Kategorie: Praktikum

  • Einen Tag im Betrieb: Winning BLW

    Einen Tag im Betrieb: Winning BLW

    Foto: Thomas Wunsch

    Die hohen und alten Werkshallen lassen erahnen, wie viele Generationen von Arbeitern hier schon Schichten gemacht haben. Auch mein eigener Großvater hat hier als junger Mann in den 1920er Jahren – damals noch bei der BSI, der Bergischen Stahlindustrie – gearbeitet, bis er wegen der Teilnahme am Streik für den 10-Stunden-Tag herausgeworfen wurde. Das ist lange her. Heute ist die Bezahlung deutlich besser und viele Rechte, wie Urlaub und Zulagen, wurden erkämpft und sind jetzt garantiert. Natürlich gab es erst mal eine ausführliche Sicherheitseinweisung: trage Sicherheitsschuhe, achte auf die Gabelstapler, trage Ohrschutz und so weiter. Denn hier werden jedes Jahr Tonnen von Stahl zu verschiedenen Teilen geformt und gestanzt, die in viele tausende Autos eingebaut werden. Danke für den anstrengenden und spannenden Einblick, der mir nochmal mehr gezeigt hat, dass wir Wertschöpfung brauchen. Die gelingt künftig auch klimaneutral und für diesen Wandel braucht es in NRW mehr aktive Industriepolitik.

    #Industrie #Automotive #WinningBLW #Remscheid #BergischesLand #Praktikum #Betrieb

  • Verwaltungspraktikum bei Sven Wolf

    Verwaltungspraktikum bei Sven Wolf

    Im Rahmen des Jurastudiums ist es Pflicht, ein 6-wöchiges Verwaltungspraktikum zu absolvieren. Ich durfte dieses Praktikum bei Sven und seinem Team in Düsseldorf und Remscheid machen.

    Mein Tag begann meist morgens im Landtag. Danielle – die Mitarbeiterin von Sven – hat mir die wichtigsten Informationen für den bevorstehenden Tag mit auf den Weg gegeben. Von dort aus bin ich dann entweder in die inhaltliche Arbeit eingestiegen oder in eine der zahlreichen Sitzungen oder Gespräche gegangen, bei denen ich dabei sein durfte.

    Fotos: Danielle Behmenburg

    Das Team hat es mir ermöglicht, seine Arbeit inhaltlich an vielen Stellen zu begleiten. Für mich interessante Themen waren unter anderem der Länderfinanzausgleich, die Einbringung des Haushaltes für 2024 (mit seinen Einzelbudgets), das System des Bevölkerungsschutzes in NRW usw. Wer als angehender Jurist / als angehende Juristin das Verwaltungspraktikum bei Sven macht, kommt um einen Namen nicht herum: Fritz Bauer (Jurist zur Zeit des NS-Unrechtsstaates und Widerständler). Sven sind die Verfehlungen von Juristen – gerade im NS-Staat – und die damit einhergehende Aufarbeitung sehr wichtig. Eine Diskussion über den Sinn und Zweck der Rechtswissenschaften darf daher nicht fehlen. Gerade daraus habe ich viele Erkenntnisse mitgenommen, die meine Sicht auf das Studienfach erweitert haben.

    Der Alltag der Abgeordneten ist von vielen Terminen geprägt. Alle tagespolitischen Themen müssen von vorne weg aufgearbeitet und diskutiert werden. Dabei absolviert eine Forderung / ein Problem verschiedene Stufen, bis die Öffentlichkeit dann informiert wird. In meinem Fall sind viele rechtspolitische Themen bei Sven gelandet. Nachdem ein Thema aufkommt, beschäftigen sich die Mitarbeitenden der Fraktion und der Abgeordneten damit. Sie leiten ihre Impulse dann zur Diskussion innerhalb der Fraktion weiter. Auch ich durfte bei der Erarbeitung von Inhalten unterstützen. Nachdem dort eine Einigung erzielt wurde, kann sich die Fraktion entweder im Ausschuss berichten lassen oder einen Antrag an das Plenum stellen. Gerade Anträge und Gesetzesentwürfe zeichnen die politischen Leilinien und werden vom Plenum in größerer Öffentlichkeit beraten. Hier habe ich leidenschaftliche Reden erlebt.

