Schlagwort: Politikunterricht

  • Demokratiekompetenz von Schülerinnen und Schülern fördern

    Demokratiekompetenz von Schülerinnen und Schülern fördern

    Politikunterricht fällt zudem am häufigsten aus und wird am stärksten nebenbei in fachfremden Fächern unterrichtet. Deshalb setzen wir uns für eine Stärkung des Politikunterrichts ein.

    Eine intensive Diskussion der Grund- und Menschenrechte im Politikunterricht trägt dazu bei, die Stützpfeiler unseres Staats- und Rechtssystems zu verstehen. Er kann Schülerinnen und Schüler zu Argumentationsstärke verhelfen gegenüber rechtsextremen und rassistischen Ideologien, menschenverachtenden Haltungen und verfassungsfeindlichen Äußerungen.

    Es darf auch nicht von der Schulform abhängen,  in welchem Ausmaß Urteilfähigkeit und politische Kompetenz gefördert werden. Demokratiebildung muss für alle gleichermaßen wichtig sein. Alle Menschen müssen gleichermaßen die Möglichkeit haben, als mündige Bürgerinnen und Bürger an gesellschaftlichen Vorgängen und Ereignissen teilzunehmen und sie mitzugestalten. Die Schule als ein Ort gelebter Demokratie sollte die Grundregeln auch optimal vermitteln können. Dafür muss genug Unterrichtszeit da sein und genügend fachlich ausgebildete Lehrkräfte. Die Einrichtung eines Fachs Wirtschaft darf auf jeden Fall nicht zu Lasten des Politikunterrichts gehen!

    Wir brauchen Fachunterricht, einen größeren Anteil politischer Themen im Unterricht und Möglichkeiten, sich selbst in der Schule demokratisch zu engagieren: Partizipation in Schulangelegenheiten, Besuch von politischen Institutionen, Gedenkstätten, Erinnerungskulturstätten und eine stärkere Unterstützung politischen und gesellschaftlichen Engagements von Schülerinnen und Schülern in ihrer Freizeit.

    Unser Antrag dazu: Mehr Demokratie wagen!

  • Remscheider Jugendrat zu Gast in Düsseldorf

    Remscheider Jugendrat zu Gast in Düsseldorf

    Sie schätzten die Arbeit des Jugendrats sehr und würden die Mitglieder regelmäßig zum Besuch nach Düsseldorf einladen, um gemeinsam wichtige Themen und Fragen mit ihnen zu besprechen, betonten die Abgeordneten.

    Ein Beispiel war die Diskussion um die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre. Die Jugendratsmitglieder fanden das Alter nicht so entscheidend. Viel wichtiger war ihnen, dass mehr Aufklärung an den Schulen stattfindet für die Neuwählenden. „Viele haben neben der Schule nicht die Zeit, sich über Politik zu informieren“, stellte Alegria Milanda, Vorsitzende des Jugendrates, fest. Sven Wolf fragte nach, ob die Frage, wie man Schule, Hausaufgaben und Freizeitaktivitäten zeitlich organisiert bekommt, auch Gegenstand des Schulunterrichts sei, und stellte fest, die Jugendratsmitglieder seien da schon routiniert.

    Ertugrul Altun meinte, dass in der Schule mehr Politik im Unterricht stattfinden sollte und man dort auch die verschiedenen Parteiprogramme durchnehmen sollte.

    Alegria Milanda berichtete von ihrem Wahlkampf an der Schule: „Ich bin durch die wahlberechtigten Klassen gelaufen und habe ihnen gesagt, für was ich mich einsetzen will und warum sie mich wählen sollten. Viele wissen nämlich nicht, dass es den Jugendrat gibt, sonst würden sich mehr bewerben.“

    „Es ist großartig zu sehen, wie interessiert und engagiert unsere politische Jugend in Remscheid ist. Chapeau!“, sagte Jens-Peter Nettekoven.

    „Sachkenntnis, Engagement und Haltung zeichnen den Remscheider Jugendrat aus. Wir alle können stolz sein“, meinte Jutta Velte.