Schlagwort: Der Müngstener

  • Wolf hakt nach bei Direktverbindung nach Düsseldorf

    Wolf hakt nach bei Direktverbindung nach Düsseldorf

    Foto: Danielle Schäfer

    „Ich pendle selbst nach Düsseldorf und kenne aus eigener Erfahrung die Probleme, die oft mit dem Umstieg in Solingen verbunden sind. Wenn wir wollen, dass mehr Autofahrerinnen und Autofahrer auf die Bahn umsteigen, dann muss der Pendelverkehr auch reibungslos laufen. Nur so wird ein zukünftiger umweltfreundlicherer Mobilitätsmix gelingen.“

    Keine klaren Aussagen gab es auch bezüglich der neuen Haltepunkte. „Auch hier herrscht Verwirrung, ob es nun wirklich zwei Haltepunkte geben wird. Wir brauchen eine verlässliche Aussage für den geplanten Haltepunkt am Honsberg“, so Wolf. „Hier hat auch die aktuelle Antwort der Deutschen Bahn wenig Klarheit gebracht. Wir warten also weiter auf Ergebnisse von Gutachten, die im Herbst erschienen sollen.“

    Unklar war nach dem Bericht von Lothar Sill aus der Verbandsversammlung des VRR, wann eine Direktverbindung zum Standard werden kann. „Das A und O in der Sache ist die Finanzierungszusage des Landes. Der Verkehrsminister muss nun zügig deutlich machen, dass die Landesregierung hinter dem Projekt steht und die nötigen Mittel für die Umsetzung der Direktverbindung bereitstellen wird“, betont Wolf.

  • Sanierung der Müngstener Brücke ist machbar, aber  Güter fahren weiter einen Umweg. Betonbauten vom Tisch!

    Sanierung der Müngstener Brücke ist machbar, aber Güter fahren weiter einen Umweg. Betonbauten vom Tisch!

    Betonbau vom Tisch

    Zentrale Aussagen: Eine denkmalgerechte Sanierung der Brücke ist technisch mit einem Budget von bis zu 30 Mio. Euro binnen der nächsten zwei bis drei Jahren möglich.

    „Damit ist künftig wieder ein uneingeschränkter Personenverkehr über die Brücke möglich“ ist Remscheids Landtagsabgeordneter Sven Wolf erleichtert „zudem sind die Ideen eines Betonneubaus wohl endlich vom Tisch. Leider ist technisch eine Wiederaufnahme des Güterverkehrs über die Brücke mit Lasten über 18 Tonnen wohl nicht mehr möglich.“

    Güterverkehr weiter über Wuppertal

    Ob die Gewichtsbeschränkungen auch endgültig für die einmal jährlich stattfindenden Fahrten der historischen Dampfloks zum Brückenfest gelten, soll noch geprüft werden, versprachen die Vertreter der DB Netz AG den Anwesenden. Der Güterverkehr erfolgt dann für das Städtedreieck, und besonders für Ronsdorf und Remscheid, ausschließlich über den Rauenthaler-Tunnel zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Wuppertal-Ronsdorf. Dieser Tunnel besteht aus zwei Röhren, wobei eine Röhre derzeit gesperrt ist und die zweite bald saniert werden muss. Die DB kündigte an, dass eine Sanierung mittelfristig geplant sei.

    Übergabe der Aktionspostkarten

     Jutta Velte, Helmut Ruppert und Sven Wolf
    Jutta Velte, Helmut Ruppert und Sven Wolf

    „Zur Frage der geplanten Sanierung des Rauenthaler-Tunnels werden wir im Verkehrsausschuss des Landtags am kommenden Donnerstag die DB um Vorlage eines Zeitplans bitten“ schildert Wolf die weitere Vorgehensweise. „Wenn die Güter nur über die Wuppertaler Höhen kommen können, muss der Zugang dort aber gesichert sein. Diese Sorge der IHK teile ich auch“ so Wolf.

    Zu Beginn der Veranstaltung übergaben Jutta Velte, Helmut Ruppert und Sven Wolf gemeinsam mit OB Norbert Feith und OB Beate Wilding den Vertretern der Deutschen Bahn die gesammelten Postkarten mit dem Appell zu Sanierung der Brücke.

  • Müngstener Brücke: Wir fordern auch weiterhin Sanierung statt Betonbau

    Müngstener Brücke: Wir fordern auch weiterhin Sanierung statt Betonbau

    „Die Postkartenaktion und die vielen Gespräche in Solingen, Remscheid und Wuppertal haben deutlich gezeigt, was die Bergischen wollen: Nämlich den Erhalt der historischen Stahlbrücke über die Wupper.“, ergänzt Josef Neumann.

