Schlagwort: finanziell

  • Ungehört und unbeteiligt: Jugendlichen in der Corona-Pandemie eine Stimme und Perspektive geben

    Ungehört und unbeteiligt: Jugendlichen in der Corona-Pandemie eine Stimme und Perspektive geben

    Foto: Olexy Ohurtsov auf Pixabay

    Knapp 61 Prozent fühlen sich einsam. Ein Drittel gibt an, seit der Pandemie größere finanzielle Sorgen zu haben. Je belasteter die Jugendlichen finanziell und emotional sind, desto größer ihre Zukunftsängste und desto geringer ihr Vertrauen in die Politik. Jugendliche, die es ohnehin schwer haben, verlieren am meisten in Sachen Bildung und Bindung.

    Hierzu erklärte Dennis Maelzer, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

    „Wenn sich junge Menschen von der Politik nicht gehört fühlen, hat die Politik ihre Kernaufgabe nicht erfüllt. Die Landesregierung muss endlich handeln und jungen Menschen eine Perspektive geben. Als Auftakt für einen wirklichen Dialog brauchen wir einen landesweiten Kinder- und Jugendgipfel. Noch ist es dafür nicht zu spät.  Es geht vor allem darum, Kinder und Jugendliche in ihrem unmittelbaren Alltag ernsthaft und nachhaltig zu beteiligen. Außerdem ist es wichtig, dass wir diejenigen, die am stärksten belastet sind, besser unterstützen.

    Das Corona-Aufhol-Paket, dass der Bund auf Initiative der SPD aufgelegt hat, ist dafür ein wichtiger Schritt. Eine Milliarde Euro wird in das Aufholen von Lernrückständen investiert. Besonders freut mich der Kinderfreizeitbonus in Höhe von 100 Euro für bedürftige Familien, mit dem auch der Zugang zur individuellen Lernförderung erleichtert wird. Kinder und Jugendliche sind in dieser Pandemie viel zu oft nur als Schülerinnen und Schüler wahrgenommen worden. Sie haben aber auch ein Recht auf Freizeit. Darum ist es wichtig, dass eine weitere Milliarde Euro zur Förderung frühkindlicher Bildung, für Freizeit-, Ferien- und Sportaktivitäten eingesetzt wird.

    Es ist gut, dass der Bund die Länder nicht aus ihrer Verantwortung entlässt und eigene Beiträge und Maßnahmen erwartet. Als SPD-Fraktion machen wir dafür konkrete Vorschläge: Wir wollen Kindern und Jugendlichen einen Neustart anbieten, um die Folgen der Pandemie hinter sich lassen zu können. Mit Mitteln aus dem NRW-Rettungsschirm wollen wir Angebote der Jugendverbände unterstützen und für ein Jahr die Mitgliedschaft in einem Sportverein finanzieren. Außerdem erwarten wir vom Land außerschulische Angebote zum Abbau von Lernrückständen und die Förderung von Kinder- und Jugendfreizeiten. Auch die Schaffung zusätzlicher Möglichkeiten für ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr sind sinnvoll.“

  • Wir müssen die Verkehrswacht finanziell absichern

    Wir müssen die Verkehrswacht finanziell absichern

    „Bei den 64 Verkehrswachten in NRW engagieren sich tausende Menschen ehrenamtlich für Sicherheit im Straßenverkehr. Aufgrund der besonderen Situation durch die Corona-Präventionsmaßnahmen konnten die Veranstaltungen zur Aufklärung und Schulung von Verkehrsteilnehmenden aber kaum stattfinden,“ berichtet der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Die SPD-Landtagsfraktion hat am letzten Plenarmittwoch Minister Wüst aufgefordert, für eine krisensichere Finanzierung der Verkehrswachten zu sorgen. Die Sicherheit auf den Straßen darf auch in der Krise nicht hinten anstehen.“

    „Die Initiativen und Aktionen der Verkehrswacht leisten einen großen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Das reicht von der Verkehrserziehung für die ganz Kleinen mit ‚Schule hat begonnen‘-Aktionen bis zur Beratung für Seniorinnen und Senioren oder beratender Tätigkeit in Kooperation mit Polizei und Justiz. Das alles wird hauptsächlich ehrenamtlich gestemmt“, führt Otto Mähler, Mitglied im Rat der Stadt, Bezirksbürgermeister und 1. Vorsitzender der Verkehrswacht Remscheid, aus. „Aber es werden finanzielle Mittel benötigt, um Sach- und Personalkosten tragen zu können. Diese Mittel wurden in der Vergangenheit bei Veranstaltungen, auch Großveranstaltungen, erwirtschaftet. Auch Sponsoren- oder Spendengelder wurden eingeholt. Dafür muss aber die Arbeit der Verkehrswacht auch sichtbar sein. Das ist aktuell schwierig. Wir dürfen daher diese ehrenamtliche Arbeit nicht vergessen. Die Verkehrswachten dürfen nicht finanziell ausbluten.“

    „Die vergangenen Monate waren für die Verkehrswachten finanziell belastend. Einnahmen fehlten und sind auch in den nächsten Monaten in der bislang gewohnten Höhe nicht zu erwarten“, so Wolf. “Verkehrswachten als gemeinnützige Vereine konnten – bis auf einige Verkehrswachten, zum Beispiel solche, die einen Verkehrsübungsplatz betreiben – auch keine staatlichen Soforthilfen beantragen. Wir haben die Landesregierung aufgefordert, unverzüglich mit den Verkehrswachten Gespräche aufzunehmen und eine verlässliche bedarfsgerechte und überjährige Finanzierung aus dem Landeshaushalt zu realisieren. Leider haben CDU, FDP und AfD gegen unseren Antrag gestimmt. Wir meinen: Die gute Arbeit der Verkehrswachten muss auch weiter so fortgeführt werden können. Dafür ist die von uns vorgeschlagene Finanzierung die beste Basis.“