Schlagwort: Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium

  • Wolf berichtete vor Schülerinnen und Schülern der EMA über NSU

    Wolf berichtete vor Schülerinnen und Schülern der EMA über NSU

    „Sensibilität im Umgang mit den Angehörigen der Opfer – das ist etwas, auf das in Zukunft viel besser geachtet werden sollte,“ beschreibt der Landtagsabgeordnete Sven Wolf den Schülerinnen und Schülern eine der Empfehlungen, die aus den Erkenntnissen des Untersuchungsausschusses hervorgegangen sind.

    Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium hatte den Abgeordneten, der in der letzten Landtagsperiode Vorsitzender des Parlamentarischen Untersuchungssauschusses zu den Attentaten des NSU gewesen war, zu einem Vortrag in der Aula eingeladen. Von der 8.Stufe bis zur Oberstufe nahmen rund 130 Schülerinnen und Schüler teil.

    Der Schulleiter Rainer Schulz bedankte sich bei den Kolleginnen und Kollegen sowie den Schülerinnen und Schülern, die sich am Aufbau, der Organisation und als Guides in den Führungen durch die Ausstellung im Pferdestall zu den Opfern des NSU sehr engagiert haben. Sie sind verantwortlich dafür, dass zahlreiche Jugendliche sich in den letzten Wochen intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzen konnten.

    „Zu lange wurde hauptsächlich im Umfeld der Angehörigen der Opfer ermittelt. Es wurden familiäre Auseinandersetzungen, Drogenhandel oder Gruppenfehden vermutet, bevor ein rechtsextremer Hintergrund klar erkannt wurde. Leider bleibt auch bei solchen Befragungen im Umfeld der diffuse Eindruck hängen, dass es da nicht mit rechten Dingen zugegangen sei,“ so Wolf. „Diesen Eindruck dann  geradezurücken, ist auch eine Aufgabe einer aufmerksamen Polizeiarbeit.“

    Ein besserer Informationsfluss und das Einbeziehen von Erkenntnissen anderer Behörden und Wissenschaftler zu neuen Phänomenen des Extremismus könnten helfen, solche Attentate einzuordnen und nach Kriterien bestimmten Gruppen zuzuordnen. Hier stets auf der Höhe der Erkenntnisse zu sein, sei wichtig für eine erfolgreiche Ermittlungsarbeit.

    „Es wird in Zukunft in Nordrhein-Westfalen eine bessere Kooperation geben – auch zwischen Polizeikräften und Verfassungsschutz“, erläutert der Abgeordnete. „Wir brauchen Erkenntnisse, warum diese Opfer ausgewählt wurden und wie die Täter vorgegangen sind, um künftig schneller und besser potentiellen Tätern auf die Spur zu kommen.“

    Die Befugnisse der Abgeordneten im Untersuchungsausschuss seien sehr weitgehend, sie ähnelten denen bei Gericht. Die Zeugen seien verpflichtet, zum Termin zu erscheinen und wahrheitsgemäß auszusagen.

    „Im Untersuchungsausschuss konnten nicht auf alle Fragen Antworten gefunden werden, aber die Empfehlungen sollen die künftige Arbeit verbessern. Für mich persönlich war die Leitung des PUA eine der interessantesten und spannendsten Aufgaben im Landtag.“

    Zum Schluss mahnte Wolf: „Wir müssen wachsam bleiben, besonders gegenüber rechten Gruppen, die mit Hass und Gewalt unsere Gesellschaft spalten wollen.“

    Bericht auf der Website der EMA

  • Tante EMA-Laden: Diese Schülerinnen und Schüler können was!

    Tante EMA-Laden: Diese Schülerinnen und Schüler können was!

    Auf dem Foto von links nach rechts, hinten: Julius Kluft, Stanley Lueg, Jan Pols, Jan-Luca Körner, Sven Wolf, Rainer Schulz; vorne: Malte Kläser, Hanne Springob, Celina Lüke

    „Dass Wirtschaftsunterricht auch zu ganz handfesten Projekten führen kann, davon konnte ich mich am 07. Juni 2019 vor Ort beim Besuch des ‚Tante EMA-Ladens‘ selbst überzeugen“, berichtet der Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „In einem sehr lebhaften Vortrag berichteten mir Vorstandsmitglieder der Genossenschaft, die alle Abteilungen des Unternehmens vertraten, die Idee und das Projekt. Der Vorstand der Genossenschaft konnte mir stolz sein erstes Geschäftsjahr präsentieren und hat bereits einen ordentlichen Gewinn erwirtschaftet, der für weitere Investitionen bereit steht.“

    „Wir haben aber auch viel gelernt. So konnten wir etwa die Abläufe verbessern, wissen inzwischen, wer verlässlich in den Gruppen mitarbeitet und haben mehr Erfahrung, was unsere Mitschülerinnen und Mitschüler gerne im Kiosk kaufen“, erklärt Hanne Springob, ein Mitglied des Vorstandes.

