Schlagwort: Klima

  • PM: Das Klimageld muss schneller kommen

    PM: Das Klimageld muss schneller kommen

    Foto: pixabay – AlexanderStein
    Hierzu erklären Jochen Ott, Vorsitzender, und Alexander Vogt, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    Jochen Ott:

    „Der gestiegene CO2-Preis ist eine enorme Belastung für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Heizen und Tanken werden immer teurer. Jetzt müssen auch diejenigen entlastet werden, die keine Wärmepumpe gefördert bekommen. Dafür ist das Klimageld gedacht – und so ist es auch fester Bestandteil des Koalitionsvertrags im Bund für diese Legislaturperiode. Wir halten die Pläne, das Klimageld erst bis spätestens 2027 einzuführen, deshalb für falsch. Dieser Zeitpunkt ist viel zu spät und muss überdacht werden. Einmal mehr zeigt sich, dass die Schuldenbremse zum Bremsklotz für eine sozial gerechte Gestaltung der Energiewende wird. Sie muss dringend reformiert werden.“

    Alexander Vogt:

    „Die Idee des Klimagelds ist ein Musterbeispiel für sozialdemokratische Politik. Davon würden vor allem Menschen mit kleinerem und mittlerem Einkommen profitieren, die eine kleine Wohnung oder kein Auto haben. Ihnen jetzt zu signalisieren, dass sie in dieser Legislaturperiode diese Entlastung nicht bekommen sollen, ist ein Unding. Wir fordern Bundesfinanzminister Lindner auf, noch bis zum Frühjahr seine Pläne zu überarbeiten und einen konkreten Vorschlag für die Umsetzung vorzulegen. Das Klimageld muss kommen – und zwar schnell.“

  • Besuch bei Henkel zeigt: Nachhaltige und wirtschaftliche Industrie ist möglich – Politik muss diese Entwicklung unterstützen

    Besuch bei Henkel zeigt: Nachhaltige und wirtschaftliche Industrie ist möglich – Politik muss diese Entwicklung unterstützen

    Foto: Alexander Stahl

    Hierzu erklärt Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    „Die Industrie in Nordrhein-Westfalen steht vor enormen Herausforderungen. Die akute Energiekrise mit den stark gestiegenen Kosten trifft vor allem Unternehmen, die viel Strom und Wärme nutzen. Hinzu kommt die Notwendigkeit, angesichts der Klimakrise nachhaltig zu produzieren. An diesen Anforderungen entscheidet sich, ob NRW in Zukunft eine starke Wirtschaft mit guten Arbeitsplätzen hat. Wir wollen Wertschöpfung und gut bezahlte Jobs erhalten und neu schaffen. Die Energiepreiskrise und vor allem die Klimakrise dürfen nicht dazu führen, dass in NRW eine Deindustrialisierung stattfindet. Vielmehr ist das Ziel die klimaneutrale Produktion 2045, damit Nordrhein-Westfalen eine attraktive und vorbildliche Industrieregion wird.

    Die Industrie in NRW hat Vorbilder, die zeigen, dass der Weg in eine nachhaltige und wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft möglich ist. Dazu gehört Henkel. Das Unternehmen setzt sich mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie auf vielfältige Weise für eine klimaneutrale Produktion ein. Von der Dekarbonisierung der Prozesse über das chemische Recycling bis zur Verwirklichung einer echten Kreislaufwirtschaft sind die Chancen groß. Hinzu kommen Synergien bei industrieller Produktion und Wärmeversorgung. So stellt sich der Traditionskonzern neuen Herausforderungen.

    Henkel zeigt, was möglich ist. Wir wollen, dass die Industrie im ganzen Land gestärkt aus der sozial-ökologischen Transformation herausgeht. Es ist Aufgabe der Politik, hier die Weichen zu stellen. Von der Landesregierung erwarten wir dieses Engagement. Doch ihre Industriepolitik ist zu sporadisch. Bei Thyssenkrupp bringt sie sich richtigerweise gemeinsam mit dem Bund für den Wandel hin zu grünem Stahl ein. Dieses Projekt beweist, wie das Zusammenspiel von Wirtschaft und Staat gelingen kann. Doch was ist mit anderen Branchen, Unternehmen und Projekten? Hinter einem Leuchtturm darf sich das Land nicht verstecken. Zumal nicht alle Unternehmen die wirtschaftliche Kraft haben, mit den Veränderungen alleine fertig zu werden. Gerade kleinen und mittleren Unternehmen fehlt das Eigenkapital. Seit mehr als einem Jahr fordern wir nun schon einen Transformationsfonds für NRW. Mit diesem sollen Unternehmen die klimafreundliche Umstellung ihrer Geschäftsmodelle und Prozesse finanzieren können.

