Schlagwort: Dialog

  • Wir brauchen jetzt einen NRW-Kulturgipfel

    Wir brauchen jetzt einen NRW-Kulturgipfel

    Foto: Rudy and Peter Skitterians (Pixabay) 

    Hierzu erklärt Andreas Bialas, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    „Wenn wir nicht aufpassen, droht der Kultur in NRW und Deutschland der Kollaps. Nach wie vor sind zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sowie kulturelle Einrichtungen in ihrer Existenz bedroht. Kurzfristige Programme, die allein auf Soforthilfen setzen, reichen bei Weitem nicht aus. Ministerin Pfeiffer-Poensgen ist jetzt dringend gefordert, alle Betroffenen an einen Tisch zu holen und im Dialog mit der gesamten Kulturlandschaft Lösungen zu erarbeiten. Das ist allein schon deshalb dringend erforderlich, weil die Kultur mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert ist, die sich nicht über einen Kamm scheren lassen. Theater beispielsweise haben mit geringeren Zuschauerzahlen zu kämpfen. Im Tanz wiederum kann zurzeit so gut wie gar nichts stattfinden. Umso wichtiger ist es, dass alle Kulturbereiche gleichermaßen gehört und berücksichtigt werden. Zu diesem Zweck sollte Ministerin Pfeiffer-Poensgen jetzt zu einem NRW-Kulturgipfel einladen. Vor allem mit Blick auf mögliche Förderprogramme von Bundesseite ist es wichtig, dass die Landesregierung hier mit einer starken Stimme für die Kultur in NRW sprechen kann.

    Für die kommende Sitzung des Kulturausschusses haben wir als SPD-Fraktion den Vorsitzenden des Kulturrats NRW, Gerhart Baum, und seinen Stellvertreter, Reinhard Knoll, zum Gespräch über mögliche Lösungen für die Kultur in Nordrhein-Westfalen eingeladen. Es wäre mehr als wünschenswert, wenn von diesem Termin das Signal ausgeht, dass die Landesregierung schon bald zu einem Kulturgipfel einlädt.“ 

     

  • Dialog zur Zukunft der EU intensivieren

    Dialog zur Zukunft der EU intensivieren

    Die vielen Demonstrationen für Europa zeigen: Es gibt ein europäisches Bewusstsein der Menschen in Europa! Gerade junge Menschen sind weiterhin von der Idee eines vereinten Europas überzeugt. Wir haben am Mittwoch einen gemeinsamen Antrag  mit Bündnis 90/Die Grünen im Plenum beschlossen, in dem wir klarmachen: Wir wollen mit den Menschen über Europa ins Gespräch kommen, ihnen verdeutlichen, wo wir ohne Europäische Union stünden und gemeinsam mit ihnen Ideen für und Wege zu einem modernen Europa finden. Wie wollen alle Maßnahmen und Initiativen unterstützen, die ein Auseinanderbrechen der Europäischen Union verhindern.

    Die europäischen Staaten brauchen aktuell die Kraft, den Mut und die Bereitschaft, für die EU gemeinsame und langfristige Lösungen und Strategien zu entwickeln, um die Menschen von einem gemeinsamen Europa zu überzeugen. Es muss eine breite und konstruktive Diskussion geben, die Entscheidungen dürfen aber nicht auf die lange Bank geschoben werden. Wir haben die Landesregierung aufgefordert, sich an der Diskussion und Entwicklung aktiv zu beteiligen. Jede Entwicklung des europäischen Projekts muss eine Entscheidung für ein modernes Europa sein: ein gemeinsames und handlungsfähiges, demokratisches und transparentes, starkes und stabiles, soziales und nachhaltiges Europa.

    Antrag Europa 16-14663

  • Sven Wolf besuchte die Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid

    Sven Wolf besuchte die Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid

    Ob Urheberrecht, Fragen der permanenten Erreichbarkeit oder Umgang mit Quellen im Internet: bei all diesen Themen herrscht Unsicherheit und Beratungsbedarf – „oft über alle Altersgrenzen hinweg“, wie Prof. Dr. Keuchel berichtet. Vor allem auch, weil die Medienwelt in einem permanenten Wandlungsprozess ist.