    „Wir legen Wert auf Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung. Daher arbeiten wir mit der GEPA zusammen und verkaufen viele Fairtrade-Produkte des Fair-Weltladens in Lüttringhausen“, ergänzt Julius Kluft als Vorstandsvorsitzender.

    „Viele der Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler gemacht haben, werden ihnen auch im wirklichen Leben begegnen. Es geht also kaum besser, als sowas schon früh erlebt zu haben“, betont Sven Wolf. „Auf jeden Fall können alle sehr stolz auf den bisherigen Erfolg sein! Es freut mich natürlich, dass es so was Tolles an meiner ehemaligen Schule der EMA gibt.“

    Am 23. Februar 2018 startete die „Tante-EMA-Laden eSG“ – also eine eingetragene Schülergenossenschaft – und seitdem betreibt sie den Kiosk der EMA, des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums. Nachdem der bisherige Leiter des Kiosks und Hausmeister der Schule in Rente gegangen war, übernahmen im Wechsel die Abi-Jahrgänge den Kiosk, um ihre Abi-Kassen aufzubessern und die Schließung des Kiosks zu verhindern. Jetzt führt die Genossenschaft den Kiosk durch Schülerinnen und Schülern aus vielen Jahrgängen, damit es auch in Zukunft Pausensnacks für die EMA-Schülerinnen und EMA-Schüler gibt, wenn die jetzigen Mitglieder einmal ihr Abitur absolviert haben

    Hier geht es zur Abstimmung auf der Website des Tante EMA-Ladens!

  • Francesco Lo Pinto im Gespräch mit dem Abgeordneten Sven Wolf

    Francesco Lo Pinto im Gespräch mit dem Abgeordneten Sven Wolf

    „Ich hätte gerne am diesjährigen Jugendlandtag teilgenommen und selber einmal im Plenarsaal des Landtags mitdebattiert und geredet. Vielleicht klappt es bei einem der nächsten Jugendlandtage,“ hofft Francesco Lo Pinto. Beim Jugendlandtag dürfen Jugendliche bis 20 Jahren teilnehmen, so dass dem 17-jährigen Schüler und stellvertretenden Vorsitzenden des Jugendrats Remscheid noch Zeit bleibt, das mitzuerleben.

    In diesem Jahr trafen sich Francesco Lo Pinto und der Landtagsabgeordnete erst einmal am Rande eines Plenartags. Einen Einblick in den Arbeitsalltag- und Arbeitsplatz eines Landtagsabgeordneten konnte der Schüler der EMA, der auch Schulsprecher ist, so schon einmal gewinnen.

    Er hatte auch gleich ein eigenes politisches Anliegen mitgebracht. „Unsere Schule braucht neue Abdeckungen für die Fenster des Saals, in dem wir Vorführungen und Präsentationen zeigen. Leider sind die derzeitigen Verdunkelungen vor den Fenstern nicht passgerecht angebracht. Jalousien entsprechen nicht den Schutzbestimmungen, da es sich bei den Fenstern auch um Entlüftungseinrichtungen handelt, die nicht verdeckt werden dürfen.“ So konnte Francesco Lo Pinto miterleben, wie der Abgeordnete in seiner Sache die Stadtverwaltung kontaktierte und das Problem schilderte.

    Der NRW Landtag ist ein Ort, wo man live Politik miterleben kann. Das was dort geschieht, muss man in die Kommunen reinbringen, um den Bürgern zu zeigen, dass Politik ernst genommen wird. Wenn sich jeder Bürger engagieren würde, so sehe unser Miteinander viel besser aus!“, betonte Francesco Lo Pinto.

     

  • Jugendlandtag: Sophie Flüs freut sich auf die kommenden Debatten

    Jugendlandtag: Sophie Flüs freut sich auf die kommenden Debatten

    Sophie Flüs unternimmt damit den ersten Ausflug ins „Profigeschäft“ der Landespolitik. Bisher arbeitet sie bereits auf kommunaler Ebene im Remscheider Jugendrat mit.

    In diesem Jahr steht beim Jugendlandtag Bildung ganz oben auf dem Programm. „Wie kann die Schule der Zukunft aussehen? Damit meine ich nicht nur moderne technische Ausstattung, sondern auch moderne Inhalte und Themen. Das ist mir für die Schülerinnen und Schüler, die nach mir die Schule besuchen werden, wichtig“, betont Sophie Flüs. Jugendliche im Alter von 16 bis 20 aus ganz NRW debattieren über dieses und weitere Themen von Donnerstag bis Samstag.

    Fraktionssitzungen, Pressekonferenzen, Anhörungen von Experten, Ausschuss-Sitzungen und ein „Parlamentarischer Abend“ mit den „echten“ Abgeordneten – das sind die Eckpfeiler des Politik-Wochenendes. Einen Höhepunkt wird wieder die Plenarsitzung bilden, die am Samstag stattfinden wird. Sie wird live im Internet übertragen.

