Schlagwort: Bürgerinitiative

  • Abschaffung der Straßenausbaubeiträge: CDU und Grüne lehnen Härtefallfonds ab

    Abschaffung der Straßenausbaubeiträge: CDU und Grüne lehnen Härtefallfonds ab

    CDU-Kommunalministerin Ina Scharrenbach hat über fünf zähe Jahre gebraucht, ein Gesetz zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge vorzulegen. Diesen Zeitraum hätte es bei weitem nicht gebraucht, wenn die CDU mit ihrer Ministerin nicht unnötige Abwehrkämpfe geführt hätte. Die gab es nur, weil sie eigentlich gar nichts von der Abschaffung halten.

    Wir haben immer gesagt, dass die Straßenausbaubeiträge abgeschafft werden müssen. Nachdem die Landesregierung lange an den ungerechten und bürokratischen Straßenausbaubeiträgen festgehalten hat, hat sie dann ein verfassungsrechtlich fragwürdiges Gesetz verabschiedet – mit noch mehr Bürokratieaufwand für die Städte. Wir haben nicht klein beigegeben und weiter für die Abschaffung gekämpft.

    Dass die Straßenausbaubeiträge jetzt endlich der Vergangenheit angehören, ist dem Druck vieler Menschen zu verdanken, die sich in Bürgerinitiativen und in der erfolgreichsten Volksinitiative des Landes engagiert haben. Auch hier in Radevormwald ist das ein großes Thema gewesen. Bei der Sanierung der Bahnstraße in Radevormwald ging es noch glimpflich aus wegen des Förderprogramms.

    Das Tragische an dem schwarz-grünen Gesetzentwurf ist, dass viele der Menschen, die den Erfolg erst möglich gemacht haben, von der Abschaffung selbst gar nicht profitieren werden. Denn der von der Landesregierung gewählte Stichtag schließt eine Vielzahl von Menschen aus.

    Wer beim Stichtag Pech hat, wird zahlen müssen. Das ist eine große Ungerechtigkeit. Und die wollten wir nicht akzeptieren. Deswegen haben wir einen Härtefallfonds vorgeschlagen, wie ihn auch die Eigentümerverbände nach bayerischem Vorbild gefordert haben. Damit hätte man die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge auf der Zielgeraden vervollständigen können. Die letzten Meter zu einer echten Abschaffung wollten CDU und Grüne jedoch leider nicht gehen.

    Hintergrund:

    In der Plenarsitzung am 28. Februar hat der Landtag abschließend den Gesetzentwurf der schwarz-grünen Koalition zur Abschaffung der Beiträge für den Ausbau kommunaler Straßen im Land Nordrhein-Westfalen beschlossen. Zur Abstimmung stand auch der Änderungsantrag der Fraktionen der SPD und der FDP, mit dem beide Fraktionen einen Härtefallfonds für die Anliegerinnen und Anlieger einführen wollte, deren Straßensanierung vor dem 1. Januar 2018 beschlossen wurde.

  • Diskussion mit der Hückeswagener Bürgerinitiative gegen Motorradlärm

    Diskussion mit der Hückeswagener Bürgerinitiative gegen Motorradlärm

    Dass Lärm krank macht, wissen die Anwohnerinnen und Anwohner der Bever und an vielen Ortschaften am Rande der Stadt Hückeswagen, aber auch in Radevormwald und Wipperfürth, nur zu gut. Am vergangenen Samstag lud mich die Hückeswagener Bürgerinitiative gegen Motorradlärm deshalb ein, um gemeinsam mit der SPD-Landratskanditatin Tülay Durdu und Jürgen Hager von der Bürgerinitiative über die Möglichkeiten zu sprechen, gegen unnötige Lärmbelästigung vorzugehen.

    Wie Jürgen Hager ausführlich berichtete, konnte die Bürgerinitiative in den letzten Jahren schon einige Erfolge verbuchen. Trotzdem sei es schwer, die Chaoten dingfest zu machen, die durch ihr rücksichtloses Verhalten ein schlechtes Licht auf die vielen vernünftigen Fahrer werfen. „Mittlerweile können wir schon seit einigen Jahren auf die breite Unterstützung von SPD, Grünen und Dietmar Persian zählen. Außerdem möchte ich die Unterstützung der örtlichen Polizei loben“, sagte Jürgen Hager.

