
„Ich bin verärgert über die Informationspolitik der Bahn. Heute Morgen überraschte mich, wie viele tausend Pendler aus Remscheid auch, die Ankündigung der Deutschen Bahn, die Müngstener Brücke für Reparaturarbeiten für rund zwei Wochen zu sperren. Pendler brauchen Verlässlichkeit. Es darf nicht sein, dass die Bahn abends beschließt, am drauffolgenden Morgen den Weg zur Arbeit für die auf die Bahn angewiesenen Personen deutlich zu verlängern. Ich habe das Gefühl, die Bahn lässt ihre Kunden auf der Strecke”
Um für die Pendler eine verlässliche Planung zu gewährleisten, fordern Wolf und seine Solinger Kollegen aus dem Landtag Preuß-Buchholz und Neumann die Deutsche Bahn auf, hinsichtlich der anstehenden Grundsanierung der Müngstener Brücke einen genauen Zeitplan vorzulegen. Die Abgeordneten wissen sich dabei von ihren Kolleginnen und Kollegen in den Räten der Städte Remscheid und Solingen unterstützt. „Wir wissen um die sachlichen Schwierigkeiten, genaue Zeiträume zu nennen. Im Interesse der Kundinnen und Kunden muss dies aber möglich sein.“
Wolf, der auch Mitglied der Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr ist, wunderte sich über diesen völligen Alleingang der Deutschen Bahn. „In den Gremien des VRR sind wir über dieses Thema bisher auch noch nicht informiert worden. Ich werde aber auch dort das Thema ansprechen.“ so Wolf weiter.





Sehr geehrter Herr Wolf,
ich freue mich, dass auch Sie sich über das Disaster bezüglich der Sperrung der Müngstener Brücke ärgern und Anworten fordern. Inzwischen besteht die Sperrung aber seit einer Woche und das Eisenbahnbundesamt hat seinerseits eine Sperrung vorgenommen. Bei fast 4 Mio Fahrgästen auf der Strecke der RB 47 würde ich mir aber mehr als nur Ihren Unmut wünschen. Ich pendle beruflich seit 10 Jahren von Remscheid nach Düsseldorf. Durch die Sperrung ergibt sich für mich ein zeitlicher Mehraufwand von 30-45 Minuten pro Fahrweg. Das betrifft auch viele weitere Mitfahrer. Wir verlieren Lebensqualität und es ergibt sich ein erheblicher, volkswirtschaftlicher Schaden durch die sinnlose Rumreiserei. Ich hätte jetzt gerne gewußt, was seitens der Politik unternommen wird. Wann können wir mit Informationen rechnen, wie es weitergeht? Wie werden wir angemessen informiert? Ich würde mich freuen, wenn Sie und Ihre Kollegen unsere Interessen mit dem notwendigen Nachdruck!!! vertreten und meine Fragen beantwortet werden.
Schon jetzt vielen Dank für die Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Tanja Brink
Sehr geehrter Frau Brink,
heute Morgen noch habe ich mit einem Vertreter der Deutschen Bahn telefoniert. Die Deutsche Bahn geht weiter davon aus, dass die Arbeiten an der Brücke bis spätestens zum Fahrplanwechsel (12.12.) beendet sind. Die Anordnung des Eisenbahnbundesamtes ändert nach Ansicht der Bahn zunächst nichts an diesem Zeitplan.
Wir – d.h. meine Bergischen Kollegen im Landtag und die Bahn – überlegen derzeit, in welcher Form eine genaue Information der Öffentlichkeit über die von der Bahn geplanten Sanierungsarbeiten im kommenden Jahr erfolgen kann. Ich habe dem Bahnvertreter nochmals deutlich gemacht, dass ich im nächsten einen genauen Zeitplan erwarte.
Über die weitere Entwicklung werde ich Sie informiert halten.
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte Frau Brink,
Liebe Pendler,
die Deutsche Bahn teilte mir heute vorab telefonisch mit, dass wegen der Sperrung der Müngstener Brücke morgens und abends zusätzliche Zuge verkehren werden.