    Ebenso muss das Land den Infrastrukturausbau für eine nachhaltige Energieversorgung unserer Betriebe in Rekordzeit ermöglichen. Investitionsentscheidungen dürfen nicht an hohen Kosten für Energie oder am Mangel von erneuerbaren Energien sowie von Wasserstoff scheitern. Eine positive Entwicklung unserer Industrie ist möglich. Das zeigt Henkel in Düsseldorf. Jetzt müssen wir Erfolge in die Fläche bringen. Das erfordert ein gemeinsames Engagement von Politik und Wirtschaft.“

     

  • Unabhängige Energieversorgung, Klimaschutz und moderne Arbeit – Innovation City Bottrop als Vorbild für NRW nutzen

    Unabhängige Energieversorgung, Klimaschutz und moderne Arbeit – Innovation City Bottrop als Vorbild für NRW nutzen

    Foto: andrea160578 auf pixabay

    Hierzu erklären Thomas Kutschaty, Vorsitzender, und André Stinka, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    Thomas Kutschaty:
    „Was in Bottrop möglich ist, muss in ganz NRW möglich sein. Deshalb wollen wir Innovation City auf ganz NRW ausrollen. Die Studie des Ruhr-Forschungsinstituts zeigt, dass das eine große Chance ist. Die Ergebnisse sind mehr als ermutigend und überzeugend.

    Binnen 10 Jahren lassen sich nach dem Vorbild von Bottrop mit einer Investitionssumme von 24 Milliarden Euro aus öffentlichen und privaten Mitteln 1.000 Quartiere energetisch sanieren. So können jährlich mindestens 5,7 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart werden. Der Innovation-City-Roll-Out bedeutet also, dass Nordrhein-Westfalen auf den richtigen Weg  kommt, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen.

    Ebenso kann mit einem Roll-Out insgesamt ein Produktionswert von 33 Milliarden Euro und eine Bruttowertschöpfung von 16 Milliarden Euro in zehn Jahren erzielt werden. Und nicht zuletzt können dadurch bis 2031 knapp 23.000 Arbeitsplätze zusätzlich entstehen. Der Innovation-City-Roll-Out ist damit ein umfassendes Konjunktur- und Wachstumsprogramm für Nordrhein-Westfalen.

    Doch mit dem Roll-out schaffen wir nicht nur Klimaschutz und moderne Arbeitsplätze. Wir schaffen es damit, unabhängiger zu werden von fossilen Brennstoffen. In Bottrop gibt es durch Innovation City die größte Dichte an Photovoltaik-Anlagen unter allen Großstädten in NRW. Die Sonne wird in Bottrop so stark genutzt wie in keiner anderen Stadt in Nordrhein-Westfalen. Der Roll-out von Innovation City ist also auch ein Beitrag zur Unabhängigkeit unserer Energieversorgung.

    Putins Angriffskrieg auf die Ukraine zeigt deutlich, wie wichtig diese Unabhängigkeit ist. Dabei liegt die Antwort auf die Frage nach unserer Energiesicherheit nicht in Atomkraft und Kohle – sie liegt in Sonne und Wind.“

    André Stinka:
    „Der Landesregierung ist es in den vergangenen fünf Jahren nicht gelungen, den notwendigen Ausbau von Sonnen- und Windenergie voranzutreiben. Im Gegenteil: Schwarz-Gelb bremst den Ausbau. Nur 16 Prozent seines Stroms bezieht NRW aus Erneuerbaren Energien. Im Bundesschnitt sind es 40 Prozent.

    Weniger als zehn Prozent des Dachflächen-Photovoltaik-Potenzials wird in NRW derzeit genutzt. Der Ausbau der Windkraft in NRW ist eingebrochen. 2018, 2019 und 2020 sind zusammen weniger Windkraftanlagen entstanden als noch 2017. 2017 waren es 323 neue Anlagen. In den drei Folgejahren waren es zusammen nur 243 neue Anlagen. Das liegt auch daran, dass die Landesregierung an widersinnigen pauschalen Abstandsregeln festhält. Wir wollen die Abstandsregel abschaffen, um das Tempo beim Ausbau zu erhöhen.

    Denn eine Landesregierung muss NRW zukunftsfähig aufstellen. Das gilt beim Ausbau der Windkraft. Das gilt bei der Nutzung von Photovoltaik. Und das gilt bei Projekten wie Innovation City. NRW muss Vorreiter bei unabhängiger und klimaneutraler Energieversorgung werden, statt der Entwicklung ständig hinterher zu laufen.

    Doch die Landesregierung hat es verpasst, Bottrop als Vorbild für das ganze Land zu nutzen. Bei notwendigen Veränderungen bremst Schwarz-Gelb lieber und schiebt Verantwortung ab.“

  • Jetzt die Weichen für die Zukunft stellen!

    Jetzt die Weichen für die Zukunft stellen!

    Foto: Danielle Schäfer

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