    Wie laut es bei gutem Wetter an der Bever werden kann, machte ein Anwohner deutlich: „Ab Frühjahr habe ich das Gefühl, am Nürburgring zu wohnen“, beklagte dieser. Ebenso wie die Vertreter der Bürgerinitiative hat auch er große Hoffnung, dass Tülay Durdu das Thema Motorradlärm deutlich beherzter anpacken wird als der amtierende Landrat Jochen Hagt. Die „Powerfrau mit Sachverstand“, wie Jürgen Hager unsere SPD-Landratskandidatin an diesem Abend dem Publikum vorstellt, verspricht, nach ihrer Wahl schnell und gründlich an einer langfristigen Lösung zu arbeiten: „Das ist eine sehr belastende Situation. Natürlich bin ich für Spaß, aber der darf nicht auf Kosten der Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner und unserer schönen bergischen Natur gehen“, machte Tülay Durdu deutlich.

    Der Landtag hat mehrheitlich einen Antrag für den Bundesrat verabschiedet, nach welchem die Bundesregierung aufgefordert wird, sich bei der EU-Kommission für strengere Lärmemissionswerte durch Verschärfung der in der EU geltenden Grenzwerte bei der Genehmigung und Zulassung neuer Motorräder einzusetzen. Nach ausführlicher Beratung hat der Bundesrat nun die Bundesregierung unter anderem auch damit beauftragt, die Einführung der sogenannten Halterhaftung zu prüfen. Da die Motorradfahrer wegen der Helmpflicht auf Radarfotos nicht eindeutig identifiziert werden können, ist es oft sehr schwer, Raser zur Rechenschaft zu ziehen. Die Halterhaftung, die es etwa in unserem Nachbarland Österreich schon gibt, wäre ein effektives Mittel, um diese Lücke zu schließen. Zur Zeit wird deswegen intensiv geprüft, wie sich diese umsetzen ließe, ohne mit dem im Grundgesetz verankerten Schuldprinzip in Konflikt zu geraten.

     

  • Landesweiter Protest unterstützt SPD-Vorschlag zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge

    Landesweiter Protest unterstützt SPD-Vorschlag zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge

    Die SPD im Landtag von Nordrhein-Westfalen will die Menschen von den Beiträgen bei Straßenausbaumaßnahmen entlasten. Im nordrhein-westfälischen Landtag kamen heute dazu Betroffene und Expertinnen und Experten zu Wort.

    Es ist deutlich geworden, dass Menschen durch Straßenausbaubeiträge extrem belastet werden. Auf ihre persönliche finanzielle Situation wird dabei keine Rücksicht genommen. Das ist ungerecht und unsozial. Besonders in Radevormwald ist das bereits länger ein Thema in der öffentlichen Diskussion – etwa bei der Bahnstraße.

    Vertreter von Bürgerinitiativen und Städten schilderten eindrücklich, welche Schicksale die Erhebung der Straßenausbaubeiträge bei den betroffenen Anliegern verursacht.

    Die Anhörung hat gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf beim Thema Straßenausbaubeiträge besteht. Die Hängepartie von Ministerin Scharrenbach und der Landesregierung ist den Menschen im Land nicht länger zuzumuten.

    Für die Städte und Gemeinden ist das außerdem ein großer bürokratischer Aufwand. Wir wollen mit unserem Gesetzentwurf die unsoziale Regelung und das aufwendige Verfahren abschaffen. Wir wollen eine einheitliche Regelung für das ganze Bundesland und keinen Flickenteppich. Im Moment können sich ausgerechnet die reichen Städte leisten, auf diese Beiträge zu verzichten.

     Der Bund der Steuerzahler hat bereits über 460.000 Unterschriften für die Abschaffung der Beiträge gesammelt.

    Viele Stadträte sind unserer Meinung und haben entsprechende Anträge und Resolutionen eingebracht. Auch in Radevormwald wurde von der SPD-Ratsfraktion eine Resolution zur Abschaffung der Straßenausbaugebühren eingebracht.

     Videobeitrag der SPD-Landtagsfraktion