    Ein zweiter großer Baustein der Arbeit von Sven ist die Arbeit im Wahlkreis. Es geht dort um die Vermittlung der Landespolitik. Ich habe das Team als sehr engagiert im Hinblick auf das Erklären erlebt. Neben der Beantwortung von schriftlichen Anliegen durfte ich einige Termine im Wahlkreis begleiten. Hier ging es um einzelne speziellere Anliegen oder um repräsentative Termine bei wichtigen lokalen Einrichtungen oder Ausstellungen. Sven kommt hier mit zahlreichen Menschen ins Gespräch.

    Neu für mich war, das Verhältnis vom Alltagsleben und den politischen Debatten zu erleben. Es werden  viele Entscheidungen getroffen, die einen konkreten Einfluss auf das Leben der Einwohnerinnen und  Einwohner in NRW haben.

    Davon einen Eindruck zu gewinnen hat mir sehr viel Freude bereitet.

    Ich danke Sven, Danielle und Metin für die Zeit und die Beantwortung vieler Fragen.

  • Ist die Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen „Geschichte“?

    Ist die Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen „Geschichte“?

    Foto: Matthias Vogt

    Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete die britische Besatzung das Land Nordrhein-Westfalen; das bevölkerungsreichste Land in Deutschland. Unser Land erlebte in den vergangenen 75 Jahren eine Geschichte voller Umschwünge und macht Eins besonders deutlich: Viele Themen aus der Vergangenheit sind auch heute noch aktuell.

    Mit diesem Thema befasst sich auch die kostenlose Jubiläumsausstellung im Haus der Geschichte in Düsseldorf, welches noch bis zum 23.05.2022 besuchbar ist.

    Das Resultat des Zweiten Weltkriegs war vor allem Leid, Trümmer und Zerstörung. Als Deutschland den Krieg verlor, teilten die vier Siegermächte es in vier Besatzungszonen auf. Dabei gründet die britische Besatzungszone das Land Nordrhein-Westfalen. Das Ziel ist eine Demokratie, in der die Menschen selbst entscheiden.

    Nur 15 Monate nach dem Krieg, werden Westfalen, der nördliche Teil der Rheinprovinz zusammengelegt und schließlich kommt auch Lippe-Detmold hinzu.

    Während des Kalten Krieges zwischen den U.S.A. und der Sowjetunion, wurde im Eifeldorf Urft ein geheimer „Ausweichsitz der Landesregierung“ gebaut. Der Ausweichsitz war ein Notregierungssitz, der bei einer Eskalation des Kalten Krieges als Zufluchtsort durch die Landesregierung und Fachleuten aufgesucht werden sollte, und von wo aus das Land weiter regiert werden sollte. Bei dem versteckten Bunker handelt es sich um eine dreistöckige und zehn Millionen DM teure Bunkeranlage mit einer Wandstärke von bis zu drei Metern. Die Anlage wurde 1994 schließlich stellgelegt.

    Die Kriege und die daraus folgenden Konsequenzen sind, wie wir heute abermals sehen können, leider keine Akte der Geschichte, die abgeschlossen in der Vergangenheit liegen. Auch aktuell steht der Krieg vor unserer Haustür, nämlich der aggressive Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine. Trotz der Sanktionen und Antworten diverser Staaten auf die verbrecherischen Handlungen Russlands, versetzte der russische Präsident die Atomstreitkräfte seines Landes in Alarmbereitschaft und drohte jedem, der sich einmischt, mit Vergeltung in einem Ausmaß, das sie noch nie gesehen hätten.

    Ein weiterer Wegweiser für die Entwicklung des Landes NRW war seine Integrationspolitik. Jeder Dritte in NRW hat einen Migrationshintergrund. Sie kamen seit der Gründung des Landes NRW aus verschiedensten Gründen. Teilweise flüchteten die Menschen aus Kriegsgebieten und teilweise, um ihren Lebensstandard zu verbessern. Unser Land stellte schon seit seiner Gründung einen Zufluchtsort für diejenigen dar, die in Sicherheit leben möchten.

