Schlagwort: queer

  • Das Grundgesetz muss alle schützen

    Das Grundgesetz muss alle schützen

    Foto: Von InstagramFOTOGRAFIN auf Pixabay

    Das Diskriminierungsverbot ist eine der größten Lehren, die wir aus unserer Vergangenheit gezogen haben. Nie wieder dürfen in diesem Land oder anderswo Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Abstammung, ihrer Sprache, Heimat oder Herkunft, ihres Glaubens, ihrer politischen Anschauung oder aufgrund von Beeinträchtigungen benachteiligt werden. In diesem Grundsatz sind sich alle demokratischen Vertreterinnen und Vertreter einig.

    In der NS-Diktatur wurden jedoch auch queere Menschen verfolgt. Historiker schätzen, dass rund 100.000 Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung drangsaliert, 50.000 verurteilt und rund 10.000 ermordet wurden. Die Abschaffung des § 175 StGB im Jahr 1994 war eine viel zu späte Anerkennung ihrer Rechte. Dass bei der Abstimmung über die Öffnung der Ehe im Bundestag lediglich die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen geschlossen für die Initiative stimmten, zeigt jedoch, dass es weiterhin Bedenken und Formen der Ausgrenzung gibt.

    Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der Anerkennung intersexueller Menschen. Bis heute erleben queere Menschen Diskriminierung. Es ist deswegen längt überfällig, sie auch im Grundgesetz als festen Teil unserer Gesellschaft zu schützen. Deswegen ist es höchste Zeit, dass das Diskriminierungsverbot auch auf die geschlechtliche Identität und die sexuelle Orientierung ausgeweitet wird.

    Ein grundgesetzlich verbriefter Schutz wäre nicht nur ein starkes Signal, sondern würde die Menschenrechte der queeren Community auch ganz formal für die Zukunft garantieren. Als SPD-Fraktion stehen wir deswegen hinter der Community und unterstützen die Initiative „Grundgesetz für Alle“ ausdrücklich.

    Hinweis: Die Initiative „Grundgesetz für Alle“ kann unter nachfolgendem Link unterstützt werden: https://campaigns.allout.org/de/grundgesetz-fuer-alle

  • CSD 2020 auch ohne Umzüge – Flagge zeigen für Vielfalt und Zusammenhalt

    CSD 2020 auch ohne Umzüge – Flagge zeigen für Vielfalt und Zusammenhalt

    Den Ausgang nahm diese öffentlichen Proteste in der Christopher Street in New York als am 28. Juni 1969 die Polizei wieder einmal willkürliche Razzien durchführte, um die dortige Szene einzuschüchtern. Diesmal wehrten sich die Besucher im Stonewall Inn. In der Folge gab es heftige Auseinandersetzungen und die Razzien hörten auf. Ein Jahr später zogen erstmals hunderte durch New Yorks Straßen um zu protestieren.

    In diesem Jahr verhinderte die Corona Pandemie diese Kundgebungen. Umso mehr gilt es, auf alternativen Wegen die Botschaft des CSD weiterzutragen und öffentlich aufmerksam zu machen. Denn für Respekt ist die Sichtbarkeit der queeren Community unglaublich wichtig.

    Wir haben in einem gemeinsamen Antrag von SPD und Die Grünen im Juni die Landesregierung aufgefordert, mit den Verantwortlichen der LSBTIQ*-Communities Kontakt aufzunehmen, um zu klären: Welche besonderen Problemlagen und Unterstützungsbedarfe ergeben sich aus dem Ausfall der Umzüge und Straßenfeste? Welche alternativen Formate können einen Beitrag für mehr Sichtbarkeit leisten? Was kann das Land dazu beitragen?

    Ohne das bunte Treiben auf unseren Straßen ist der Sommer etwas karger. Aber, dass Vielfalt und Zusammenhalt unsere Gesellschaft stärker machen – das gilt ganz besonders in diesem Krisenjahr. Diese Bewusstsein gilt es auf anderen bunten Kanälen gemeinsam zu teilen.

    Antrag SPD/Die Grünen