    Das führt durchaus zu Generationenkonflikten, denen die Akademie mit unterschiedlichsten Angeboten an Pädagogen, aber auch Eltern und Jugendlichen versucht entgegenzuwirken. Ein gutes Beispiel dafür ist das Eltern-Lan, welches Eltern und Lehrkräften die Möglichkeit bietet Computerspiele selber auszuprobieren und sich über die Erlebnisse auszutauschen. „Ich war zusammen mit meinem Neffen auf der letzten GamesCom und konnte danach seine Faszination für bestimmte Computerspiele deutlich besser nachvollziehen“, sagte der Landtagsabgeordnete Sven Wolf.

    Die Akademie hat das sich zur Aufgabe gemacht, den Tunnelblick zu überwinden. Dabei werden Fragen wie: „Was sind gute oder unseriöse Quellen im Internet?“ diskutiert. Horst Pohlmann erinnerte daran, dass sich Pädagogen heute stärker auf die Kompetenz der Jugendlichen im Bereich des Digitalen einlassen sollten und keine Angst vor Gesichtsverlust haben sollten. Die Pädagogen selbst können dann wiederum ihre eigenen Erfahrungen und ihr eigenes Wissen einbringen. Davon haben schließlich beide etwas.

    Aber auch das Spielerische im Umgang mit Medien darf ein Thema in der Schule oder in Jugendzentren sein. Dies fördere wie schon bei analogen Spielen die Kreativität, hob Marietheres Waschk hervor. Hier gab es schon erfolgreiche Schulungen dafür, digitale und analoge Spiele zu verbinden – etwa, wenn die bekannten Minecraft-Welten im Realen nachgebaut werden. Ein besonderes Beispiel ist der Artemis Spaceship Bridge Simulator. Hier mussten die Teilnehmer zunächst ganz real die Brücke eines Raumschiffs im Stil von Star Trek mit Holz nachbauen. Im Anschluss spielte die Gruppe gemeinsam Missionen. Das besondere ist hierbei, dass jeder Spieler selbst für einen Teilbereich verantwortlich ist und alle Informationen angezeigt bekommt. Der Kapitän in der Mitte der Brücke muss selbst nur durch Nachfragen seine Entscheidungen vorbereiten und das ganze Schiff steuern. Genau so, wie es auch aus Stark Trek bekannt sei, meinte Horst Pohlmann. Das fördere unheimlich die Kommunikation in den Gruppen. Ein tolles Beispiel, wie digitale Medien auch beim Teambuilding  eingesetzt werden können.

    Weitere Informationen zur Akademie: www//kulturellebildung.de

    Der Besuch ist eine von mehreren sogenannten „Aktionen vor Ort“ im Vorfeld des Tags der Medienkompetenz. Abgeordnete des Landtags Nordrhein-Westfalen besuchen im Oktober und November 2016 eine ausgewählte Einrichtung in ihren Wahlkreisen. Dort erfahren sie aus erster Hand, wie Medienkompetenz gefördert wird und diskutieren mit den Verantwortlichen vor Ort über Mediennutzung, Zielgruppen und zukünftige Strategien. Diese lokalen Aktionen dienen dazu, die Bedeutung der Medienbildung im Dialog zwischen der Politik und einzelnen Bildungseinrichtungen beispielhaft herauszustellen.

    Weitere Informationen unter: www.tagdermedienkompetenz.de/aktionen-vor-ort/

    Die zentrale Abschlussveranstaltung ist der Tag der Medienkompetenz am 28. November 2016 im Landtag Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. Das Thema lautet in diesem Jahr „Medien extrem…“.

    Mehr Informationen zum Programm und zur Anmeldung unter: www.tagdermedienkompetenz.de

    Der Tag der Medienkompetenz 2016 ist eine Veranstaltung des Landtags und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Unterstützt wird die Veranstaltung von dem Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien Nordrhein-Westfalen. Organisiert und durchgeführt wird sie vom Grimme-Institut.