    Gegenwärtig flüchten etwa wegen des Krieges in der Ukraine ebenfalls sehr viele Bürgerinnen und Bürger in benachbarte Länder. Seit Beginn der Angriffe sind über 520.000 Menschen aus der Ukraine geflohen. Viele von ihnen werden wohl auch nach NRW und damit zu uns in die Region kommen. Wie bereits öfter in der Vergangenheit, müssen wir diesen Menschen helfen, wo wir helfen können. Und wie bereits öfter in der Vergangenheit müssen wir auch jetzt unseren Beitrag dazu leisten, dass aus den Flüchtlingen Mitbürgerinnen und Mitbürger werden.

    https://unser-land.nrw/ausstellung

    Beitrag: Tarik Kaynak
  • Iman Boumlal: „Drei Wochen in der Arbeitswelt von Sven Wolf“

    Iman Boumlal: „Drei Wochen in der Arbeitswelt von Sven Wolf“

    Foto: Danielle Schäfer, von li nach re: Iman Boumlal, Sven Wolf, Sofia Rodriguez Eckwert

    Innerhalb von drei Wochen habe ich einen umfassenden Einblick in die alltägliche Arbeit eines Landtagsabgeordneten erhalten. Dabei durfte ich nicht nur die Arbeit eines Abgeordneten
    kennenlernen, sondern auch die Strukturen in der Arbeit einer Fraktion erfahren. Viel gelernt habe ich nicht nur durch Zusehen, sondern auch durch eigenständiges Mitarbeiten bei den alltäglichen
    Arbeiten im Büro und an Projekten in Eigeninitiative.

    Bereits in den ersten Tagen habe ich lernen müssen, wie hektisch und unvorhersehbar die politische Arbeit ist. In den drei Wochen habe ich an Ausschuss-, Fraktions- und Plenarsitzungen teilnehmen können.
    Mein Praktikum wurde leider von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie überschattet, was eine persönliche Teilnahme nicht ermöglicht hat. Trotzdem habe ich, durch eine digitale Teilnahme,
    diesen Sitzungen beiwohnen dürfen. Diese Sitzungen sind das, was die parlamentarische Arbeit charakterisiert und interessant macht.

    An den Plenartagen habe ich aufregenderweise sowohl die Landesminister als auch den Ministerpräsidenten Wüst gesehen, welcher keine zwei Meter neben mir stand. Auch wenn ich von der Landesregierung persönlich nicht begeistert bin, war es sehr aufregend Personen zu sehen, die man sonst nur in den Medien sieht. Das ist ein einmaliger Bestandteil eines Praktikums in der Politik.

    Des weiteren habe ich die Gedenkfeier am 27.02.2022 als sehr bewegend empfunden. Dabei ging es um die Befreiung aus dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Da mich solche Themen
    auch privat sehr interessieren, habe ich den Reden aufmerksam zugehört. Besonders ist vor allem die Rede einer ehemaligen Inhaftierten gewesen, welche mit ihrer Mutter aus dem Lager geflüchtet war.

    Aber auch die ordentlichen Reden im Plenarsaal waren sehr spannend. Vor allem die Debatte zur Schulpolitik der Landesregierung gleich zu Beginn der Plenarwoche war sehr spannend. Es hat mir großen Spaß bereitet, die Beiträge der einzelnen Reden zu analysieren. Auch interessant waren die Gesetzentwürfe und Anträge sowie andere Parlamentsdokumente, welche ich der Ausschussvorbereitung lesen durfte. Dabei kommt es auf wenige Worte an, die den Sinn beispielsweise eines Gesetzes verändern. Allgemein kommt es in der politischen Arbeit sehr stark auf rhetorische Fähigkeiten an.

    Außerdem habe ich im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit viele weitere Erfahrungen sammeln dürfen. Dabei durfte ich Pressemitteilungen und Website-Texte verfassen und Sharepics erstellen.
    Besonders war zudem, dass ich mein bereits vorhandenes politisches Wissen und Interesse im Praktikum ausbauen und anwenden konnte. Das hat es umso interessanter gemacht zu sehen wie,
    die politischen Prozesse, mit welchen ich in der Theorie schon vertraut war, in der Praxis angewendet wurden.

    Ein wesentlicher Bestandteil in meiner alltäglichen Arbeit im Landtag, war das Auswerten der Presseschau. Wichtig dabei war es auszusortieren, was für Sven wichtig ist. Das beinhalten innen-
    und rechtspolitische Themen, solche mit lokalem Bezug oder von aktuellem Geschehen wie beispielsweise der Corona-Pandemie.

