren, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel anzugehen. Wir wollen eine gute Perspektive für Beschäftigte und Unternehmen in NRW schaffen. Dafür brauchen wir eine landesweite Einführung der umlagefinanzierten Ausbildungsplatzgarantie. Diese ermöglicht allen Jugendlichen einen Zugang zu einer vollqualifizierenden Berufsausbildung.

    Wir müssen Schulabgänge ohne Abschluss reduzieren. Deswegen wollen wir das Programm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ausbauen und die finanziellen Mittel dafür erhöhen. Dazu müssen auch die Beratungs- und Vermittlungsangebote von zukunftsträchtigen Ausbildungsberufen gefördert werden.

    Darüber hinaus müssen wir auf eine Gleichstellung von Dualer Berufsausbildung und Studium hinarbeiten. Das geht beispielsweise durch eine Kostenvergünstigung und Leistungsverbesserung des Azubitickets und durch die Förderung des Baus von „Azubi-Wohnheimen“. Der Dualen Ausbildung kommt in der Bewältigung des Fachkräftemangels ohnehin eine zentrale Bedeutung zu. Wir brauchen einen umfassenden Ansatz in allen Politikfeldern, um die Duale Ausbildung zu stärken und als einen zentralen Baustein der Fachkräftegewinnung- und -sicherung zu erhalten und weiterzentwickeln. Mit diesen Maßnahmen des Antrags gelingt es uns, dem Fachkräftemangel in NRW endlich effektiv zu begegnen.“

  • Die Gute Arbeit von morgen muss jetzt vorbereitet werden

    Die Gute Arbeit von morgen muss jetzt vorbereitet werden

    Foto: Foto: Malachi Witt auf pixabay

    Hierzu erklären Lisa-Kristin Kapteinat und André Stinka, stellvertretende Vorsitzende, sowie Josef Neumann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

    „Die Corona-Pandemie hat uns über ein Jahr im Griff gehabt. Jetzt gilt es, mit einem klaren Plan aus der Krise herauszukommen und den sozialen Neustart in die Wege zu leiten. Unser Leitantrag gibt die nötigen Impulse, damit Nordrhein-Westfalen in diesem wichtigen Jahrzehnt vorankommen kann.

    Mit einem Investitionsprogramm in Höhe von 30 Milliarden Euro wollen wir Unternehmen in NRW das nötige Kapital an die Hand geben, damit sie in Klimaschutz, Digitalisierung und Beschäftigung investieren können. Die Gelder werden dringend benötigt, denn der digitale und ökologische Umbau unserer Wirtschaft kostet deutlich mehr als warme Worte.

    Unterstützung fanden wir bei vielen Sachverständigen mit der Forderung nach mehr Arbeitsschutz. Das eine Stärkung des Arbeitsschutzes und die Förderung von Betriebsratsgründungen wichtig ist, sieht man auch dadurch, dass die Beschäftigten viel besser durch die Krise gekommen sind, wo sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Gewerkschaften oder Betriebsräten organisieren konnten.

    Großen Zuspruch der Experten gab es für die Forderungen zum sozialen Arbeitsmarkt. Er wurde als wichtiges Instrument zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit auch in Corona-Zeiten gelobt. Gefordert wurde, den sozialen Arbeitsmarkt dauerhaft zu etablieren und ihn weiterzuentwickeln. Auch für die Stärkung des Industriestandorts Nordrhein-Westfalen setzen wir uns ein. Wir müssen die Arbeitsplätze in der NRW-Industrie zukunftsfähig ausrichten. In der heutigen Sachverständigenanhörung haben wir dafür ausdrückliche Unterstützung erhalten.“