Schlagwort: Demokratiebildung

  • Wir wollen im Jubiläumsjahr das Demokratieverständnis fördern

    Wir wollen im Jubiläumsjahr das Demokratieverständnis fördern

    Mit dem 100. Jahrestag der Weimarer Reichsverfassung, dem 70. Jahrestag des Grundgesetzes und dem 30. Jubiläum der friedlichen Revolution, die schließlich zur Deutschen Wiedervereinigung in Freiheit führte, ist das Jahr 2019 ein Jubiläumsjahr der Demokratie in Deutschland.

    „Das ist für uns Anlass, einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen CDU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen am Donnerstag ins Plenum einzubringen“, berichten die Landtagsabgeordneten für Remscheid und Radevormwald, Jens Nettekoven und Sven Wolf. „Wenn es um die Grundpfeiler unserer Demokratie geht, setzen wir uns gemeinsam für deren Erhalt und Stärkung ein.

    Wahlrecht, Bürgerrechte, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit: das hat es nicht immer gegeben, auch wenn uns diese Grundpfeiler der Demokratie heute selbstverständlich erscheinen. Es ist gut, sich daran zu erinnern, welche wertvollen Errungenschaften das sind.

    Eine freiheitliche, gerechte, solidarische und friedliche Gesellschaft muss man wertschätzen und sich täglich dafür einsetzen. Die Erinnerung an die Endphase der Weimarer Republik und die Errichtung der NS-Diktatur ist uns hier eine besondere Mahnung.

    Wir wollen uns einsetzen für die Vermittlung von demokratischen Werten, Haltungen und Handlungskompetenzen in der Bildungspraxis und eine Stärkung der demokratischen, rechtsstaatlichen Institutionen.

    Gestern wie heute müssen wir in jeder Generation für die Anerkennung und Wertschätzung der freiheitlichen Demokratie werben. Diese bedeutsamen geschichtlichen Ereignisse, an die wir uns morgen erinnern, stehen für die Verankerung von Werten, die uns auch heute noch genauso wichtig sind: Freiheit, Demokratie, Gleichberechtigung, Vielfalt und moderne sozialstaatliche Errungenschaften.

     

     

  • Demokratiekompetenz von Schülerinnen und Schülern fördern

    Demokratiekompetenz von Schülerinnen und Schülern fördern

    Politikunterricht fällt zudem am häufigsten aus und wird am stärksten nebenbei in fachfremden Fächern unterrichtet. Deshalb setzen wir uns für eine Stärkung des Politikunterrichts ein.

    Eine intensive Diskussion der Grund- und Menschenrechte im Politikunterricht trägt dazu bei, die Stützpfeiler unseres Staats- und Rechtssystems zu verstehen. Er kann Schülerinnen und Schüler zu Argumentationsstärke verhelfen gegenüber rechtsextremen und rassistischen Ideologien, menschenverachtenden Haltungen und verfassungsfeindlichen Äußerungen.

    Es darf auch nicht von der Schulform abhängen,  in welchem Ausmaß Urteilfähigkeit und politische Kompetenz gefördert werden. Demokratiebildung muss für alle gleichermaßen wichtig sein. Alle Menschen müssen gleichermaßen die Möglichkeit haben, als mündige Bürgerinnen und Bürger an gesellschaftlichen Vorgängen und Ereignissen teilzunehmen und sie mitzugestalten. Die Schule als ein Ort gelebter Demokratie sollte die Grundregeln auch optimal vermitteln können. Dafür muss genug Unterrichtszeit da sein und genügend fachlich ausgebildete Lehrkräfte. Die Einrichtung eines Fachs Wirtschaft darf auf jeden Fall nicht zu Lasten des Politikunterrichts gehen!

    Wir brauchen Fachunterricht, einen größeren Anteil politischer Themen im Unterricht und Möglichkeiten, sich selbst in der Schule demokratisch zu engagieren: Partizipation in Schulangelegenheiten, Besuch von politischen Institutionen, Gedenkstätten, Erinnerungskulturstätten und eine stärkere Unterstützung politischen und gesellschaftlichen Engagements von Schülerinnen und Schülern in ihrer Freizeit.

    Unser Antrag dazu: Mehr Demokratie wagen!