Schlagwort: Gründerinnen

  • Stipendien für Gründungen werden verlängert und Kredite angeboten

    Stipendien für Gründungen werden verlängert und Kredite angeboten

    Gründerstipendien und Transferprogramme für Hochschulabsolventen, die eigentlich zwischen März und Ende Juni ausgelaufen wären, können um drei Monate verlängert werden. Unternehmen, die nicht älter als drei Jahre sind, können mit einem speziellen Start-up-Kredit der NRW.Bank ein Darlehen von bis zu 200 000 Euro mit einer Laufzeit von sechs Jahren beantragen. Außerdem sollen Eigenkapitalprogramme der NRW.Bank aufgestockt werden.

    Verlängerungen von Förderzeiträumen:

    • Gründerstipendien: Verlängerung von Stipendien um drei Monate: um drei Monate verlängert werden. Informationen unter: www.gruenderstipendium.nrw
    • Start-up-Transfer: Um Ausgründungen aus Hochschulen stärker zu unterstützen, verlängert das Land den Förderzeitraum für Projekte, die zwischen dem 01. März 2020 und dem 30. Juni 2020 auslaufen, um drei Monate. Für die Antragsrunde zum 30. April 2020 können die Unterlagen auch nachgereicht werden, damit trotz Schließung vieler Hochschulen und Universitäten der jeweilige Projektstart nicht verzögert wird.

    Förderangebote der NRW.BANK:

    • „NRW.Start-up akut“. Mit dem Wandeldarlehen erhalten Unternehmen, die nicht älter als drei Jahre sind, bis zu 200.000 Euro über eine Laufzeit von sechs Jahren. Das Darlehen ist endfällig oder kann zum Ende der Laufzeit bzw. mit Eintritt eines neuen Investors in Eigenkapital gewandelt werden.
    • NRW.SeedCap: Die NRW.BANK investiert jetzt bereits in einer Summe den Maximalbetrag von 200.000 Euro statt vorher 100.000 Euro pro Unternehmen und erweitert den Kreis der Antragsberechtigen: Startups können das Programm bis zu 36 Monate nach Gründung beantragen, wenn ein Business Angel die gleiche Summe drauflegt.
    • NRW.BANK.Venture Fonds: Beteiligungen von 0,25 bis 6,0 Mio. Euro sind jetzt auch in der späteren Wachstumsphase möglich. Ziel ist einerseits die Kompensation sich derzeit zurückhaltender Investoren, andererseits – im Sinne eines „Matching Fund“ – die Ergänzung derjenigen Investoren, die weiter bereit sind, NRW-Start-ups zu finanzieren.
    • Weitere Infos: www.nrwbank.de/corona

    Zur NRW-Soforthilfe 2020: www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020.

  • Familienfreundliche Startup-Szene im Gründerland NRW

    Familienfreundliche Startup-Szene im Gründerland NRW

    Allzu häufig zeigt sich die zeitliche Belastung als Gründungshemmnis. So geht aus dem KfW-Gründungsmonitor 2018 hervor, dass fast die Hälfte (47 Prozent) aller Gründungsplan-Abbrecherinnen und -Abbrecher des Jahres 2017 die Belastung der Familie bereits bei der Gründungsplanung als Problem wahrgenommen hat. Insbesondere für Mütter ist diese Belastung ein häufigeres Argument, kein Startup ins Leben zu rufen.

    Viel Potenzial kann so nicht genutzt werden und liegt brach. Da müssen wir eingreifen und die richtigen Weichen stellen.

    Entlastungsmaßnahmen können sein:

    • der Ausbau von haushaltsnahen Dienstleistungen zum Beispiel durch ein Gutschein-System
    • die Berücksichtigung der besonderen Anforderungen von Gründerinnen und Gründern an die Kinderbetreuung – etwa durch Förderung von flexiblen Angeboten in Coworking-Spaces
    • (Gute Beipsiele gibt es mit Cowoki in Köln, Coworking-Toddler in Berlin, Rockzipfel in Leipzig und Dresden)
    • eine Kinderkomponente beim Gründungszuschuss
    • frühzeitige und kompetente Beratung

    Wir haben heute hierzu einen Antrag in den Landtag eingebracht und die Landesregierung aufgefordert, aktiv zu werden, die vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen und Gründerinnen und Gründer mit Familie künftig stärker zu unterstützen. CDU und FDP haben unseren Antrag im heutigen Plenum abgelehnt. Die CDU verweist auf Minijobber, steuerliche Vergünstigungen und auf die bestehenden KiTas und hält den Antrag für bereits „abgearbeitet“. Sie sieht keine Notwendigkeit, gezielt etwas für Gründerinnen und Gründer mit Kindern zu tun. Auch die FDP sieht keine Notwendigkeit hierfür, sondern das Hauptproblem von Unternehmensgründungen im fehlenden Kapital. Sie hält Gründerstipendien, Wagnis-Kapitel, eine Kultur des Scheiterns und die Einführung des Fachs Wirtschaft in der Schule für den Weg.

    Unsere Ideen wurden nicht angenommen. Fraglich ist, ob das allein den betroffenen Gründerinnen und Gründern mit Kindern bei der Entscheidung für eine Unternehmensgründung hilft.

    Allzu häufig zeigt sich die zeitliche Belastung als Gründungshemmnis. So geht aus dem KfW-Gründungsmonitor 2018 hervor, dass fast die Hälfte (47 Prozent) aller Gründungsplan-Abbrecherinnen und -Abbrecher des Jahres 2017 die Belastung der Familie bereits bei der Gründungsplanung als Problem wahrgenommen hat. Insbesondere für Mütter ist diese Belastung ein häufigeres Argument, kein Startup ins Leben zu rufen.

    Viel Potenzial kann so nicht genutzt werden und liegt brach. Da müssen wir eingreifen und die richtigen Weichen stellen.

    Entlastungsmaßnahmen können sein:

    • der Ausbau von haushaltsnahen Dienstleistungen zum Beispiel durch ein Gutschein-System
    • die Berücksichtigung der besonderen Anforderungen von Gründerinnen und Gründern an die Kinderbetreuung – etwa durch Förderung von flexiblen Angeboten in Coworking-Spaces
    • (Gute Beipsiele gibt es mit Cowoki in Köln, Coworking-Toddler in Berlin, Rockzipfel in Leipzig und Dresden)
    • eine Kinderkomponente beim Gründungszuschuss
    • frühzeitige und kompetente Beratung

    Wir haben heute hierzu einen Antrag in den Landtag eingebracht und die Landesregierung aufgefordert, aktiv zu werden, die vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen und Gründerinnen und Gründer mit Familie künftig stärker zu unterstützen. CDU und FDP haben unseren Antrag im heutigen Plenum abgelehnt. Die CDU verweist auf Minijobber, steuerliche Vergünstigungen und auf die bestehenden KiTas und hält den Antrag für bereits „abgearbeitet“. Sie sieht keine Notwendigkeit, gezielt etwas für Gründerinnen und Gründer mit Kindern zu tun. Auch die FDP sieht keine Notwendigkeit hierfür, sondern das Hauptproblem von Unternehmensgründungen im fehlenden Kapital. Sie hält Gründerstipendien, Wagnis-Kapitel, eine Kultur des Scheiterns und die Einführung des Fachs Wirtschaft in der Schule für den Weg.

    Unsere Ideen wurden nicht angenommen. Fraglich ist, ob das allein den betroffenen Gründerinnen und Gründern mit Kindern bei der Entscheidung für eine Unternehmensgründung hilft.