    „Ich bin mir sicher, dass Sophie meinen Platz mit viel Freude wahrnehmen und mich würdig und engagiert vertreten wird. Für den diesjährigen Jugendlandtag haben mich zahlreiche Bewerbungen erreicht Dieses besondere Interesse an der Arbeit des Landtags hat mich sehr gefreut. Leider fiel mir daher auch die Entscheidung, wer meinen Platz in Düsseldorf übernehmen soll, nicht leicht. Nach Gesprächen mit den Bewerberinnen und Bewerbern und Sichtung der Zuschriften habe ich mich für Sophie Flüs entschieden.“

  • „Schattenspiel“ im Landtag

    „Schattenspiel“ im Landtag

    Seine Eindrücke fasst der Schüler der achten Klasse des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums zusammen: „In den Plenarsaal selbst durfte ich nicht – der Zugang ist nur für Abgeordnete. Zuerst habe ich deshalb die Debatte von der Tribüne aus erlebt. Man hat mal mitbekommen, wie die hohe Politik abläuft. Schon beeindruckend, dass die Politiker so laut geworden sind. Ich dachte, die wären etwas netter zueinander.“

    Zum Berufsfelderkundungstag berichtete Tom Leander: „Viele gehen erst einmal mit in die Firma ihrer Eltern“. Er hat sich aber für etwas anderes entschieden – einen Shadow-Day bei einem Berufspolitiker. Im Politikunterricht beschäftigt sich die Klasse von Tom Leander Sattelmaier mit den Themen Mitbestimmung, Grundrechte und Versammlungsfreiheit, Demokratie und Eigenverant­wortung.

    „Da waren die Unterrichtung der Landesregierung über den Anschlag vom 19. Dezember in Berlin und seine Folgen und die anschließende Diskussion dazu ganz passend zu den Unterrichtsinhalten“, meint Sven Wolf. „Wir haben beim gemeinsamen Mittagessen darüber gesprochen, wie schwierig es ist, in einem Rechtsstaat aufgrund bloßer Verdachtsmomente jemanden festzusetzen. Und wie schwierig die Einschätzung des Gefährdungspotentials ist. Es ist ein weites Feld, in dem alles vertreten sein kann – von einem wirklichen Gefährder bis zu jenem, der sich mit seinem Ankündi­gungen nur im Umfeld wichtigmachen will.“

    Danach ging es mit Sven Wolf in eine Arbeitsbesprechung. Auch bei einem Telefoninterview mit einer Journalistin war der Schüler dabei. „Ich habe viel gelernt“ meinte Tom Leander. Zwei weitere Berufsfelderkundungstage hat Tom Leander noch vor sich. Den sogenannten „Boys-Day“ will er dann gern bei einem IT-Dienstleister absolvieren.

     

  • Vollendung des Denkmals für ehemalige jüdische Mitschüler

    Von Frederik Mücher

    Nach der schon in diesem Sommer befestigten Gedenkplatte für die im Holocaust ermordeten jüdischen Mitschüler der EMA, wurde nun das Ensemble durch den Freund-Baum, der nach dem ehemaligen Schüler und Grundinitiator Siegmund Freund benannt ist, abgerundet.
    Dieser kam vor fünf Jahren in seine alte Heimatstadt Remscheid, um dort der Verlegung der Stolpersteine seiner Eltern beizuwohnen. Dabei waren auch Oberstufenschüler seiner ehemaligen Schule anwesend, die sich nach dessen Besuch ausgiebig mit der Suche nach ehemaligen jüdischen Mitschülern beschäftigten.
    Über die Jahre wuchs allmählich eine Gruppe engagierter Schüler aus den Jahrgangsstufen 10 bis 13 zusammen, die Archive durchstöberten, Bücher wälzten und Akten durchsahen.
    So konnten 32 ehemalige Schüler gefunden und ihre Schicksale größtenteils aufgedeckt werden.
    Am Ende der Arbeit stand die Idee eines Denkmals, nachdem bereits drei Stolpersteine unter Anwesenheit Herrn Freunds verlegt worden waren.
    Dieser Idee widmete sich eine Gruppe kunstinteressierter Schüler, die eine Skulptur in Form eines Baumes entwarfen und anfertigten.
    Der Baum der nun vor dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium steht, stellt einen Baum der Schulgemeinschaft dar, dessen Äste in die Schule hineinwachsen und fest mit dieser verankert sind.
    Ein Ast ist jedoch abgetrennt, er symbolisiert die durch das NS-Regime geraubten jüdischen Schüler dieser Schule. Der Ast wird, um dieses Symbol noch zu verstärken, mit der Zeit dunkler werden, da die Legierung an dieser Stelle oxidationsanfällig ist.
    Die Einweihung war für alle Anwesenden ein sehr berührender Moment und man kann allen Beteiligten, ob nun Schülern, Lehrer oder Unterstützern nur das allergrößte Lob für ihr Engagement und ihre Leistungen aussprechen.
    Besonders muss man jedoch Herrn Siegmund Freund danken, durch den die Projekte und das Denkmal erst möglich geworden sind.

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