Hierzu verweise ich auf die Pressemitteilung der Deutschen Bahn:
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/presse/verkehrsmeldungen/nrw/nrw20101129b.html
Mit freundlichen Grüßen
Sven Wolf
Sehr geehrter Herr Wolf,
ich weiß nicht, ob ich es Ihrem Engagement verdanke, aber der durchgehende Zug nach Düsseldorf ist im Bahnchaos auf jeden Fall schon mal eine Bereicherung. Heute morgen noch recht dünn besetzt, wird sich dies bestimmt ändern, wenn sich der Einsatz rumgesprochen hat. Die Reisezeit wird zwar nicht maßgeblich verkürzt, da der zusätzliche Zug auf den normalen Fahrplan Rücksichtnehmen muß (heute morgen durch Bummeln rd. 10 min), aber es ist schon super, wenn man sich das Umsteigen ersparen kann.
Ungläubig konnte ich heute morgen am Bahnsteig auch noch eine Durchsage vernehmen, die auf den SEV ab Güldenwerth hinwies. Es ist Weihnachtszeit und fast mag man an Wunder glauben. Jetzt hoffe jetzt noch auf die Beendigung der Sperrung per 12.12.2010. Denn, die Hoffnung stirbt zuletzt. Ihnen auf jeden Fall schon mal vielen Dank für den Einsatz.
Mit freundlichen Grüßen
Tanja Brink
Sehr geehrter Herr Wolf,
folgenden Text mußte ich gerade bei RP-online lesen:
“Solingen/Remscheid (RPO) Pendler müssen nicht nur im Dezember, sondern auch den ganzen Januar noch mit dem Schienenersatzbus zwischen den Bahnhöfen Solingen-Mitte und Remscheid-Güldenwerth vorlieb nehmen. Die Müngstener Brücke bleibt bis zum 30. Januar gesperrt.
Das berichtet die Bahn per Fahrplanauskunft. Eigentlich sollten die Instandsetzungsarbeiten der Brücke schon abgeschlossen sein.
Wegen des Winterwetters mussten die Arbeiten auf Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke aber bis auf weiteres gestoppt werden.
Für den 30. Januar war ein Treffen zwischen Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding und ihrem Solinger Amtskollege Norbert Feith im Brückenpark Müngsten mit dem Generalbevollmächtigten der Deutschen Bahn, Rainer Latsch. Die Bahn sollte bei dem Treffen detailliert den weiteren Zeitplan zur dauerhaften Sanierung der Müngstener Brücke vorstellen.
Die Bahn hatte vor dem Start der aktuellen Bauarbeiten angekündigt, dass sich die Sanierung der Brücke in mehreren Abschnitten über Jahre erstrecken werde. Nun liegen diese erstmal auf Eis.”
Zitat: http://www.rp-online.de/bergischesland/solingen/nachrichten/Muengstener-Bruecke-bis-30-Januar-gesperrt_aid_940753.html
Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass es die Bahn, nach dem Verlust der RB 47 an einen privaten Anbieter, mit der Sanierung nicht mehr so eilig hat. Es wäre wünschenswert, dass die Landespolitik hier den Druck erhöht, damit wenigstens mal ein klarer Zeitplan erstellt und die Problematik mit dem Eisenbahn-Bundesamt öffentlich wird. Bisher ist völlig unklar, was der Grund für die Sperrung ist und welche Auflagen der Bahn gemacht wurden. Wichtig wäre vor allem, ob diese durch die begonnenen Sanierungsmaßnahmen erfüllt werden. Es wäre schon interessant zu wissen, ob bei gutem Wetter kurzfristig alles schön wird, oder ob eine längerfristige Sanierung (inkl. Sperrung) notwendig ist. Bei etwas mehr Klarheit könnte man sich dann auch mal überlegen, ob man in verkehrsgünstigere Gegend ziehen muß. Die derzeitige Verkehrsanbindung macht Remscheid auf jeden Fall zu einem Wohnort 2.Klasse.
Nicht zuletzt sollte auch mal geprüft werden, ob nicht auch Entschädigungszahlungen an die betroffenen Pender angemessen wären.
Ich würde mir wünschen, dass etwas mehr Bewegung und Offenheit in die Sache kommt!
Mit freundlichen Grüßen
Tanja Brink