Schlagwort: Wirtschaft

  • Wir fordern Soforthilfen in Höhe von 15 Milliarden Euro und das Aussetzen der Schuldenbremse

    Wir fordern Soforthilfen in Höhe von 15 Milliarden Euro und das Aussetzen der Schuldenbremse

    Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag, fordert in Anbetracht der Dimensionen der Corona-Krise, dass Nordrhein-Westfalen dieselben Maßnahmen zur Rettung der Wirtschaft bereitstellt wie Bayern.

    „Söder hat gezeigt, wie es geht: Wir brauchen ein Sondervermögen in Höhe von 15 Milliarden Euro, um die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen vor schlimmen Folgen der Corona-Krise zu schützen. Dazu müssen wir genau wie Bayern die Schuldenbremse außer Kraft setzen. Die Verfassung sieht diese Möglichkeit ausdrücklich vor. Die Krise ist massiv. Sie erfordert mutiges und entschlossenes Handeln.“

  • Wie sich Politik im Unternehmeralltag niederschlägt…

    Wie sich Politik im Unternehmeralltag niederschlägt…

    Besonders beeindruckend fand er die Teilnahme an der Fraktionssitzung und der anschließenden Debatte im Landtag über den Haushalt 2018. „Die beiden Tage mit Sven Wolf im Landtag fand ich sehr interessant und möchte diese Erfahrungen nicht missen“, lautet sein abschließendes Fazit.

    Zwei Tage begleitete er den Landtagsabgeordneten für Remscheid und Radevormwald Sven Wolf in Düsseldorf am Rande des Plenums. Der Maschinenbau-Ingenieur und geschäftsführende Gesellschafter der Kuli Hebezeuge – Helmut Kempkes GmbH ist seit längerer Zeit auch nebenberuflich gesellschaftlich engagiert. Im Jahr 2016 war er Sprecher der Remscheider Wirtschaftsjunioren.

    Vieles in der Landespolitik drehte sich an den beiden Sitzungstagen im Landtag um die großen Linien – neben den Beratungen zum kommenden Haushalt 2018 auch die Initiativen mit plakativen Namen wie „Entfesselungspaket“, „Neue Gründerzeit“ oder „bürokratiefreies Jahr“.

    Die Ärgernisse und Hindernisse für den Unternehmeralltag stecken aber oft in den Details und kleinen behindernden Richtlinien und Vorschriften. Ein Beispiel gab der Unternehmer in der Diskussion der Wirtschaftsjunioren am Nachmittag mit Vertretern aller Fraktionen des Landtags zum Besten. Die Dokumentations- und Berichts­pflichten und die Schulungsanforderungen stünden zum Beispiel oft nicht im Verhältnis zu der tatsächlich erforderlichen Tätigkeit. So müssten Mitarbeiter, deren Fahrtätigkeit sich darin erschöpfte, in der Sackgasse vor dem Firmengelände die LKWs um 100 m zu versetzen, dennoch die regelmäßigen Schulungen absolvieren und lernen, „wie sich der Fernfahrer angemessen ernährt“. Dergleichen gebe es noch mehr. Solche Kritikpunkte müssten gesammelt und angegangen werden.

    Unternehmergeist bereits den Schülerinnen und Schülern nahezubringen und mehr wirtschaftliches Verständnis zu vermitteln – das war auch eine der Forderungen der Wirtschaftsjunioren. Aus den Antworten der Politiker wurde deutlich, dass die Differenzen eher darin bestanden, in welches Schulfach die Vermittlung solcher Kenntnisse integriert werden sollte – ob nun diese Inhalte im Rahmen eines neuen Fachs Wirtschaft oder im Rahmen der etablierten Fächer

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    unterrichtet werden sollten. Die Politik ihrerseits appellierte an die Unternehmerinnen und Unternehmer, noch stärker Kontakt zu den Schulen zu suchen, um ein gutes, lebensnahes Berufsvorbild für das Unternehmertum zu vermitteln.

    „Besonders sollten wir junge Menschen fit in Alltagsfragen machen“; betont Sven Wolf. „Beispielsweise: Was muss ich beachten, wenn ich meine erste Wohnung anmiete? Welche Rechte habe ich als Mieter? Welche Pflichten habe ich oder welche Versicherungen brauche ich schon als junger Mensch?

    Bei Gründungen in NRW gebe es viele gute Initiativen wie die Unterstützung von Startups. „Hier können wir auch vor Ort viel machen, etwa in der Unterstützung der Remscheider Gründerschmiede, bei der ich auch Mitglied bin“, so Wolf.

    „Es hat mich sehr gefreut, dass ich meinem ‚Schatten‘ Oliver Kempkes einen Einblick in meinen Alltag als Abgeordneter geben konnte“, resümiert Sven Wolf.

  • „Viele Impulse durch den Know-How-Transfer“

    „Viele Impulse durch den Know-How-Transfer“

    Wirtschaftsjunior Christoph Imber (378meter) im Austausch mit Sven Wolf

    Zwei Tage begleiten die Wirtschaftsjuniorinnen und -junioren jeweils Abgeordnete bei ihren Terminen, ihren Sitzungen und der Plenardebatte, um Feed-Back aus der Sicht der Wirtschaft zu geben.