    „Anders wäre aber auch die Initiative der Städte Solingen, Remscheid und Wuppertal, die Brücke in das Weltkulturerbe aufzunehmen, nicht zu verstehen.“, erinnert Iris Preuß-Buchholz aus Solingen. „Diese Initiative unterstützen wir weiterhin.“

    Am Rande der Sitzung wollten die Bergischen Abgeordneten die – in gemeinsamer Initiative der SPD, von Bündnis 90 / Die Grünen und des VCD (Verkehrsclub Deutschland) – unter anderem im Brückenpark Müngsten gesammelten mehr als 1000 Postkarten an den Bahnchef Dr. Grube an den Vertreter Deutschen Bahn übergeben. Die Übergabe der Postkarten ist leider gescheitert, weil Herr Latsch keine Überfall-Aktion mag.

    „Stimmt. Das mochten die Pendler im letzten Jahr auch nicht. Wir haben aber die Übergabe der Postkarten in einer Pressemitteilung Anfang der Woche angekündigt, die auch in der Presse veröffentlicht wurde.“, kommentierte Wolf.

    Auf der Postkarte ist die schriftliche Aufforderung: „Herr Grube, wir brauchen die Müngstener Brücke. Erfüllen Sie Ihr Versprechen. Sanieren Sie die Brücke! Wir wollen endlich Klarheit.“

    Die Postkarte zieren ein Foto dieser einmaligen Stahlkonstruktion und die Worte, die zur Einweihung von Geheimrat Brewitt der köngl. Eisenbahndirektion gesprochen wurden: „Dem Gemeinwohl zur Förderung, dem Verkehr zur Erleichterung, der Technik zur Anerkennung.“

  • Bahn fährt ohne Passagiere über die Müngstener Brücke

    Bahn fährt ohne Passagiere über die Müngstener Brücke

    Die Müngstener Brücke mit einem Baukran davor

    Update vom 2. Mai 2011, 17:30 Uhr: „Die Deutsche Bahn informierte mich soeben, dass es wegen zu hoher Achslasten erneut zu einer mündlichen Anordnung des Eisenbahnbundesamt gekommen ist. Die Brücke bleibt weiter gesperrt und der Schienenersatzverkehr wird fortgesetzt. Ebenso soll sobald wie möglich die zusätzliche frühe Direktverbindung nach Düsseldorf wieder eingerichtet werden“ so Sven Wolf von seinem heutigen Telefonat mit der Deutschen Bahn „Für einen Kommentar fehlen mir beinahe die Worte. Vielleicht müssen wir die Sache mit Humor nehmen. Ich stelle mir die Frage, ob die Brücke wenigsten mit einer Draisine befahren werden darf. Auf dem Teilstück in Bergisch Born sorgten die Eisenbahnfreunde um Andreas Gartmann hier für Begeisterung bei den Mitfahrern.“


    Meldung vom 29. April 2011
    „Der Anruf der Bahn heute Nachmittag hat mich überrascht. Es ist bodenlos. Die unendliche Geschichte der Müngstener Brücke geht leider weiter. Statt einer vollständigen Öffnung nun eine Überfahrt ohne Passagiere. Eine Panne nach der anderen. Ich habe dem Bahnvertreter gesagt, dass ich nicht mit Ihm tauschen möchte. Das zu erklären und für neues Vertrauen zu werben wird sicher schwer“ so schilderte Sven Wolf sein Eindrücke zur Ankündigung der Bahn, die Öffnung der Brücke noch nicht vollständig durchzuführen. „Wir müssen weiter wachsam und aufmerksam bleiben, die Geschichte geht weiter. Ohne die akribische Recherche der örtlichen Presse wäre der Fehler vermutlich gar nicht aufgefallen.“

    Pressemitteilung der Deutschen Bahn:

    Regionalbahn 47 kann Betrieb über die Müngstener Brücke mit Reisenden am 2. Mai nicht aufnehmen

    Fehlerhafte Gewichtsangabe im Antrag an das Eisenbahn-Bundesamt
    (Düsseldorf, 29. April 2011) Der planmäßige Personenverkehr (Regionalbahn 47, Solingen-Remscheid-Wuppertal) über die Müngstener Brücke kann am 2. Mai noch nicht wieder aufgenommen werden. Durch eine fehlerhafte Gewichtsangabe im Antrag der Deutschen Bahn reicht der Bescheid des Eisenbahn-Bundesamtes nicht aus, um mit den Fahrzeugen der Baureihe VT 628.4 mit Reisenden über die Brücke zu fahren. Die Züge müssen als Leerfahrt verkehren.
    Bis einem berichtigten Antrag stattgegeben wird, bleibt der Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Remscheid-Güldenwerth und Solingen Mitte bestehen. Die zusätzlichen Züge von und nach Remscheid in und aus Richtung W-Oberbarmen/Düsseldorf verkehren nicht mehr.
    Wir bitten für die weitere Verzögerung der Wiederaufnahme des Betriebes auf diesem Teilstück um Entschuldigung.

    Quelle: DeutscheBahn.com

    In der Presse:

    Remscheider Generalanzeiger, Waterbölles, RP-Online.