    Neben einigen Bürotätigkeiten, die ich ausüben durfte, habe ich auch eigene Projekte bearbeitet. Mein großes Projekt war das Erstellen einer Präsentationsmappe für einen Besucherrundgang im
    Landtag. Diese durfte ich am Ende meines Praktikums zweimal in der Praxis testen und vortragen.

    Ich hatte stets den Eindruck, dass es Sven Wolf und seinem Team wichtig war, dass ich mich als Praktikantin wohl fühle. Während des Praktikums konnte ich aus diesem Grund stets meine Ideen und Anliegen äußern und wurde oft danach gefragt. Es war Sven Wolf und seiner Büroleiterin Danielle wichtig auch meine Perspektive zu hören. So konnte ich meine Meinung zu Sharepics oder Formulierungen in Pressemitteilungen äußern. Außerdem hatte ich viele interessante Gespräche zu politischen Themen, in denen ich auch meine politische Meinung äußern konnte. Des Weiteren ist mir wiederholt aufgefallen, dass ehrliches Interesse an mir als Praktikantin bestand. Es war Sven und auch seiner Büroleiterin sehr wichtig, dass ich nicht nur klischeehaft Kaffee koche, sondern wirklich mitarbeite.

    Mein Praktikum bei Sven Wolf im Landtagsbüro, war für mich und meine berufliche Entwicklung von unschätzbarem Wert. Es hat mich darin bestärkt mich schon in meiner Jugend politisch zu engagieren. Deshalb war mein darauffolgender Beitritt in die SPD und meine beginnende aktive Arbeit bei den Jusos Remscheid sehr aufregend für mich.

    Ich bin Sven Wolf sehr dankbar, für die Möglichkeit bei einem Abgeordneten im Landtag Nordrhein-Westfalen ein Praktikum zu absolvieren. Ein besonderer Dank gilt aber auch seiner Büroleiterin Danielle Schäfer, mit der ich tagtäglich zusammengearbeitet habe.

  • Mein 3-Wochen-Praktikum bei Sven Wolf

    Mein 3-Wochen-Praktikum bei Sven Wolf

    In den Büros in Düsseldorf und Remscheid wurde ich freundlich aufgenommen, es herrschte eine lockere und lustige, manchmal jedoch auch eine hektische Atmosphäre. In meiner Zeit im Landtag durfte ich vieles Neues kennenlernen. Ich durfte Ausschüsse besuchen und mir anschauen, wie so ein Ausschuss überhaupt abläuft. Ich habe auch viel im Büro  kennengelernt. Eine Aufgabe war zum Beispiel Aktenvorblätter am Computer zusammen stellen, aber auch tägliche Aufgaben wie, die wichtigsten Informationen aus der Zeitung herauszuarbeiten, ist hier Bestandteil der Arbeit. An einigen Tagen sollte ich auch Pressemitteilungen schreiben, was sich als mehr Arbeit als erwartet herausstellte.

    Am 29.06.2018 konnte ich am Workshop des Landesjugendrings teilnehmen, der dafür wirbt, Jugendlichen mehr Entscheidungskraft im Sinne der Politik zu ermöglichen. Der Workshop war sehr aufschlussreich – mit ein Grund dafür war die belebte Diskussion der Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit den Leiterinnen des Workshop, da sich alle mit dem Thema auseinander gesetzt haben und jede und jeder einen Beitrag leisten konnte. Am Ende gab es für jeden Teilnehmer und Teilnehmerinnen auch noch eine Urkunde und einen USB-Stick  mit den Leitlinien des Landesjugendrings.
    Ein weiteres interessantes Gespräch gab es mit der Jugendorganisation der SPD, den Jugendsozialistinnen und Jungsozialisten (Jusos), über die Grundsteuer für Grundstücke und Wohnkosten – insbesondere in großen Städten. In diesem Fachgespräch sind viele Wörter durch den Raum geflogen, die man erst nach längerem Nachdenken verstanden hat. Das Gespräch verlief in einem sehr harmonischen Tonfall – im Gegensatz zu manchen Sitzungen, bei denen ich im Landtag anwesend war. Während meiner Praktikumszeit habe ich viel mit Computerprogrammen gearbeitet, zum Beispiel WordPress (ein Website-Bearbeitungsprogramm).