    Diesmal ist Christoph Imber als einer von vier Remscheidern Wirtschaftsjunioren und -juniorinnen dabei. Der 30-Jährige Veranstaltungsmanager und 378meter-Gründer, der einmal den Spruch „Remscheid ist sexy“ prägte, nimmt es als kreative Herausforderung, sich einmal das Politikgeschäft anzuschauen. „Für mich war es unglaublich spannend, Einblicke in die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen eines Landtagsabgeordneten zu bekommen. Ich nehme viele Eindrücke mit nach Remscheid.“

    „Ich hoffe, es geht jetzt nicht nur um die Breitbandversorgung“, meinte Christoph Imber zu Beginn der Diskussion mit Vertretern aller Landtagsfraktionen zum Thema „Digitalisierung“, die am Dienstag Nachmittag auf der Agenda des Know-How-Transfers stand. Und dann ging es zunächst tatsächlich um Glasfasern und Verbindungsgeschwindigkeiten und die „Wichtigkeit und Dringlichkeit der Digitalisierung im Allgemeinen“ anstatt um die Umsetzung von einzelnen Maßnahmen und Förderprogrammen. Im Verlauf der Diskussion wurde es dann etwas konkreter: Warum geht es nicht schneller voran bei der elektronischen Verwaltung? Warum muss ein digitales Unternehmen Anträge noch postalisch einreichen? Warum gibt es nicht mehr Informatikunterricht an den Schulen? Was passiert in der Lehrerfortbildung und wie sieht es mit der Ausstattung der Schulen mit Geräten aus? Deutlich wurde, dass vieles nicht so schnell umsetzbar ist – sei es, weil es ein föderales System gibt und kommunale Eigenverantwortung, sei es, weil Schulungen, Weiterbildungen und Lehrerausbildung Zeit erfordern.

    „Bei der elektronischen Akte kommen wir jedenfalls im Rechtsbereich gut voran“, meinte Sven Wolf. „Wenn ich künftig Schriftsätze an das Gericht per Email sende, dann sollen diese dort direkt in der elektronische Akte landen. Mit unserem Programm ‚Schule 2020‘ gibt es vor Ort Geld, damit die Städte auch in den digitalen Neustart an unseren Schulen investieren können. Ein gelungenes Beispiel für den Breitbandausbau ist Remscheid selbst. Zuhause kann schon fast jeder schnelles Internet bekommen. In den Firmen hilft unser kommunaler Energieversorger, die EWR GmbH, in engem Zusammenspiel mit der städtischen Wirtschaftsförderung.“

    Am Mittwoch Nachmittag steht noch ein Jour fixe mit den Abgeordneten der Nachbarstädte und ihren Know-How-Partnern zu den Entwicklungsperspektiven des Bergischen Städtedreiecks auf der Agenda. Oft entstehen aus diesen Gesprächen gute Impulse für die Region.

  • Remscheid bekommt jetzt auch Unterstützung durch das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm

    Die Wirtschaftsminister der Bundesländer haben heute die neuen Regionalfördergebiete für den Zeitraum bis 2020 festgelegt. Neu aufgenommen in die Liste der Fördergebiete wurden auch Remscheid, Solingen und Wuppertal.

    „Damit können wir Mittel aus dem Fördertopf der Bund/Länder-Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur‘ (GRW) erhalten. Wir haben immer gesagt, es kann bei der Verteilung der Mittel nicht nach Himmelsrichtung gehen, sondern es müssen einheitliche Kriterien zugrunde gelegt werden. Damit wird angemessen berücksichtigt, dass das Bergische Land zu den strukturschwachen Gebieten gehört.“

    Mit dem Programm sollen Investitionen von Unternehmen gefördert werden, die Arbeitsplätze schaffen, Projekte zur Verbesserung der wirtschaftsnahen Infrastruktur, z.B. im Tourismus, beim Breitbandausbau oder bei der Herrichtung von Gewerbe- und Industrieflächen.

    Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Industrie Mittelstand und Handwerk

  • Sommertour: „Ein ganz schön dreckiger Job, aber es gab eine Schmutzzulage“

    Sommertour: „Ein ganz schön dreckiger Job, aber es gab eine Schmutzzulage“

    „Im Werk empfingen mich die Betriebsleiter Herr Stefan de Groote (GEDORE Dowidat KG) und Herr Stephan Müller (Krumm KG) und schilderte in einem angenehmen Gespräch die geplanten Maßnahmen und präsentieren in einer kleinen Betriebsführung den Standort in Remscheid-Lüttringhausen“ Wolf resümierte, „Ich bin hoch erfreut, dass sich das Familienunternehmen GEDORE mit diesen Investitionen an den Standorten Vieringhausen und Lüttinghausen zum Wirtschaftsstandort Remscheid bekennt. Im Kern geht es darum die Zusammenarbeit zwischen den beiden Firmen besser zu verzahnen. Dazu wird voraussichtlich im kommenden Jahr eine moderne automatisierte Schmiedeanlage in den Räumen der Firma Krumm KG in Betrieb gehen. Das Gesamtvolumen der genehmigten Belastung reduziert sich dabei auf 320 Kilojoule an diesem Standort.“

    Die Firma GEDORE ist mit weltweit rund 3.000 Beschäftigten einer der größten Firmen in Remscheid. Am Standort in Lüttringhausen, der besonders mit einem vollautomatischen Kleinteillager und einer großen Versandbereich ins Auge sticht, werden rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

    „Eine kleine Anekdote am Rande. Ich selbst habe als Schüler vor vielen Jahren während der Sommerferien die Gesenke der Firma Krumm in Vieringhausen gereinigt. Ein ganz schön dreckiger Job, aber es gab eine Schmutzzulage“ erinnert sich Wolf schmunzelnd „den ehemaligen Kollegen habe ich über den Betriebsleiter Grüße ausrichten lassen und freue mich im kommenden Jahr auf ein mögliches Wiedersehen.“