Schlagwort: Dr. Thomas Weckelmann

  • Neujahrsempfang der Remscheider SPD im Lindenhof

    Neujahrsempfang der Remscheider SPD im Lindenhof

    Der Empfang stand dieses Jahr ganz im Zeichen der großen Herausforderung bei der Flüchtlingspolitik. Für Festredner Kirchenrat Dr. Thomas Weckelmann, Leiter des Evangelischen Büros Nordrhein-Westfalen, lässt sich die Frage des Umgangs mit Flüchtlinge rasch und klar beantworten. Sie folgt dem christlichen Gebot der Nächstenliebe und dem Eintreten für die Schwachen. Er lobte die Anstregungen der Landesregierung in NRW, besonders den Kommunen bei dieser Herausforderung unter die Arme zu greifen und auch die nun folgende Aufgabe der Intregtration nicht aus den Augen zu verlieren. In seiner Rede ging Dr. Thomas Weckelmann, auch auf die Ereignisse der Silvesternacht in Köln ein und machte unter starkem Applaus der Zuhörerinnen und Zuhörer deutlich, dass rechtspopulistischer Stimmungsmache entschieden entgegen getreten werden muss. 2016 müsse das Jahr der Integration werden, hierfür müssen das Land und die Kirchen noch große Anstrengungen unternehmen.
    Ebenfalls bereits zum zweiten Mal wurde der Preis „Stolz auf Remscheid!“ verliehen. Wir zeichneten in diesem Jahr die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingsarbeit aus und überreichten stellvertretend Frau Daniela Krein vom Betreuungsverein BAF e.V. unseren Preis.

    In meiner Laudatio erinnete ich daran, dass die Frage des Umgangs mit Flüchtlinge auch eine Frage der Haltung ist und wir Sozialdemokraten genau wissen, wie wichtig es ist, auch in stürmischen Zeiten unsere Haltung zu bewahren. Die Arbeit der Ehrenamtliche zeigt auch immer welche Haltung eine Gesellschaft insgesamt hat. Zur aktuellen Debatte über Werte erinnerte ich an den klaren Kompass, den uns das Grundgesetz mit dem Leitappell, „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, gibt. Hier leisten die Ehrenamtler großes, nicht nur in dem sie Essen ausgeben, Kleiderspenden sortieren oder mit den Flüchtlingskindern spielen. Sie geben mit ihrem Engagement den Flüchtlingen ihre Würde zurück, die ihnen auf der Flucht genommen wurde. Ich erinnerte aber auch an die Ereignisse in der Silvesternacht und die folgende Debatte, in der auch gehetzt wird. Trotz Zorn und Sorge müssen wir einen kühlen Kopf bewahren. Dazu gehört nicht geschichtsvergessen ein Zutrittsverbot für Schwimmbäder auszusprechen oder Bürgerwehren einzurichten, sondern die Antwort unsere Rechtsstaates muss eine effektive Strafverfolgung durch Polizeit und Justiz sein. Das sind wir den Frauen, die Opfer wurden schuldig. Genauso wie den gesetztestreuen Flüchtlingen, um sie von dem pauschalen Verdacht zu befreien.
    Vor welchen Herausforderungen Haupt- und Ehrenamtliche im Flüchtlingsbereich stehen, machte die Preisträgerin in ihrer Rede deutlich. Daniela Krein erinnerte daran, wie im ersten Halbjahr vergangenen Jahres in rund 26 Stunden aus einer Schule eine Notunterkunft wurde; ohne Hilfe der Remscheider Feuerwehr wäre das nicht gelungen.

    In seiner Abschlussrede bat der Vorsitzende der Remscheider SPD, Sven Wiertz, die Ehrenamtlichen sich nicht entmutigen zu lassen. Das Engagement lohnt sich – für die Menschen die zu uns kommen und für uns als Gesellschaft. Darauf können wir in Remscheid stolz sein.

    Fotos: Thomas Wunsch

  • Kirchenkreis Lennep zu Gast im Landtag und im „Raum der Stille“

    Kirchenkreis Lennep zu Gast im Landtag und im „Raum der Stille“

    Sven Wolf betonte zu Beginn, dass die Politik in Remscheid den guten Kontakt in den Rheinisch-Bergischen Kreis stets im Auge behalte, auch wenn Remscheid an der Grenze des Regierungsbezirkes läge. Für viele Bürgerinnen und Bürger vor Ort sei ja der Weg etwa von Hückeswagen oder Radevormwald nach Remscheid kürzer als in die Kreisstadt. Der Kirchenkreis bilde hier von seiner Zusammensetzung her die gewachsene Struktur besser ab.

    Als das für ihn wichtigste Gesetzesvorhaben in der nächsten Zeit nannte Wolf die Überarbeitung des Strafvollzugsgesetzes. Zum kürzlich verabschiedeten Jugendarrestvollzugsgesetz fasste er auf Nachfrage aus dem Kirchenkreis zusammen, dass jetzt stärker der pädagogische Ansatz im Vordergrund stünde. Nun sei es auch gesetzlich geregelt, dass es ein Aufnahmegespräch und weitere Gespräch- und Therapieangebote gebe und eine Übergabe nach dem Arrest in die Hände der Jugendhilfe oder des mobilen Sozialdienstes der Justiz stattfände. Es sei gelungen, für den neuen Ansatz mehr Personal zu erhalten, die zusätzlichen pädagogischen Stellen für die Arrestanstalten stünden nun zur Verfügung. Einige Themen konnten auch nur andiskutiert werden – darunter die Ladenöffnungszeiten, die Gemeindefinanzen, die Inklusion, der konfessionelle Religionsunterricht und das kirchliche Arbeitsrecht.

    Raum der Stille_02Der Kirchenrat berichtete, dass die evangelischen und katholischen Kirchenvertretungen beim Land die Stellungnahmen zu relevanten Gesetzesentwürfen aus kirchlicher Sicht sehr oft gemeinsam erarbeiteten und vorlegten. Das Evangelische Büro nehme aber auch Seelsorgefunktion für die Abgeordneten wahr. Die regelmäßige gemeinsame Landtagsandacht, zu der die evangelische und katholische Kirche gemeinsam in den „Raum der Stille“ einluden, gehe stets auch mit einem gemeinsamen Frühstück vor der Parlamentssitzung einher. Mit zwischen 30 und 50 teilnehmenden Personen seien diese auch relativ gut besucht.

    Danach nahmen alle gemeinsam die Gelegenheit wahr, den „Raum der Stille“ in Augenschein zu nehmen. Dr. Weckelmann führte anschließend eine gemeinsame Andacht durch. „Zwischen all den Terminen eine gute Gelegenheit zum Innehalten und Besinnen“ so Sven Wolf.

    Hier finden sich weitere Informationen zum Kirchenkreis Lennep. Weitere Informationen zum Evangelischen Büro NRW gibt es hier.