Schlagwort: Vorurteile

  • Initiative für die rechtliche Gleichstellung beim Adoptionsrecht

    Initiative für die rechtliche Gleichstellung beim Adoptionsrecht

    Minister Kutschaty und Ministerin Steffens: Elternqualität ist keine Frage des Geschlechts – Volle Gleichberechtigung für gleichgeschlechtliche Paare auch beim Adoptionsrecht

    Für eine vollständige rechtliche Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften mit Ehepaaren sprechen sich Justizminister Thomas Kutschaty und Emanzipationsministerin Barbara Steffens aus. Heute beschäftigt sich der Bundesrat mit dem vom Deutschen Bundestag beschlossenen Gesetz zur Sukzessivadoption. Nach dem Bundestagsbeschluss dürfen homosexuelle Paare zwar künftig ein Kind adoptieren, wenn es zuvor bereits von einem der Partner adoptiert wurde. Ein gemeinsames Adoptionsrecht für Lebenspartnerschaften, wie es für Ehepaare gilt, sieht das Gesetz jedoch nicht vor.

    „Niemand kann ernsthaft behaupten, dass Kinder, die bei einem lesbischen oder schwulen Elternpaar aufwachsen, weniger geliebt werden als andere oder es ihnen deshalb an irgendetwas mangeln würde“, erklärte Minister Kutschaty. „Das sind doch Vorstellungen aus dem düsteren Mittelalter. Das vorliegende Gesetz geht zwar in die richtige Richtung, aber wir verpassen erneut die Chance, homosexuelle Paare vollständig beim Adoptionsrecht gleichzustellen“, so Kutschaty weiter.

    „Toleranz ist ein unverzichtbarer Pfeiler unserer Gesellschaft. Wissenschaftlich ist längst erwiesen, dass Kinder in eingetragenen Lebenspartnerschaften genauso gut und behütet aufwachsen können wie in Ehen. Wer eine Gleichstellung trotzdem ablehnt, schürt allein aus einem Bauchgefühl heraus Vorurteile gegen andere anstatt dabei mitzuhelfen, Menschen aus Diskriminierung zu befreien und Respekt vor dem Anderssein zu fördern“, sagte Ministerin Steffens.

    Kutschaty und Steffens appellierten deshalb, unverzüglich auf die weitere Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften mit Ehepaaren hinzuarbeiten. Bereits im März 2013 hatte der Bundesrat eine Öffnung der zivilrechtlichen Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gefordert.

  • Aktuelle Studie zeigt: immer noch zu viele Vorurteile

    Aktuelle Studie zeigt: immer noch zu viele Vorurteile

    „In der Altersgruppe der Über-50-Jährigen sind im Vergleich zu früheren Generationen weniger Vorurteile vorhanden – da hat sich in den letzten Jahren schon mehr Selbstverständlichkeit entwickelt“, so Sven Wolf. „Bei den Vorurteilen spielt oft Unwissenheit und Unsicherheit eine große Rolle. Das Land versucht nun, mit einer Informationskampagne gegenzusteuern. Das Ziel ist: mehr Akzeptanz und Respekt gegenüber allen sexuellen Identitäten und partnerschaftlichen Orientierungen. Jede und jeder muss ohne Angst vor Ausgrenzung und Anfeindung in Nordrhein-Westfalen leben können. Im Bundesvergleich liegt NRW im Mittelfeld, aber wir können noch mehr tun.“

    „anders und gleich – Nur Respekt Wirkt“ – so lautet die Kampagne, die zu mehr Offenheit und Selbstverständlichkeit beitragen soll. Ab nächsten Montag gibt es für zwei Wochen Plakate auf InfoScreens in den Hauptbahnhöfen Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Bielefeld und Bonn. Zwei Broschüren – die „Fibel der vielen kleinen Unterschiede“ über sexuelle und geschlechtliche Identitäten und Lebensformen und die Publikation „Regenbogenfamilie werden und sein“ über gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit Kindern – sollen helfen, Vorurteile abzubauen.

    Broschüren und Plakate gibt es auf www.andersundgleich-nrw.de.

    Die Studie als pdf–Datei